Konnektivität im Auto: Wie man Kosten durch Auto-Apps vermeidet

Online-Dienste im Auto als Abo-Falle:Konnektivität im Auto: Worauf achten bei digitalen Extras?

von Thilo Hopert

|

Navigationsdaten, Sprachsteuerung, App-Zugriff: Immer mehr Auto-Funktionen sind nur zeitweise kostenlos. Danach drohen Abo-Kosten. Worauf Verbraucher achten sollten.

Mann hinter Lenkrad und sehr modernem Display

Der ADAC kritisiert, dass Online‑Funktionen im Auto häufig nur für kurze Zeit kostenlos sind und später zu kostspieligen Abos werden. Worauf sollten Verbraucher achten?

13.02.2026 | 0:39 min

Was früher zur Serienausstattung gehörte, ist heute oft Teil eines Servicepakets. Viele Hersteller stellen sogenannte Konnektivitätsdienste zunächst kostenlos bereit. Wer jedoch bestimmte Online-Funktionen wie Live-Verkehrsdaten oder den erweiterten mobilen App-Zugriff dauerhaft nutzen möchte, muss dafür nach einer gewissen Zeit regelmäßig zahlen. Ähnlich wie beim Serien- oder Musik-Streaming haben sich damit auch im Auto Abo-Modelle etabliert.

Ein schwarzes Auto fährt durch eine Pfütze.

Mit dem Frühling kommt die Zeit für den Reifenwechsel. Welche Sommerreifen im ADAC-Test überzeugen, welche nicht und wann der richtige Zeitpunkt zum Umrüsten ist.

26.02.2026 | 0:36 min

Mangelnde Transparenz der Hersteller

Der ADAC hat festgestellt, dass es für Autokäufer ein großer Aufwand ist, Laufzeit, Umfang und Folgekosten von digitalen Diensten bei verschiedenen Herstellern zu recherchieren, denn nicht alle würden Verbraucher ausreichend über die Bedingungen informieren.

Jeder Fahrzeughersteller verfolgt eine andere Strategie, welche digitalen Dienste zu welchen Preisen angeboten werden und wie lange sie kostenlos verfügbar sind.

Fabian Faehrmann, Unternehmenssprecher ADAC e. V.

Im Alltag bedeutet das etwa, dass man jahrelang auf die Navigation in seinem Auto zugreifen konnte, doch plötzlich geht das nicht mehr. Die Funktion muss erst wieder freigeschaltet werden, was dann zu monatlichen Kosten führt.

naechtliche handy-benutzung am steuer

Ein Griff zum Smartphone kann teuer werden – und lebensgefährlich. Schon das Halten oder Ablegen des Handys ist beim Fahren verboten, weil es ablenkt.

28.01.2026 | 2:57 min

Monatliche Kosten nach Gratiszeitraum

Laut ADAC-Untersuchung sind etwa bei BMW ("BMW Digital Premium") Funktionen wie Echtzeitverkehr, Parkplatzsuche oder Lichtanimationen drei Monate kostenlos, danach werden pro Monat 9,98 Euro fällig.

Škoda ("Škoda Connect") verlangt für seinen Dienst, der unter anderem Verkehrsdaten, Ladestopp-Planung oder Online-Sprachsteuerung beinhaltet, nach drei kostenfreien Jahren 70 Euro im Jahr.

Bei Opel ("Connect Plus") sind Funktionen wie Echtzeitdaten oder Sprachsteuerung via Alexa oder ChatGPT sechs Monate gratis und kosten danach ab 9,90 Euro pro Monat.

Bei Volvo ("Digital Services") erfahren Verbraucher wiederum erst kurz vor Ablauf des Gratiszeitraums von vier Jahren, was sie künftig für Navigationsdaten oder einen Sprachassistenten bezahlen müssten. Eine ausführliche Übersicht finden Sie beim ADAC.

Parkplatz mit Autos aus Vogelperspektive

Falschparken kann teuer werden. Wer auf einem privaten Parkplatz länger stehen bleibt als erlaubt, riskiert Abschleppkosten. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, wann man zahlen muss.

29.01.2026 | 0:30 min

Konnektivitätsdienste: Darauf sollten Verbraucher achten

Laut ADAC sollten sich Autokäufer bewusst sein, dass digitale Services häufig kostenpflichtig sind - auch wenn sie zunächst für einen bestimmten Zeitraum gratis angeboten werden. "Hier gilt es klar herauszufiltern, welche Dienste überhaupt benötigt werden und ob diese nicht auch mit einem günstigeren oder sogar kostenlosen Drittanbieter ersetzt werden können", sagt Faehrmann.

