Drohnen-Fall: Zwei Verdächtige mit Russland-Bezug identifiziert

Drohnen-Vorfall in Leipzig:Zwei Verdächtige mit Russland-Bezug identifiziert

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Nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen sind zwei Verdächtige identifiziert worden. Beide haben einen Bezug zu Russland.

Spezialkräfte der Bundespolizei entfernten den Zünder des Sprengvorsatzes.

Bei den Ermittlungen zum Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen wurden zwei Tatverdächtige identifiziert. ZDF-Rechtsexpertin Sarah Tacke erläutert die Hintergründe.

02.09.2026 | 1:28 min

Im Fall des versuchten Drohnenanschlags auf den Flughafen Leipzig/Halle haben die Ermittler zwei Tatverdächtige identifiziert. Nach ZDF-Informationen handelt es sich um einen Mann aus Belarus, der einen russischen Pass besitzt und einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass. Zuvor berichteten mehrere andere Medien über die Entwicklung.

Die Verdächtigen sollen hinter dem versuchten Anschlag Anfang August stecken, bei dem eine Drohne und Sprengstoff in der Nähe ukrainischer Frachtmaschinen gefunden wurden. Die beiden sind untergetaucht.

Investigativ-Journalist Bojan Pancevski vor dem Bild einer ukrianischen Antonov

Nach dem gescheiterten Drohnen-Anschlag in Leipzig sollen zwei Verdächtige identifiziert sein. Die Bundesregierung hat bereits Strafmaßnahmen gegen Russland angekündigt. ZDFheute live analysiert.

02.09.2026 | 19:28 min

ZDF-Rechtsexpertin: Spuren führen "eindeutig nach Russland"

Die Ermittler sind den Tatverdächtigen "auf zwei unterschiedlichen Wegen auf die Spur gekommen", erklärt ZDF-Rechtsexpertin Sarah Tacke. Der aus Belarus stammender Mann mit russischem Pass habe "DNA-Spuren am Tatort hinterlassen", so Tacke. Weil seine DNA in Datenbanken aufgrund vorheriger Verbrechen registriert war, sei man durch einen Abgleich auf den Mann aufmerksam geworden. "In seinem Fall sprechen die Ermittler von einem 'Wegwerf-Agenten'".

Den zweiten Tatverdächtigen, den Russen mit lettischem Pass, hatten Ermittlungsbehörden schon zuvor beobachtet, so Tacke. Dank eines "relativ umfangreichen Bewegungsprofils" habe man registriert, dass er über den Flughafen Berlin eingereist war. Weil er jedoch bereits vor der Tat wieder ausgereist sei, gehe man davon aus, dass er eher eine "organisatorische Rolle" ausgeführt hätte. Ob es weitere mögliche Täter gebe, sei unklar.

Frohnmaier: "Bundesregierung schuldet Belege"

"Wenn sie politische Maßnahmen ableiten, dann müssen sie ganz, ganz konkrete Belege vorbringen", sagt Markus Frohnmaier (AfD) und fordert mehr Transparenz bei den Anschlagsvorwürfen gegen Russland.

03.09.2026 | 8:35 min

Bundesregierung macht Russland direkt verantwortlich

Am Dienstag hatte die Bundesregierung Russland erstmals direkt für den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig vom 4. August verantwortlich gemacht. Die Entscheidung basiere auf einer Beweiskette, die auf russische staatliche Stellen hinweise, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Als Reaktion will die Regierung unter anderem das Generalkonsulat Russlands in Bonn schließen und härter gegen die russische Schattenflotte vorgehen. Das Außenministerium in Moskau kündigte eine Reaktion auf die "antirussischen Maßnahmen" an und bestellte den deutschen Botschafter ein.

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Quelle: Reuters, ZDF
Über dieses Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 02.09.2026 um 17 Uhr und um 19 Uhr.

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