Update am Morgen:Exklusiv: Das sind die Empfehlungen der Rentenkommission
von Wulf Schmiese
Guten Morgen,
die kürzeste Nacht des Jahres liegt hinter uns. Jetzt, nach der Sonnenwende, ist astronomisch Sommer. Ob auch reformerisch schon Sommer ist, wird diese Woche zeigen.
heute-Nachrichten, 21.06.2026, 19 Uhr
21.06.2026 | 1:02 minAlles dafür vorbereitet hat die hochmögende ASK, die Alters-Sicherungs-Kommission. So heißt offiziell die Rentenkommission, die von der Bundesregierung vor einem halben Jahr eingesetzt worden war.
Union und SPD wollten die schlauesten Köpfe des Landes zum Thema Rentensystem einspannen: Professorinnen und Professoren für Volkswirtschaft oder Betriebs- und Finanzwirtschaft, die sich alle auch mit Sozialrecht auskennen. Union und SPD durften je fünf benennen. Alle zehn sagten zu, fünf Männer, fünf Frauen - und arbeiteten ehrenamtlich. Drei Bundestagsabgeordnete der Koalition waren auserkoren, beratend dabei zu sein, einer von der CDU, einer von der CSU und eine von der SPD.
Berlin direkt, 21.06.2026, 19:10 Uhr
21.06.2026 | 4:03 minDie 13 Topleute trafen sich 20-mal zu teils 16-Stunden-Tagen, ganz unter sich. Insgesamt haben sie 150 Sitzungsstunden auf der Uhr. Sie konferierten abgeschieden im Bundesarbeitsministerium, nichts drang nach draußen und auch nichts zur Hausherrin Bärbel Bas.
Insgesamt 33 Empfehlungen hat die Expertenrunde aufgeschrieben. Große und kleine Änderungen, die aber alle zusammen gehören. Wir haben diese Empfehlungen hier exklusiv:
Sie haben es in sich, von der Verlängerung des Renteneintrittsalters, über die Abschaffung der Rente mit 63 oder gar 65 bis hin zur Empfehlung, dass künftig auch Abgeordnete und Selbstständige in die Rentenkasse einzahlen müssen.
Am Dienstag ist es soweit. Da werden die 13 dem Bundeskanzler und der Arbeitsministerin im Kanzleramt ihr Werk überreichen. Das ist ein wahres Buch geworden von 76 eng bedruckten Seiten. Darüber, wovon die heutige Jugend einmal im Alter wird leben können - wenn fast die Hälfte aller Menschen in Deutschland im Rentenalter sein wird.
Die Zukunft des Landes könnte von diesem Buch abhängen, vor allem aber die der Bundesregierung. Wenn es über diese Vorschläge Zerwürfnisse gibt, kann es das Ende von Schwarz-Rot sein. Wenn es aber angenommen und Gesetz wird, wird es eine der größten Reformen der Bundesrepublik.
Einen schönen Sommer wünscht
Wulf Schmiese, stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Berlin
Was im Nahen Osten passiert ist
Gespräche zwischen Iran und USA vorerst beendet: Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und Iran soll es weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel ist es, innerhalb von 60 Tagen ein finales Abkommen zu erreichen. Zuvor hatten Drohungen von US-Präsident Donald Trump für Spannungen gesorgt.
Irans Außenminister sieht "wesentliche Fortschritte" bei Verhandlungen: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Pakistan und Katar für ihre Vermittlung bei den Gesprächen über ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges in der Schweiz gelobt.
Iran-Gespräche gehen laut Vermittler auf Arbeitsebene weiter: Die technischen Gespräche zur Umsetzung der Vereinbarungen sollen den Rest der Woche im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock fortgesetzt werden, hieß es in einer von Katar auf der Plattform X verbreiteten Erklärung. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.
Iran: Einigung auf Mechanismus für Schifffahrt in Straße von Hormus: Mit der Einrichtung eines Kommunikationskanals sollen "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine "sichere" Handelsschifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar. Außerdem sollen die Bemühungen für ein Ende der Kämpfe im Libanon verstärkt werden.
Netanjahu erwartet Sturz der iranischen Regierung: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Kritik an einem Verfehlen der Kriegsziele zurückgewiesen. Vielmehr sagt er am Sonntag beim JNS International Policy Summit in Jerusalem, er glaube, dass die iranische Regierung infolge des Militäreinsatzes zusammenbrechen werde.
