Welche Kleidung bei Hitze? Die richtigen Stoffe für Sommertage

Stoffe für den Sommer:Baumwolle, Seide und Co.: Eine kleine Materialkunde

von Patricia von der Heyde

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Kleiderwahl im Sommer: Welche Materialien besonders sommertauglich sind und wie man Schweißrändern und -geruch am besten vorbeugt, erklärt Designerin Stefanie Behling.

Designerin Stefanie Behling sitzt mit einer jungen Frau an der Nähmaschine.

Ein Sommerkleid selbst zu nähen, klingt aufwendig, ist aber gut machbar. Designerin Stefanie Behling zeigt Schritt für Schritt, wie ein Kleid entsteht - inklusive passender Tasche.

02.07.2026 | 3:00 min

Ein Ende des Sommers ist noch nicht in Sicht und bei sommerlichen Temperaturen darf man sich schon mal die Frage stellen: Was ziehe ich an? Und damit ist nicht der Kleidungsstil gemeint. Vielmehr zielt die Frage darauf ab, welcher Stoff sich eignet, um gut durch den Tag zu kommen und das Schwitzen auf ein Minimum zu reduzieren. Also: Welches Material trägt man am besten an warmen Tagen?

Es gibt mittlerweile Unmengen an Stoffarten, da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Designerin Stefanie Behling kennt sich mit Stoffen bestens aus und hat Tipps - und Warnungen - zu den gängigsten Materialien zusammengefasst.

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Baumwolle: Pflegeleicht und robust

"Für mich ist der erste Stoff der Wahl Baumwolle", so Behling. Die Naturfaser ist angenehm zu tragen und lässt sich unkompliziert waschen. Am besten eignet sich weit geschnittene Kleidung aus Baumwollstoffen, damit die Luft zirkulieren kann. Von eng geschnittener Kleidung dagegen besser die Finger lassen, denn alles, was einengt, führt zum Schwitzen.

Kunstfasern: Luftig, aber nicht geruchsneutral

Klassische Kunstfasern fühlen sich zwar leicht an, nehmen aber weniger Feuchtigkeit auf als Naturfasern und unterstützen eher die Schweißbildung (hochwertige Funktionsstoffe für sportliche Aktivitäten ausgenommen). Die Designerin warnt, dass Kunstfasern wie Rayon, Polyester und Nylon vor allem nicht geruchsneutral seien und man daher schnell rieche, wenn man schwitzt.

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Sollte man sein Traumkleid aus einem dieser Stoffe gefunden haben, gibt es einen kleinen Trick, wie sich Achselgeruch vermeiden lässt: "Armblätter. Die sind aus Baumwolle, in der Mitte ist eine Lage Kunststoff und dieser Kunststoff verhindert, dass der Schweiß vom Körper auf das Kleidungsstück kommen kann", erklärt Behling. Armblätter gibt es in Stoffläden und sie lassen sich mit ein paar Stichen annähen - kleiner Aufwand, große Wirkung.

Schweißflecken entstehen, weil sich Schweiß mit den Inhaltsstoffen von Deodorants oder Antitranspirantien, etwa Aluminumsalzen, verbindet. Diese Reaktion kann zu gelblichen oder weißen Ablagerungen auf der Kleidung führen. Um dem vorzubeugen, kann man aluminiumfreie Deodorants verwenden, da hier die Gefahr der Fleckenbildung niedriger ist. Das Deo sparsam auftragen und vollständig trocknen lassen, bevor man sich anzieht. Außerdem kann man ein leichtes Unterhemd tragen, welches den Schweiß aufsaugt, sodass die äußere Kleidung geschützt ist.


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Viskose: Luftig und kühl auf der Haut

Viskose - früher auch Kunstseide genannt - ist eine Mischung aus Synthetik und Naturprodukt. Die Basis ist pflanzliche Cellulose (meist aus Holz), die chemisch bearbeitet wird. Sie ist relativ atmungsaktiv und ermöglicht dadurch eine vergleichsweise hohe Luftzirkulation. "Aus diesem Grund müssen Sie auch nicht befürchten, dass Sie im Sommer mit Kleidung aus Viskose übermäßig schwitzen", so Behling.

Leinen: Leicht, aber schnell knittrig

"Von der Leichtigkeit ist der Stoff super für den Sommer geeignet, aber für Leinen ist charakteristisch, dass es sehr knittert", so Behling. Das müsse man mögen, wenn nicht, sei man mit Baumwolle besser bedient. Demnach ist Leinen zwar sommertauglich, aber nichts für Leute, die es akkurat gebügelt mögen.

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Seide: leicht, aber empfindlich

Seide ist eine Naturfaser und deswegen angenehm zu tragen, hat aber auch Nachteile: "Der Nachteil ist, dass Seide sehr schnell Schweißflecken hat. Egal, ob man schwitzt oder Wassertropfen auf den Stoff kommen, es bilden sich direkt Ränder auf der Seide. Daher ist Seide im Sommer mit ein bisschen Vorsicht zu genießen", sagt die Designerin.

Fazit: Greifen Sie im Sommer zu atmungsaktiven Naturfasern wie Baumwolle und Leinen und achten Sie auf lockere, weite Schnitte, dann sind auch hohe Temperaturen weniger schweißtreibend.

Patricia von der Heyde ist Redakteurin der ZDF-Sendung "Volle Kanne - Service täglich".

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 02.07.2026 ab 09:05 Uhr.
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