Nach Treffen mit Putin: US-Vermittler reisen weiter nach Kiew

Nach Gespräch mit Putin zu Ukraine-Krieg:US-Vermittler treffen Selenskyj in Kiew

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Nach einem Treffen mit Kremlchef Putin in Moskau reisen die US-Vermittler Kushner und Witkoff weiter in die Ukraine. Dort empfängt sie heute der ukrainische Präsident Selenskyj.

Eine Autokolonne mit Steve Witkoff, dem Sondergesandten des US-Präsidenten für den Nahen Osten, und Jared Kushner, dem Sondergesandten für Friedensfragen der Trump-Regierung, ist am Flughafen zu sehen.

Die US-Gesandten Kushner und Witkoff sind in Moskau eingetroffen. Sie wollen sich mit dem russischen Präsidenten Putin treffen und einen Vorschlag für ein Ende des Ukraine-Kriegs vorlegen.

05.09.2026 | 0:23 min

Nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau reisen die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals zu Gesprächen über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs nach Kiew.

Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Gesandten von US-Präsident Donald Trump heute in der ukrainischen Hauptstadt empfangen. Der Besuch soll im Schutz einer von Selenskyj und Putin erklärten örtlich und auf drei Tage begrenzten Waffenruhe stattfinden. Moskau hat zugesichert, zur Sicherheit für die US-Gesandten auf Luftangriffe gegen die Stadt Kiew zu verzichten.

Henner Hebestreit

Trump hat seine beiden Unterhändler nach Moskau und Kiew geschickt, um im Ukraine-Krieg zu vermitteln. Details von ZDF-Korrespondent Henner Hebestreit.

05.09.2026 | 1:06 min

Gespräch mit Putin: Offenbar keine greifbaren Ergebnisse

Witkoff und Trumps Schwiegersohn hatten den Kreml in der Nacht nach einem gut dreistündigen Gespräch mit Putin verlassen. Dem Vernehmen nach brachte die Unterredung zunächst keine greifbaren Ergebnisse.

Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sprach im Anschluss von konstruktiven, inhaltsreichen und vertrauensvollen Gesprächen. Die US-Seite äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu der Unterredung mit dem russischen Staatschef.

Henner Hebestreit

Seit einer Woche stehe vor allem die Lagerinfrastruktur unter Beschuss, so ZDF-Reporter Henner Hebestreit in der Ukraine. Es könne zu kurzfristigen Engpässen kommen, räume auch die Regierung ein.

03.09.2026 | 6:00 min

Kreml: Putin berichtet von russischem Vormarsch

Uschakow zufolge zeigte sich Putin einmal mehr überzeugt, dass er die Ziele seines Krieges - den Russland militärische Spezialoperation nennt - erreichen werde. Putin habe seine Einschätzung der Lage abgegeben. "Insbesondere wurden die tatsächlichen Erfolge der russischen Armee beim Vormarsch im Einsatzgebiet hervorgehoben", sagte Uschakow.

Allerdings geben Experten über die vermeintlichen und realen Fortschritte der Kriegsparteien im Frontgebiet unterschiedliche Einschätzungen ab. Seit Monaten kann Russland kaum Gebietsgewinne vermelden. Immer wieder gibt es auch Zweifel, ob Putin von seinem Generalstab über die Lage wahrheitsgemäß informiert wird.

Wichtig für Russland sei vor allem die Beseitigung der Grundursachen des Konflikts, sagte Uschakow. Dazu zählt Moskau etwa das Vorgehen Kiews gegen die in Teilen der Ukraine verbreitete russische Sprache.

Rauch steigt von einem Getreidetransporter auf dem Schwarzen Meer auf.

Dank riesiger Felder und fruchtbarer Böden gilt die Ukraine als Kornkammer der Welt. Doch der Krieg erschwert die Getreideexporte über das Meer und den Landweg zunehmend.

05.09.2026 | 1:34 min

US-Gesandte sollen in Kiew Putins Position überbringen

Uschakow sagte nichts zu neuen Vorschlägen für eine Beendigung des Kriegs, die laut Trump und Kreml bei dem Treffen präsentiert werden sollten. Putin setze darauf, dass Witkoff und Kushner die russische Sicht nun in Kiew übermittelten, betonte er. Das ließ zunächst nicht darauf schließen, dass es bei der Lösung des Konflikts Bewegung geben könnte.

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Die bisherigen Gespräche zwischen Putin und Trumps Gesandten hatten auch zu direkten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern geführt. In Kiew dürften Witkoff und Kushner den Prozess wieder in Gang bringen wollen, damit sich Vertreter der Kriegsparteien erneut an einen Tisch setzen.

Im August war überraschend auch CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau zu Gesprächen auf Geheimdienstebene. US-Medienberichten zufolge soll der Geheimdienstchef Russlands wirtschaftliche und militärische Position als geschwächt dargestellt und Moskau gedrängt haben, sich auf eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs einzulassen.

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Quelle: dpa
Über die anstehenden Verhandlungen berichtete das ZDF zuletzt in den heute-Nachrichten am 05.09.2026 ab 19 Uhr.

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