Kiew: Russische Drohne schlägt in Geheimdienstzentrale ein

Selenskyj kündigt Reaktion an:Kiew: Russische Drohne trifft Geheimdienstzentrale

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Der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew ist nach ukrainischen Angaben von einer russischen Drohne getroffen worden. Selenskyj kündigte Konsequenzen an.

Zuschauer beobachten, wie ukrainische Rettungskräfte nach einem Luftangriff in Kiew am 04.09.2026 im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine daran arbeiten, einen Brand im Hauptquartier des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) zu löschen.

Nach dem Angriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes kündigt Präsident Selenskyj eine Reaktion an.

Quelle: Maryke Vermaak / AFP

Eine russische Drohne hat das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU in der Hauptstadt Kiew getroffen. "Die Drohne zielte direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien mit.

Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad die Anweisung, Russland "spiegelbildlich" auf diesen Angriff zu antworten.

Mitteilung von Präsident Selenskyj

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Kiew: Mindestens zwölf Verletzte bei Angriff auf SBU

In einem späteren Post schrieb Selenskyj nach einem Gespräch mit Poklad, dass der geografische Rahmen für die Reaktion auf die russischen Angriffe festgelegt worden sei. Der Zeitpunkt werde so gewählt, dass Ergebnisse sichergestellt seien, kündigte Selenskyj an.

Henner Hebestreit

Seit einer Woche stehe vor allem die Lagerinfrastruktur unter Beschuss, so ZDF-Reporter Henner Hebestreit in der Ukraine. Es könne zu kurzfristigen Engpässen kommen, räume auch die Regierung ein.

03.09.2026 | 6:00 min

Angaben der Stadtverwaltung zufolge gab es bei der Attacke auf die Geheimdienstzentrale mindestens zwölf Verletzte. Das Dach des Gebäudes und die Außenwand wurden demnach beschädigt. In den sozialen Netzwerken kursierende Fotos zeigten ein Einschlagloch an einer Fensteröffnung im zweiten Stock des Seitenflügels.

Auch Unesco-Welterbe bei russischem Angriff getroffen

Der SBU bestätigte in einer Mitteilung die Schäden. Diese würden nun repariert. "Und die Russen erhalten eine schmerzhafte Antwort auf ihre Angriffe - noch mehr Geheimoperationen, offengelegte Agentennetze und vernichtete Feinde", hieß es auf Telegram.

Der Drohneneinschlag hatte nach Angaben der Museumsverwaltung auch Auswirkungen auf die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Sophienkathedrale. Demnach zersplitterten in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Verwaltungsgebäude die Fensterscheiben. Andere Gebäude des Museumskomplexes seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

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Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angriff auf der Plattform X auch deshalb als eine "erhebliche Eskalation". Er forderte die Unesco zu einer Reaktion auf. Die UN-Organisation solle ihre Anstrengungen zum Schutz des gefährdeten ukrainischen Erbes erhöhen.

Gleichzeitig verwies Sybiha darauf, dass der Drohnenangriff während eines neuen Anlaufs zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen unter Vermittlung der USA erfolgte.

Wir fordern unsere internationalen Partner auf, diese Handlungen unmissverständlich zu verurteilen und den Druck auf das Putin-Regime zu erhöhen.

Andrij Sybiha, Außenminister der Ukraine

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 04.09.2026 ab 19 Uhr.

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