ADAC-Sommerreifen-Test: Welche Reifen im Test überzeugen konnten

Fahrleistung und Haltbarkeit im Check:Welche Sommerreifen im ADAC-Test überzeugen

von Karsten Uwe Witt

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Im aktuellen Sommerreifentest hat der ADAC 16 Modelle geprüft - mit deutlichen Unterschieden bei Fahreigenschaften auf nasser und trockener Fahrbahn. Drei Modelle überzeugen.

Ein schwarzes Auto fährt durch eine Pfütze.

Mit dem Frühling kommt die Zeit für den Reifenwechsel. Welche Sommerreifen im ADAC-Test überzeugen, welche nicht und wann der richtige Zeitpunkt zum Umrüsten ist.

26.02.2026 | 0:36 min

Der ADAC hat 16 aktuell verfügbare Sommerreifen in der für Mittelklasse-Autos gängigen Größe 225/50 R17 getestet. In das Gesamturteil flossen das Fahrverhalten sowie die Bremsleistung auf trockener und nasser Fahrbahn ein. Berücksichtigt wurden zudem Umweltaspekte wie Laufleistung und Kraftstoffverbrauch.

Drei Modelle wurden mit "gut" bewertet, drei der geprüften Modelle sind nicht empfehlenswert. Herausragende Bewertungen mit "sehr gut" oder Totalausfälle mit "mangelhaft" gab es nicht.

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Welche Sommerreifen gut abschneiden

Klarer Spitzenreiter ist der Continental PremiumContact 7 mit der Gesamtnote 1,9. "Er bietet eine überragende Fahrsicherheit im Nassen wie auch im Trockenen", sagt Ingenieur Christoph Pauly vom ADAC-Technikzentrum. Auch in puncto Umweltbilanz erziele der Reifen eine gute Bewertung, so der ADAC-Experte. Diese beinhaltet Laufleistung und Kraftstoffverbrauch. Im Handel ist der Continental-Reifen ab circa 118 Euro pro Stück erhältlich.

Den zweiten Platz belegt der Pirelli Cinturato C3 (Gesamturteil 2,2), gefolgt vom Goodyear EfficientGrip Performance 2 (Gesamturteil 2,3). Beide Modelle liegen preislich auf dem Niveau des Testsiegers.

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Modelle mit Schwächen bei Fahrleistung und Umweltbilanz

Nicht zufriedenstellende Fahrleistungen zeigen die Modelle Lassa Revolva (Gesamturteil 3,6), Leao Nova-Force Acro (Gesamturteil 3,8) und Linglong Sport Master (Gesamturteil 4,2). Mit Ausnahme des Lassa schneiden auch sie in der Umweltbilanz lediglich ausreichend ab.

Für eine exemplarisch unausgewogene Reifenentwicklung steht der Linglong. Auf nasser Fahrbahn erzielt er mit der Note 1,5 zwar die beste Einzelwertung im Test, auf trockener Strecke zeigt er jedoch deutliche Schwächen (3,8).

Auch bei der Haltbarkeit kann der in Serbien gefertigte Reifen nicht überzeugen - die prognostizierte Laufleistung liegt bei lediglich rund 26.000 Kilometern. Deutlich weiter kommt der drittplatzierte Goodyear, für den eine Laufleistung von etwa 57.800 Kilometern erwartet wird - also mehr als doppelt so viel.

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Der ADAC empfiehlt, beim Kauf auf möglichst junge Reifen zu achten, also auf Exemplare, die nicht länger als zwei Jahre alt sind. Hintergrund ist neben der Alterung des Materials, dass Reifenhersteller ihre Modelle kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern.

Das Produktionsdatum ist als sogenannte DOT-Nummer auf der Reifenflanke eingeprägt. Die vierstellige Nummer vermerkt die Kalenderwoche und das Jahr der Herstellung.

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Welche Rolle das EU-Reifenlabel beim Kauf spielt

Zusätzliche Orientierung bei der Wahl des passenden Sommerreifens bietet das EU-Reifenlabel. Es existiert seit 2012 und ist vergleichbar mit dem Energielabel bei Elektrogeräten. Es informiert über Sicherheit, Effizienz oder Geräuschentwicklung.

Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass Reifen mit einem B- oder C-Label im Test durchaus mangelhafte Leistungen zeigen können. Zum Beispiel beim Fahrverhalten auf nasser Strecke.

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Die Faustregel besagt: Von Ostern bis Oktober ist Sommerreifen-Zeit. Letztendlich kommt es aber immer auf das Wetter in der jeweiligen Region an. Im Allgäu dürfte der Wechsel zu Sommerreifen tendenziell später fällig werden als im Rheinland.

Karsten Uwe Witt ist Redakteur der Sendung "Volle Kanne - Service täglich".

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 26.02.2026 ab 09:05 Uhr.

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