Putin empfängt Witkoff und Kushner:US-Vermittler in Moskau - danach Gespräche in Kiew geplant
Die Vermittlungsversuche der USA im Ukraine-Krieg stockten zuletzt. Nun sind Unterhändler von Präsident Trump in Moskau. Im Anschluss soll es weiter nach Kiew gehen.
US-Präsident Trump hat seine Unterhändler Witkoff und Kushner nach Moskau und Kiew geschickt. Sie sollen einen Vorschlag für ein Ende des Ukraine-Kriegs vorlegen.
05.09.2026 | 0:31 minIn Moskau hat Russlands Machthaber Wladimir Putin die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner empfangen. Die beiden sollen dort US-Präsident Donald Trump zufolge einen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Krieges unterbreiten.
Sie bringen einen Vorschlag mit, um den Krieg zu beenden.
Donald Trump, US-Präsident
"Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können", fügte Trump hinzu. Am Sonntag sollen Witkoff und Kushner erstmals als Vermittler in die ukrainische Hauptstadt Kiew reisen.
Putin lobt Einsatz der USA
Laut russischen Staatsmedien sagte Putin, er werde die Lage im Krieg aus seiner Sicht erläutern. Er übermittelte auch Trump die besten Wünsche und lobte, dass der US-Präsident sich für die Beendigung des Krieges in der Ukraine einsetze. Der Kreml-Chef erklärte zudem, dass Witkoff und Kushner inzwischen das Vertrauen der russischen Seite hätten: "Für uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel", so Putin.
Witkoff wiederum zeigte sich dankbar, "dass Sie uns heute hier empfangen". Die Treffen mit Putin gehörten für ihn zu den erinnerungswürdigsten überhaupt.
Die US-Sondergesandten Kushner und Witkoff sollen mit Russlands Präsident Putin über einen Friedensvorschlag sprechen. Die ZDF-Korrespondenten Felix Klauser und Henner Hebestreit berichten aus Moskau und Odessa.
05.09.2026 | 2:15 minPutin ordnet Feuerpause für Angriffe auf Kiew an
Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigt, die Ukraine werde während der Gespräche auf Luftangriffe verzichten. Kurz darauf dann die Info, dass Putin eine 72-stündige Unterbrechung der Angriffe auf Kiew verfügt habe. "Putin hat angeordnet, dass ab heute Mitternacht drei Tage lang keine Angriffe auf Kiew vorgenommen werden dürfen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
Seit einer Woche stehe vor allem die Lagerinfrastruktur unter Beschuss, so ZDF-Reporter Henner Hebestreit in der Ukraine. Es könne zu kurzfristigen Engpässen kommen, räume auch die Regierung ein.
03.09.2026 | 6:00 minVerhandlungen gerieten zuletzt ins Stocken
Kushner und Witkoff waren zuletzt im Januar in Moskau, wo sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin trafen. Dessen außenpolitischer Berater Juri Uschakow bezeichnete die Gespräche danach als konstruktiv, sagte jedoch: "Eine langfristige Lösung ist nicht zu erwarten, solange die Gebietsfrage nicht gelöst ist."
Moskau beharrt auf einem Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem gesamten Donbass, den Russland völkerrechtswidrig annektiert, aber nur teilweise erobert hat. Weitere Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken geraten. Das Weiße Haus konzentriert sich derzeit auf seinen Konflikt mit Iran.
Donald Trump behauptet regelmäßig, die USA hätten die Ukraine bereits mit mindestens 300 Milliarden US-Dollar unterstützt. Das wäre weit mehr als Europa zusammen.
01.03.2025 | 2:17 minTrump zu Leipziger Drohnen-Fund: Putin plant keine Angriffe auf Nato
Donald Trump äußerte sich auch zu den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig. Er hielt an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant.
"Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus.
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Ähnlich hatte sich Trump bereits Ende August geäußert, nachdem CIA-Chef John Ratcliffe überraschend zu Besuch in Moskau war. Das "Wall Street Journal" und das Magazin "Politico" berichteten zuvor, Ratcliffe habe den Kreml vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bundesregierung Russland allerdings noch nicht offiziell für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht.
Die mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne war Anfang August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.
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