Bis zu 6.000 Euro Förderung:Neue E-Auto-Prämie: Wer wie viel Geld bekommt
Neue Zuschüsse für E-Autos sollen den Absatz ankurbeln. Die Höhe der Prämie richtet sich nach Einkommen, Familie und Fahrzeug. Die Regelung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026.
Der Bund will Kauf und Leasing von Elektroautos mit bis zu 6.000 Euro bezuschussen. Anspruch haben Haushalte mit einem Jahreseinkommen von maximal 80.000 Euro.
19.01.2026 | 0:25 minWer künftig ein Elektroauto kauft oder least, kann mit staatlicher Unterstützung rechnen. Je nach Einkommen, Familiensituation und Fahrzeug gibt es zwischen 1.500 und 6.000 Euro Förderung. Was man jetzt zum neuen Förderprogramm wissen muss:
Wie viel Geld gibt es beim Kauf reiner Elektroautos?
Die Einkommensgrenze für die Förderung liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro. Das entspricht laut Bundesumweltministerium einem monatlichen Nettoeinkommen von rund 4.800 Euro für Alleinstehende und etwa 5.400 Euro für Paare.
Mit zwei Kindern erhöht sich die maximale Einkommensgrenze auf 90.000 Euro, da sie sich pro Kind um jeweils 5.000 Euro nach oben verschiebt.
Die Bundesregierung will mehr E-Autos auf die Straße bringen und kündigt dafür neue finanzielle Anreize an. Freien Ladestrom wird es jedoch auch bei dieser Förderung nicht geben.
19.01.2026 | 2:28 minDie Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.
Was ist mit Autos, die nicht rein elektrisch betrieben werden?
Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
VW nimmt in Salzgitter die Produktion eigener Batteriezellen auf. Der Konzern investiert Milliarden, will unabhängiger von Asien werden und die E-Auto-Kosten senken.
17.12.2025 | 2:16 minDamit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.
Ab wann gilt die neue Förderung?
Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen. Das gilt sowohl für den Kauf als auch das Leasing. Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich aber erst ab Mai, wenn das entsprechende Internet-Portal an den Start gehen soll.
Insgesamt drei Milliarden Euro sind für die Kaufprämie vorgesehen, was laut Ministerium für etwa 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029 ausreichen soll.
Wie gefragt sind Elektroautos?
Ihr Anteil an allen Neuzulassungen legte im vergangenen Jahr mit gut 19 Prozent um rund 5,6 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich zu. Die Bundesregierung hatte im Oktober die Wiedereinführung einer E-Auto-Kaufprämie angekündigt, die im Laufe dieses Jahres kommen soll.
Bei der Entscheidung zwischen Verbrenner und Elektroauto zählt oftmals das Preisschild. Beim Kauf von Neuwagen sind die Preise inzwischen fast gleich, zeigt eine aktuelle Studie.
07.11.2025 | 1:36 minZwar gab es eine Steigerung um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch 2024 war der Absatz nach dem überraschenden Förder-Aus eingebrochen. Im Vergleich zu 2023 lag die Steigerung 2025 nur bei rund vier Prozent, rechnet Verkehrsexperte Constantin Gall von der Beratungsgesellschaft EY vor. Im Bestand machten Elektroautos zuletzt rund vier Prozent aus.
Wird die Förderung der kriselnden Autobranche helfen?
"Ich glaube, das Ganze ist nicht notwendig", sagt der Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer.
Elektroautos verkaufen sich von allein. Schade um das Steuergeld.
Ferdinand Dudenhöffer, CAR-Institut
Die Preise für Elektroautos seien zuletzt ohnehin gesunken. Es bestehe die Gefahr, dass die Autobauer die Prämie bei ihrer Preisgestaltung einpreisen würden, die Autos also teurer verkauften als ohne die Förderung. Zudem brächten die erwarteten Einkommensnachweise Verwaltungsaufwand mit sich.
2,9 Millionen neu zugelassene Fahrzeuge werden für das kommende Jahr erwartet, was nur ein leichter Anstieg gegenüber 2025 wäre - bei E-Autos wird ein deutliches Plus erwartet.
08.12.2025 | 0:27 minUm den Absatz von Elektroautos anzuschieben und der heimischen Industrie zu helfen, wären seiner Ansicht nach günstigerer Ladestrom und niedrigere Lohnnebenkosten sinnvoller.
Auf die Dauer soll die Vergabe der neuen Förderung stärker an die Produktion in Europa geknüpft werden, doch dazu werden noch EU-Regelungen erwartet.
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