Angriffe auf Umspannwerke: Durchsuchung bei Tatverdächtigem

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Angriffe auf Umspannwerke:Strom-Sabotage: Unterschlupf des Tatverdächtigen durchsucht

von Gabi Probst

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Die Polizei in Nordrhein-Westfalen durchsucht laut ZDF frontal-Informationen den Unterschlupf des mutmaßlichen Saboteurs, der Anschläge auf die Stromversorgung verübt haben soll.

Zu sehen ist ein Umspannwerk, woein schlid hängt auf dem Hochspannung Lebensgefahr steht.

Nach den Anschlägen auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg fahndet die Polizei nach einem Tatverdächtigen. Der Kölner Polizei liegt ein Bekennerschreiben vor.

04.09.2026 | 1:32 min

Nach einer Serie an Angriffen auf die Stromversorgung in drei Bundesländern geht die Polizei gegen den mutmaßlichen Täter vor. Am Freitag durchsuchte die Polizei einen Unterschlupf des Verdächtigen in Nordrhein-Westfalen. Dabei handelt es sich um einen umgebauten, 2,8 Tonnen schweren Lkw, in dem der Ende Vierzigjährige wohnen soll. Von dort aus soll er auch die Sabotageakte an der Stromversorgung geplant haben.

Die Angriffe soll er am Dienstag an Umspannwerken im brandenburgischen Jänschwalde und in Bergheim in Nordrhein-Westfalen verübt haben. Sein Ziel sei es gewesen, die Stromversorgung zu kappen. Zuvor hatten Spezialkräfte der Polizei bereits ein Wohnhaus in Gevelsberg in Nordrhein-Westfalen durchsucht, fanden den Gesuchten dort aber nicht.

Schwer gerüstete Spezialkräfte bei einer Hausdurchsuchung zu den Sabotageakten an Umspannwerken am 04.09.2026 in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen.

Spezialkräfte der Polizei durchsuchen ein Haus in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen. Dort wurde der Verdächtige nicht angetroffen.

Quelle: Justin Brosch / dpa

Abschussvorrichtungen in mehreren Bundesländern gefunden

Wie ZDF frontal aus Ermittlerkreisen erfuhr, soll es sich bei dem Einzeltäter um Daniel V. handeln, der in Hagen geboren sein soll. Daniel V. soll die Anschläge per Zeitzünder ausgelöst haben. Dafür soll er Zeitschaltuhren und Kupferdrähte an den Abschussvorrichtungen befestigt haben. Wie mit den Ermittlungen Vertraute berichten, ähneln sich die Konstruktionen an den verschiedenen Tatorten.

Mit Silvesterraketen und Abschussvorrichtungen soll der Täter leitfähige Materialien auf die Stromleitungen geschleudert haben. Wegen der Sabotage am Umspannwerk Bergheim sollen sich danach mehrere Blöcke des benachbarten Kraftwerks Niederaußem automatisch abgeschaltet haben, die inzwischen aber wieder am Netz sind. Stromausfall gab es jedoch weder in Brandenburg noch in Nordrhein-Westfalen.

Sprengvorrichtung an Umspannwerk gefunden

Zwei Angriffe auf Stromanlagen in Brandenburg und NRW beschäftigen die Ermittler. Sie prüfen einen Zusammenhang und auch mögliche Verbindungen zu fremden Staaten.

03.09.2026 | 2:31 min

23 Raketen waren auf ein Umspannwerk gerichtet

Nach Informationen von ZDF frontal sollten auf das Umspannwerk in Jänschwalde 23 solcher Raketen abgefeuert werden, davon habe aber nur eine gezündet. "Zum Glück", sagt ein Polizist gegenüber ZDF frontal.

Ansonsten hätte es die Stromversorgung wie damals in Berlin lahmlegen können.

Polizist gegenüber ZDF frontal

Im Januar legten Attentäter in Berlin vier Tage lang die Stromversorgung von 45.000 Haushalten und 2.200 Betrieben mit einem Kabelbrand lahm. Offenbar prüft der Generalbundesanwalt, die Ermittlungen zu übernehmen.

 Ein Polizist mit einem Polizei-Spürhund läuft an einem Firmengelände vorbei.

In München wird ein Anschlagsversuch auf ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich vermutet. Mehrere Brandsätze wurden auf eine Baustelle vor der Konzernzentrale geworfen.

03.09.2026 | 1:29 min

Medien berichten über zwei Bekennerschreiben

Am Donnerstag berichtete die Zeitung "taz" in Berlin, dass sie ein Bekennerschreiben von Daniel V. erhalten habe, das die Ermittler inzwischen für authentisch halten. Nach übereinstimmenden Informationen weiterer Medien soll es zwei Bekennerschreiben gegeben haben. In dem ersten Bekennerschreiben, so berichtete die "taz", gibt der mutmaßliche Attentäter als Grund für die Sabotagen an, dass die "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ein Verbrechen" sei, das "unsägliches Leid nach sich ziehe".

Grafik: Angriffe auf Stromnetz in Nordrhein-Westfalen und Südbrandenburg

Grafik: Angriffe auf Stromnetz in Nordrhein-Westfalen und Südbrandenburg

Quelle: ZDF

In dem ersten Bekennerschreiben soll Daniel V. auch weitere Anschlagsorte genannt haben. Deshalb gab es auch Polizeieinsätze an Umspannwerken in Weisweiler und Eschweiler. Abschussvorrichtungen fand die Polizei unterdessen auch an einem Umspannwerk in Dormagen. Schäden sollen nicht zu verzeichnen sein, wie die "Welt" berichtete.

SGS-Sievers-Reul

Die versuchte Sabotage in einem Umspannwerk sorgt für Diskussionen über die Umsetzung des KRITIS-Dach-Gesetzes und die Rechte der Anlagen-Betreiber - Herbert Reul im Interview.

02.09.2026 | 5:38 min

LKA richtet Ermittlergruppe ein

Die Fahndung nach dem Verdächtigen läuft auf Hochtouren. Das LKA Brandenburg hat nach ZDF frontal Informationen dazu die "Besondere Aufbauorganisation" (BAO) "Blitz" gebildet. 300 Einsatzkräfte waren bisher in Brandenburg im Einsatz und suchten vor allem Beweismittel entlang der Stromleitungen. Zur Suche nach dem Täter sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag:

Wo der sich rumtreibt, wissen wir nicht. Mich würde es nicht wundern, wenn er noch in Deutschland ist.

Herbert Reul, Innenminister NRW

Wahrscheinlich handle es sich um einen Einzeltäter, so Reul. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von einer "hybriden Bedrohung" und fordert einen besseren Schutz für die kritische Infrastruktur.

Wir können vielleicht nicht jeden Anschlag verhindern. Aber wir können den Schutz unserer Infrastruktur massiv erhöhen. Die Angreifer scheren sich nicht um Zuständigkeiten. Deshalb dürfen unsere Antworten das auch nicht tun. Länder, Bund, Kommunen, aber auch Behörden und private Unternehmen müssen gemeinsam handeln.

Jan Redmann, Innenminister Brandenburg

Sprengstoff und Drohnenteile gefunden
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In Serbien fanden Ermittler Anfang April Sprengstoff in Konservendosen und Drohnenteile. Nun wird eine Verbindung zum Anschlagsversuch von Leipzig geprüft.
von Arndt Ginzel und Christian Rohde
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Über das Thema berichtete heute - in Deutschland am 04.09.2026 um 14:00 Uhr.

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