Außenminister auf Afrikareise:Wadephul: Afrika als "Chancenkontinent" sehen
Schon dreimal ist Außenminister Wadephul in diesem Jahr nach Afrika gereist. Im ZDF bezeichnete er den Kontinent als "Chancenkontinent" für Deutschland und Europa.
"Afrika ist und kann ein Chancenkontinent sein", sagt Außenminister Johann Wadephul zum Abschluss seiner viertägigen Afrikareise. Vor allem beim Gewinn von Arbeitskräften sieht er Potenzial.
23.07.2026 | 5:54 minBundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) will stärker auf afrikanische Länder zugehen und wirbt für politische und wirtschaftliche Partnerschaften. Er sagte am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin":
Afrika kann und ist und sollte für uns ein Chancenkontinent sein.
Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister
Wadephul: Weckruf für Europa
Eines seiner Argumente: das Arbeitskräftepotenzial auf dem europäischen Nachbarkontinent. Die Menschen seien grundsätzlich bereit, nach Deutschland zu kommen.
Ein Weckruf für Deutschland oder Europa müsse sein, wie man ihn in vielen Ländern der Welt begrüße - nicht nur in Afrika, sondern beispielsweise auch in Südamerika:
Da sagt man mir: China ist schon da - wann kommt Ihr?
Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister
Sein Fazit: Deshalb müsste Deutschland mit seinen Angeboten und Interessen da sein, und natürlich auch offen für die Probleme der jeweiligen Länder.
Im Rahmen seiner Afrikareise ist Bundesaußenminister Wadephul heute in Nigeria angekommen – einem der größten Erdölproduzenten der Welt.
21.07.2026 | 1:37 minWadephul sieht viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit. "Viele Länder wollen eher mit Europa, mit Deutschland, in einen engeren wirtschaftlichen Austausch gehen als mit China." Aber:
Niemand wartet auf Deutschland oder Europa, sondern wir müssen auf diese Länder zugehen.
Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister
Zwar habe Deutschland seine Gelder für Entwicklungshilfe gekürzt, es sei aber noch immer das aktivste Land auf diesem Sektor, der größte Geber. Auch im deutschen Bundestag werbe er dafür, trotz der nötigen Kürzungen international aktiv zu bleiben.
Es liegt in unserem Interesse, aktiv zu sein. Wir verhindern Migrationsströme, die uns belasten können und wir erschließen uns große Chancen.
Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister
Als Beispiele nannte der deutsche Außenminister Rohstoffe, Seltene Erden, kritische Mineralien, alles Dinge, die die deutsche Industrie brauche, genauso wie dringend benötigte Arbeitskräfte.
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