Mit oder ohne Smartphone: Den besten Handyvertrag finden

Mobilfunk: Vertrag mit oder ohne Handy?:So finden Sie den passenden Handyvertrag

von Bonnie Kruse und Thilo Hopert

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Datenvolumen, Netzabdeckung, mit Smartphone oder ohne: Worauf Verbraucher bei der Wahl des passenden Handyvertrags achten sollten und wann ein Anbieterwechsel sinnvoll ist.

Smartphone und daneben ein Preis von 974,74 Euro

Wer Smartphone und Mobilfunkvertrag getrennt kauft, kann oft deutlich sparen. Eine Auswertung des Vergleichportals Verivox zeigt: Gegenüber Bündelangeboten sind Ersparnisse von durchschnittlich 25 Prozent möglich.

22.01.2026 | 0:47 min

Viele Anbieter, viele Tarife - wer einen Handyvertrag abschließen will, steht vor einer Fülle von Angeboten. Wie findet man da den Tarif, der zu den eigenen Bedürfnissen passt?

Tarif und Smartphone getrennt kaufen

Viele Anbieter werben mit Bundles aus Tarif und Smartphone. Allerdings ist es laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox deutlich günstiger, einen Mobilfunkvertrag ohne Smartphone abzuschließen und dieses dann separat zu kaufen.

Die Bundle-Tarife enthielten häufig besonders viel Datenvolumen, das man eigentlich nicht brauche, sagt Verena Blöcher, Redaktionsleiterin Telekommunikation bei Verivox.

Die Tarife werden unnötig aufgeblasen - eine bewusste Strategie, um sie teurer anbieten zu können.

Verena Blöcher, Expertin für Telekommunikation, Vergleichsportal Verivox

Dadurch seien die monatlichen Beträge meist höher als bei einem Vertrag ohne Gerät und laufen nach 24 Monaten oft in derselben Höhe weiter - auch wenn das Gerät dann abbezahlt ist. Wer Tarif und Handy separat kauft, kann laut der Verivox-Auswertung über eine Laufzeit von 24 Monaten durchschnittlich rund 25 Prozent sparen.

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Handyvertrag: Wie viel Datenvolumen braucht man wirklich?

Bevor man einen neuen Vertrag abschließt, sollte man also gut planen, wie viel Datenvolumen man eigentlich braucht. Der durchschnittliche Datenbedarf in Deutschland liegt bei circa zwölf Gigabyte im Monat. Das von den großen Anbietern in ihren Tarifen zur Verfügung gestellte Datenvolumen sei aktuell sechsmal höher, so Blöcher.

Das liege auch daran, dass das Telefon die meiste Zeit des Tages im WLAN eingeloggt sei, in dem kein Datenvolumen verbraucht wird. Die Expertin rät dazu, in den Einstellungen nachzusehen, wie viele Daten im letzten Abrechnungszeitraum verbraucht wurden.

Zu den auffälligsten Neuheiten auf dem Mobilfunkmarkt zählen laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die sogenannten Unlimited-Verträge. Dabei handelt es sich um Tarife, die ein unbegrenztes Datenvolumen versprechen. Seit dem vergangenen Jahr sind diese Tarife stärker in den Fokus gerückt, teilweise kosteten sie genauso viel wie Verträge mit begrenztem Datenvolumen. Der Haken laut Verbraucherzentrale: Bei den Unlimited-Verträgen ist, wie bei den Discounter-Tarifen, die Datengeschwindigkeit meist geringer. 


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5G oder LTE: Welche Datengeschwindigkeit Sie benötigen

Felix Flosbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) empfiehlt 5G, um Handy und Netz ohne Qualitätsverlust nutzen zu können. Das schnelle Netz ergibt vor allem für Verbraucher Sinn, die etwa berufsbedingt große Datenmengen benötigen.

Für den durchschnittlichen Bedarf reichen Tarife mit zehn bis 15 Gigabyte und LTE-Speed aus.

Verena Blöcher, Telekommunikations-Expertin

Diese gebe es schon für weniger als zehn Euro im Monat, so Flosbach weiter.

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Lohnt sich ein Mobilfunktarif vom Discounter?

Ein Wechsel zum Discounter kann bis zu 70 Prozent der Kosten sparen und lohnt sich vor allem dann, wenn Verbraucher keine sehr schnelle Internetgeschwindigkeit brauchen. Anbieter ohne eigenes Netz - wie etwa Discounter - bieten zwar häufig günstigere Konditionen an als die Netzbetreiber, doch hier sollten Verbraucher auf die konkrete Leistung achten, empfiehlt Felix Flosbach von der VZ NRW: "Die Geschwindigkeiten sind teilweise beschränkt oder das Roaming nicht so umfangreich wie beim Netzbetreiber."

Früher galt Prepaid als umständlich. Doch die Handhabung über Internet oder Apps ist deutlich leichter geworden. Denn viele Prepaid-Tarife funktionieren mit automatischer Aufladung, die immer dann Guthaben nachlädt, wenn das Konto unter einen zuvor festgelegten Betrag sinkt. Der große Vorteil bei einem Prepaid-Tarif: Er eignet sich zur Kostenkontrolle. Zudem sind die Tarife monatlich kündbar.

Ein Nachteil ist, dass die SIM-Karte gesperrt wird, wenn das Prepaid-Guthaben über einen längeren Zeitraum nicht aufgeladen wurde. Und: Prepaid-Karten können nur auf einem Gerät genutzt werden. Wer seinen Mobilfunk auf mehreren Geräten nutzen möchte, also zum Beispiel auch mit Laptop oder Tablet, braucht eine Multi-SIM-Karte. Diese gibt es nur mit einem Handyvertrag bei einem Netzanbieter.


Netzabdeckung und Empfang prüfen

Auf der Suche nach dem passenden Handyvertrag spielt auch das anvisierte Handynetz eine Rolle. "Das gilt gerade für Nutzer in ländlichen Regionen", erklärt Verena Blöcher. Laut VZ NRW sei der Empfang bei den vier Netzanbietern Telekom, Vodafone, Telefónica und 1und1 für den größten Teil der Bundesrepublik identisch. Dennoch rät Verbraucherschützer Felix Flosbach: "Wohnt man in abgelegeneren Gegenden, lohnt es sich, den konkreten Empfang auf sogenannten Netzabdeckungskarten zu überprüfen."

Zudem erwecken Anbieter oft den Eindruck, dass Neukunden bessere Konditionen bekommen als Bestandskunden. Die VZ NRW empfiehlt, konkrete Angebote über die gesamte Laufzeit zu vergleichen. Nicht immer sei das Angebot für Neukunden besser, erläutert Felix Flosbach. Manchmal gebe es auch lukrative Angebote für Bestandskunden, die schon vorsorglich ihren laufenden Handyvertrag gekündigt haben, um bessere Konditionen vom Anbieter zu erhalten.


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Dieser Artikel wurde erstmals am 24. Januar 2025 veröffentlicht und am 15. Februar 2026 aktualisiert.

Quelle: dpa-Custom Content
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 22.01.2026 ab 09:05 Uhr.

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