Fahndung Polizei fahndet nach Tatverdächtigem am Hambacher Forst

Nach Sabotage-Angriffen auf Stromnetze:Polizei fahndet nach Tatverdächtigem am Hambacher Forst

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Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei am Hambacher Forst nach einem Tatverdächtigen. Er soll die Sabotage-Aktionen aufs Stromnetz durchgeführt haben. Ein Indiz: sein Fahrrad.

Der Ausbau der Stromnetze sorgt für reichlich Diskussionen.

In Sachsen sind zwölf Sprengvorrichtungen entschärft worden, die Stromnetze zum Ziel hatten. Die Fahndung nach einem verdächtigen 48-Jährigen läuft.

05.09.2026 | 0:33 min

Wegen versuchter Sabotage-Angriffe auf das deutsche Stromnetz sucht die Polizei derzeit mit einem Großaufgebot am Hambacher Forst bei Kerpen westlich von Köln nach dem Tatverdächtigen. Ziel des Einsatzes sei es, den 48-jährigen Mann selbst oder Spuren, die Hinweise auf ihn liefern, zu finden. Das bestätigte ein Sprecher der Kölner Polizei.

Laut Beobachtungen eines dpa-Reporters waren bis zu 100 Fahrzeuge der Polizei vor Ort. Der Mann hatte Bekennerschreiben versandt, die auf "Täterwissen" hindeuteten.

Polizeikräfte durchsuchen ein Waldstück bei einem Großeinsatz am Hambacher Forst.

Suche nach dem Verdächtigen im Hambacher Forst.

Quelle: dpa

Hambacher Forst: Symbol für Energiewende

Der Hambacher Forst ist ein Waldgebiet westlich von Köln, das zum bundesweiten Symbol für den Kampf um die Energiewende und gegen die Braunkohle-Verstromung wurde. Der Wald liegt am Rand des Braunkohletagebaus Hambach und sollte ursprünglich dem fortschreitenden Tagebau weichen.

Auf dem Bild sind verschiedene folgende Minister:innen aus NRW zu sehen: Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (stellvertretende Ministerpräsidentin), Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr und Silke Gorißen, Landwirtschaftsministerin. Es wird eine Erklärung für den Schutz des Hambacher Waldes unterzeichnet.

Der Hambacher Forst "Hambi" soll zum Urwald werden - das entschied die schwarz-grüne Landesregierung in NRW. Spätestens 2035 geht er in öffentliches Eigentum über.

09.06.2026 | 2:19 min

Seit 2012 errichteten Umweltschützer und Aktivisten unter dem Motto "Hambi bleibt" Baumhäuser im Wald, um die Rodung für die klimaschädliche Braunkohle-Verstromung zu verhindern und die Bäume vor dem anrückenden Braunkohletagebau zu schützen.

Im Herbst 2018 ließ die CDU-geführte Landesregierung den Hambacher Forst in einem der größten Polizeieinsätze der Geschichte Nordrhein-Westfalens mit Verweis auf den Brandschutz räumen. Nach langem Rechtsstreit kam es Anfang 2020 zur endgültigen Rettung des Waldes durch einen Kompromiss zwischen Bund, Ländern und Energiekonzernen. Die Abbruchkante des Tagebaus endet seitdem kurz vor dem Waldsaum.

Suche nach Tatverdächtigem auch mit Fahndungsfotos

Wegen der Sabotageaktionen wird seit Tagen nach dem 48 Jahre alten Tatverdächtigen gesucht. Die Ermittler hatten am Samstag einen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des Verdächtigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet veröffentlicht. Inzwischen wird auch nach einem Fahrrad gefahndet, das er möglicherweise benutzt hat.

Nach Angriff auf Stromnetz in Südbrandenburg

Anschlagsserie auf die Energieinfrastruktur: Mehrere Kraftwerke und Leitungen wurden offenbar gezielt sabotiert.

05.09.2026 | 1:55 min

Es werde nach einem Rad der Marke Trenoli mit einer Rahmenhöhe von 56 Zentimetern gesucht, teilte die Polizei Brandenburg mit und hängte ein Foto eines schwarzen Rades an ihre Mitteilung an. Es handele sich um das Modell "Tazio Sportivo M".

Die versuchten Sabotage-Akte konzentrierten sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.

Am Freitag hatten Beamte in der Gevelsberger Wohnung des Tatverdächtigen Sprengstoff gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando in Niederzier am Tagebau Hambach einen Lastwagen, der anscheinend zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht vorgefunden.

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Quelle: dpa
Über die Sabotage-Angriffe auf deutsche Stromnetze berichtete ZDF heute Xpress am 05.09.2026 ab 18:30 Uhr in dem Beitrag "Angriffe auf deutsche Stromnetze"

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