Smartphone kaufen - worauf achten?:Tipps zum Kauf eines neuen Handys: So sparen Sie richtig
von Sven-Hendrik Hahn
Mobile World Congress: Alles dreht sich um Künstliche Intelligenz und neue Technik. Smartphones könnten teurer werden. Worauf Käufer achten sollten, um trotz Hype Geld zu sparen.
In Barcelona findet die weltweit größte Mobilfunkmesse statt. Im Fokus steht Künstliche Intelligenz. ZDF-Reporter Sven-Hendrik Hahn hat sich die neuesten Entwicklungen vor Ort angesehen.
03.03.2026 | 3:34 minFaltbare Displays, smarte Assistenten, automatische Bildbearbeitung: Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentieren Hersteller wie Samsung, Xiaomi und Honor vor allem eines - Künstliche Intelligenz. Sie optimiert Fotos, fasst Texte zusammen, übersetzt Gespräche oder erkennt Spam-Anrufe. Vieles läuft im Hintergrund, anderes per App. Kaum ein neues Smartphone kommt noch ohne KI-Versprechen aus.
KI-Boom treibt die Kosten
Der Hype hat jedoch eine Kehrseite. Weltweit entstehen neue KI-Rechenzentren mit enormem Bedarf an Speicher- und Hochleistungschips. Diese Bauteile stammen von denselben Herstellern, die auch Smartphones beliefern. Steigende Nachfrage kann höhere Preise bedeuten. "Es schlägt so langsam durch", sagt Steffen Herget, Redakteur beim Computermagazin c't. Vor allem günstige Geräte seien betroffen, weil dort sehr knapp kalkuliert werde.
ZDF-Reporter Sven-Hendrik Hahn berichtet von den Trends des Mobile World Congress in Barcelona und ordnet ein: Wohin entwickelt sich die Branche? Welche Chancen bietet KI?
03.03.2026 | 5:22 minWas ein gutes Smartphone kostet
Das klassische 200-Euro-Segment werde zunehmend schwierig. Wer ein flüssig laufendes, alltagstaugliches Smartphone sucht, sollte eher 350 bis 400 Euro einplanen. In der Oberklasse liegen viele Modelle inzwischen zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Spitzenmodelle kratzen an der 2.000-Euro-Marke. Doch nicht jeder braucht High-End-Technik.
Jetzt kaufen oder abwarten?
Gerade nach großen Technikmessen ist die Versuchung groß, sofort zuzuschlagen. Steffen Hergets Rat lautet: Geduld. "Man braucht sich von Neuankündigungen nicht sofort zum Kauf verleiten zu lassen." Die Preise vieler Geräte sinken einige Wochen oder Monate nach Marktstart deutlich. In der Regel würden Smartphones im Laufe ihres Lebenszyklus günstiger.
Das richtige Geburtstagsgeschenk finden, E-Mails schreiben lassen, aus dem Kühlschrankinhalt ein Kochrezept generieren: Künstliche Intelligenz kommt immer mehr im Alltag an.
15.07.2025 | 3:03 minSpeicher: Wie viel ist nötig?
Ein wichtiger Preistreiber ist die Speicherausstattung, weiß der c’t Experte: "Brauche ich die große Speicherausstattung von vielleicht 512 Gigabyte oder reicht vielleicht auch eine Stufe kleiner?" Viele Fotos und Dokumente könnten bei Cloud-Diensten gespeichert werden, weswegen ein kleinerer Speicher ausreichen könne. Dieser kann deutlich günstiger sein.
KI auch ohne Topmodell nutzbar
Nicht jede KI-Funktion erfordert ein Premiumgerät. Viele Anwendungen wie Chatbots oder Bildgeneratoren laufen als App auch auf Mittelklasse-Smartphones. Die Erfahrung des Experten: Hersteller-eigene KI-Funktionen - etwa besonders schnelle Bildbearbeitung direkt auf dem Gerät - starten meist im High-End-Bereich und kommen später in günstigere Klassen.
Kamera: Sensor wichtiger als Megapixel
Wer viel fotografiert, sollte sich nicht von großen Zahlen blenden lassen. "Die Pixelzahl ist sekundär wichtig", so Herget. Entscheidend sei ein möglichst großer Sensor in der Hauptkamera, der viel Licht einfängt. Mehrere Zusatzkameras für Tele oder Ultraweitwinkel brauche man selten. Oft sei eine gute Hauptkamera wichtiger als drei mittelmäßige Linsen.
Updates und Robustheit prüfen
Smartphones halten heute länger als früher. Hersteller müssen inzwischen mehrere Jahre Sicherheits- und Software-Updates liefern, fünf Jahre sind Standard. Auch die Verarbeitung ist besser geworden, viele Geräte sind wasserdicht.
Was bringt das EU-Öko-Label für Smartphones und Tablets Verbrauchern? Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Gespräch.
24.06.2025 | 6:19 minGebraucht als Alternative
Als eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, sieht Herget generalüberholte Geräte. Refurbished-Angebote ermöglichen es, ein ehemaliges Topmodell ein oder zwei Jahre nach Marktstart deutlich günstiger zu kaufen. Dank längerer Update-Zeiträume kann sich das lohnen - besonders für alle, die starke Technik möchten, aber keine 1.500 Euro ausgeben wollen.
Checkliste für den Kauf
Zuerst sollte man klären, was das Gerät wirklich können muss: Wie wichtig sind Kamera, Speicher oder KI-Funktionen? Danach lohnt es sich, den Markt einige Wochen zu beobachten und Preisentwicklungen zu vergleichen. Mit klaren Prioritäten und etwas Geduld lässt sich auch 2026 ein gutes Smartphone finden.
Sven-Hendrik Hahn ist Redakteur des ZDF-Magazins "WISO".
Mobilfunk: Vertrag mit oder ohne Handy?:So finden Sie den passenden Handyvertrag
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