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Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Ein Toter bei russischem Angriff auf Odessa: Bei einem russischen Raketenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Mensch getötet und drei weitere verletzt. Russland habe eine ballistische Rakete vom Typ Iskander auf einen landwirtschaftlichen Betrieb abgefeuert, teilt Gouverneur Oleh Kiper mit.
Selenskyj erwartet Deeskalation von Minsk: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko konkrete Schritte zur Deeskalation. "Lukaschenko muss über Worte hinaus Deeskalation demonstrieren", sagte er in einem Interview ukrainischer Medien. Eine bloße Entschuldigung des engen Verbündeten Moskaus genüge nicht
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Was heute noch wichtig ist
Was heute wichtig wird - der Ausblick im heute journal update.
21.06.2026 | 1:01 minAktionstag "Kommunen am Limit": Die kommunalen Spitzenverbände - Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund - rufen bundesweit Städte und Kommunen zur Teilnahme auf, um auf ihre dramatische Finanzlage aufmerksam zu machen. Die Forderung an Bund und Länder: wirksam gegensteuern.
Beim "Tag der Industrie" in Berlin geht es um das Thema, das auch Schwarz-Rot besonders umtreibt: Reformen für mehr Wachstum. Am ersten Tag der zweitägigen Konferenz soll Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) heute an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.
Verleihung des Deutschen Kinder- und Jugendpreises: Nominiert sind mehrere Projekte, unter anderem aus Dresden, Hamburg und Hannover. Mit dem Preis sollen Vorhaben gewürdigt werden, bei denen Kinder und Jugendliche an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken.
Ausführlich informiert
In Albanien brodelt die Wut auf die Trump-Familie: Tausende demonstrieren gegen den Bau eines Luxusresorts, an dem die Familie des US-Präsidenten beteiligt sein soll. Warum der Protest eine größere politische Unzufriedenheit zeigt, fragt ZDFheute live den Politikwissenschaftler und Südosteuropa-Experten Florian Bieber:
ZDFheute live, 21.06.2026, 12:30 Uhr
21.06.2026 | 19:21 minFußball-WM 2026
Bei der WM kristallisiert sich langsam die erste echte WM-Überraschungsmannschaft heraus. WM-Debütant Kap Verde begeisterte auch bei seinem zweiten Auftritt in diesem Turnier und trotzte dem zweifachen Weltmeister Uruguay ein 2:2-Remis ab. Somit hat die Mannschaft von Trainer "Bubista" das Weiterkommen in der eigenen Hand.
Gelingt ein Sieg gegen Saudi-Arabien, stünde man sicher in der Runde der letzten 32 - es wäre eine kleine Sensation. Kurz danach durfte sich außerdem Ägypten über seinen ersten Sieg jemals bei einer Fußball-WM freuen.
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Zahl des Tages
200 Milliarden Euro - so hoch liegt die Gesamtverschuldung der Kommunen in Deutschland (Stand: 2025), die höchste Verschuldung in der Geschichte. Die drei kommunalen Spitzenverbände - Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund - rufen Städte, Landkreise und Gemeinden heute bundesweit zur Teilnahme am Aktionstag unter dem Motto "Kommunen am Limit" auf.
Gesagt
Die Menschen in der Region können keinen weiteren Zyklus der Zerstörung ertragen.
António Guterres, UN-Generalsekretär
Heute vor einem Jahr griffen die USA an der Seite Israels in den Konflikt mit Iran ein und beschädigten wichtige Atomanlagen, jedoch weniger entscheidend als von US-Präsident Donald Trump zunächst verkündet. UN-Generalsekretär António Guterres warnte nach den Angriffen vor einem "Rattenloch von Vergeltung nach Vergeltung".
Weitere Schlagzeilen
- Präsidentschaftswahl in Kolumbien: Rechter Populist De la Espriella bei Stichwahl vorne
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Terra X - die Wissens-Kolumne
Schlaflos im Schlafzimmer? Wie wichtig der Raum als Rückzugsort ist - dieser Frage geht Verhaltenstherapeutin Melanie Fritze in der Wissens-Kolumne von NANO und Terra X nach.
Die Nachrichten im Video
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden
22.06.2026 | 2:39 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Am Montag wird es wieder sonnig, zeitweise sind auch einige Wolken unterwegs. Über der Mitte gibt es bereits am Vormittag einzelne Schauer und Gewitter, die sich ab dem Mittag intensivieren. Dann sind vor allem in der Südosthälfte lokal Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Die Höchstwerte liegen im Norden bei angenehmeren 22 bis 31 Grad, im Süden wird es wieder schwül-heiß bei 31 bis 37 Grad.
Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von der ZDFheute-Redaktion
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