Bei Unklarheiten rät der ADAC-Experte dazu, den direkten Kontakt zum Verkäufer zu suchen, der aufschlüsseln muss, zu welchen Bedingungen die Dienste verfügbar sind. Die Informationen sollten sich auch im Kaufvertrag wiederfinden, so Faehrmann.

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, sollte besonders genau hinschauen. Hier ist laut Fabian Faehrmann oft ein Blick ins Bordsystem nötig, um herauszufinden, welche Dienste noch aktiv sind. Der ADAC-Experte rät, sich vor allem bei jungen Gebrauchten beim Verkäufer über den aktuellen Status der digitalen Dienste zu informieren. Es sollte etwa geklärt werden, wie lange diese noch kostenfrei verfügbar sind und welche Kosten nach Ablauf der Gratisphase aufgerufen werden. Entsprechend sollten sich die Bedingungen auch im Kaufvertrag wiederfinden.


Zwei Menschen stehen vor einem Auto

Wenn sich Lebensumstände ändern oder der Unterhalt zu teuer wird, überlegen manche Autobesitzer, ihren PKW zu verkaufen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten.

29.07.2025 | 5:58 min

Drittanbieter-Apps als Alternative zu Auto-Abos

Eine Alternative für manche Funktionen sind Apps von Drittanbietern. Die prominentesten Vertreter sind Android Auto und CarPlay der großen Hersteller Google und Apple. Damit lässt sich das eigene Smartphone mit dem Auto verbinden. Dann ist etwa die Navigation über Google Maps oder Apple Maps möglich.

Geht es um ausgefeiltere Funktionen für Fahrer von E-Autos, wie etwa eine intelligente Ladeplanung, empfiehlt der ADAC Apps wie ABRP (Android und iOS), Cariqa (Android und iOS) oder Pump (nur iOS). Die Apps können auf aktuelle Fahrzeugdaten zugreifen und eine Route erstellen, die die Ladeplanung mit einberechnet. Allerdings: Will man alle Funktionen nutzen, benötigt man auch hier ein Abo.

Schnelle Hilfe am Unfallort
:So funktioniert das neue Notrufsystem NG eCall in Pkw

Bei einem Autounfall kann die automatische Übermittlung des Standortes über Leben und Tod entscheiden. Was bringt das neue Notrufsystem Next Generation eCall?
von Corinna Wirth
mit Video0:40
Notruf-Taste im Auto
FAQ

Icon von whatsapp
Quelle: dpa

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.


Quelle: dpa-Custom Content
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 13.02.2026 ab 09:05 Uhr.

Mehr zum Thema Auto und Verkehr

  1. Ein Mann wirft einen Blick aufs Handy, während er am Steuer sitzt.

    Ablenkung beim Autofahren vermeiden:Unfallrisiko Handy am Steuer: Was erlaubt ist und was nicht

    von Fabio Leiendecker
    mit Video2:30

  2. Ein Kfz-Mechaniker montiert ein Rad an einem Pkw.

    Fahrleistung und Haltbarkeit im Check:Welche Sommerreifen im ADAC-Test überzeugen

    von Karsten Uwe Witt
    mit Video0:36

  3. Mann stellt Parkscheibe im Auto.
    FAQ

    Wann Falschparken teuer werden kann:Abschleppen und Knöllchen vermeiden: Was beim Parken gilt

    von Fabio Leiendecker
    mit Video0:30

  4. Ein Winterreifen wird in einer Werkstatt an ein Auto montiert

    Von Versicherung bis Autowäsche:Was den Auto-Unterhalt teurer macht

    mit Video2:01

Weitere Ratgeber-Themen

  1. Geldbörse mit Banknoten und Bankkarten

    Kreditkarte, Debitkarte, Bargeld:Bezahlen im Urlaub: Wie man zahlt, ist nicht egal

    von Svetlana Leitz
    mit Video1:39

  2. Eine Frau in einem blauen Pullover hält ein Smartphone in der Hand.

    Smartphone kaufen - worauf achten?:Tipps zum Kauf eines neuen Handys: So sparen Sie richtig

    von Sven-Hendrik Hahn
    mit Video3:34

  3. Ein Mann sitzt verzweifelt auf der Bettkante, im Hintergrund eine Frau mit besorgtem Gesicht.

    Männer und Performancedruck:Leistungsdruck beim Sex: Wie "Mann" Versagensangst loswird

    von Daria Eva Stanco
    mit Video43:33

  4. Ein junger Mann mit dunklen Haaren niest in ein Taschentuch.

    Heuschnupfen und Pollenallergie:Wie Allergiker die Pollensaison gut überstehen

    von Gunnar Fischer
    mit Video2:33