Eishockey: Weitere Nordeuropäer kündigen WM-Boykott an

Nach Russland-Rückkehr:Weitere Länder kündigen Boykott der Eishockey-WM an

|

Die Eishockey-WM in Deutschland steht wegen der Russland-Rückkehr auf der Kippe. Einem von Finnland angestoßenen Boykott haben sich weitere Länder angeschlossen.

Nach Finnland kündigten weitere Nationen einen Boykott  der Eishockey-WM an.

Nach Finnland drohen auch die Verbände Schwedens, Lettlands, Norwegens und Dänemarks einen Boykott der Eishockey-WM an.

Quelle: Imago

Wird es im nächsten Jahr überhaupt eine Eishockey-WM in Deutschland geben? Nach massiven Boykottdrohungen des Weltmeisters Finnland und weiterer Nationen wackelt das Turnier wegen der Rückkehr Russlands immer mehr.

Der finnische Verbandspräsident Heikki Hietanen kündigte nach der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS an, man werde "nicht gegen Russland spielen, solange der Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert". Gleichzeitig warb er für "eine gemeinsame Front".

Eishockey Spieler. (Symbolbild)

Nach einem Urteil des CAS darf die russische Eishockey-Nationalmannschaft wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Was das für die WM in Deutschland bedeutet, ist unklar.

30.10.2026 | 1:28 min

Hietanens tschechischer Amtskollege Alois Hadamczik erklärte: "Wenn diese Nationen sich vereinen, kann das etwas verändern." 

Russland-Rückkehr: Weitere Länder drohen mit Boykott

Am Dienstag schlossen sich der WM-Dritte Norwegen, Schweden, Dänemark und Lettland der Initiative an. Die Norweger argumentierten auf X, man wolle "die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Spieler, Betreuer und deren Familien" schützen. Der dänische Verbandspräsident Henrik Bach Nielsen sagte wenig später:

Wir haben beschlossen, nicht gegen Russland zu spielen. Es würde im Chaos enden, wenn wir es tun würden.

Henrik Bach Nielsen (dänischer Verbandspräsident)

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) wollte das Vorgehen nicht kommentieren und verwies darauf, dass er selbst Klärung von der IIHF erwarte. Vorstandschef Frank Lutz hatte bereits am Wochenende erklärt, dass der DEB eine Rückgabe der WM vom 13. bis 30. Mai in Gelsenkirchen, Düsseldorf und Mannheim nicht ausschließe. 

Ein Athlet aus Russland feiert mit einer Flagge nach einem Event bei den Olympischen Spielen 2014.

Das IOC hebt die Sanktionen gegen russische Sportler vorerst weitgehend auf. Die Beschränkungen für die Teilnahme an Wettbewerben auch mit Blick auf die Olympia-Quali entfallen.

07.07.2026 | 0:40 min

TV-Kameramann beim Fußballspiel

ZDFsportstudio Update:Dein ZDFsportstudio Newsletter

Alle Highlights aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal und die wichtigsten Nachrichten aus dem Sport.
Mit dem Abonnieren-Button akzeptieren Sie unsere Nutzungsbedingungen.
Quelle: sid
Über dieses Thema berichtete heute Xpress in dem Beitrag "Russland vor Rückkehr bei Eishockey-WM in Deutschland" in der Sendung am 30.10.2026 um 18:56 Uhr.

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen

Jetzt aktivierenMehr erfahren
Thema

Sport-Nachrichten