Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin festgenommen

Geheimdienstliche Agententätigkeit?:Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin festgenommen

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In Berlin hat das BKA die deutsch-ukrainische Staatsangehörige Ilona W. festnehmen lassen. Sie ist verdächtig, "für einen Geheimdienst einer fremden Macht" tätig gewesen zu sein.

Polizisten führen bei einem Probelauf mit Bodycams eine gestellte Festnahme durch

Wegen mutmaßlicher Spionage für Russland wurde in Berlin eine Frau festgenommen.

Quelle: dpa

In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden, die für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Ihrem Kontaktmann habe Ilona W. unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mit. Sie soll sich auch an frühere Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte.

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Spionage vermutet: Drei Wohnungen durchsucht

Am Mittwoch wurden ihre Wohnung und die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten im brandenburgischen Landkreis Havelland, im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler und in der bayerischen Landeshauptstadt München durchsucht. Die beiden anderen Beschuldigten sind den Angaben zufolge auf freiem Fuß.

W. wird konkret vorgeworfen, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Sie sollte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.

Einer der drei Angeklagten, der Russe Arman S. (r), sitzt im Gerichtssaal hinter den beiden anderen Angeklagten am Eröffnungstag des Prozesses gegen drei Männer, denen Spionage für Russland vorgeworfen wird. Drei Männer sollen für einen russischen Geheimdienst einen Mann im Visier gehabt haben. Ein entscheidendes Treffen soll in einem Café in Frankfurt geplant gewesen sein.

Im Dezember hat der Prozess gegen drei mutmaßliche Russland-Spione in Frankfurt am Main begonnen.

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Mutmaßliche Agentin seit zwei Jahren aktiv

Spätestens seit November 2023 habe die mutmaßliche Agentin W. Kontakt zu einem Kontaktmann in der russischen Botschaft in Berlin unterhalten, der für einen russischen Geheimdienst tätig sei.

Ihm verschaffte die Beschuldigte bei diversen Gelegenheiten unter anderem Informationen mit Bezug zu dem Krieg zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine.

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So habe sie etwa Hintergrundinformationen über Teilnehmer "hochkarätiger politischer Veranstaltungen" zusammengestellt und "Erkundigungen über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine" eingeholt. Dabei habe sie sich teils auch an ehemalige Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Verteidigungsministeriums gewandt, "mit denen sie persönlich bekannt war".

von links.: von links.: André Wüstner, Alexander Dobrindt, Maybrit Illner, Irene Mihalic,Holger Stark

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Mutmaßliche Spionin verschaffte Zugang zu politischen Veranstaltungen

Die Deutsch-Ukrainerin soll ihrem Kontaktmann aus der Botschaft zudem geholfen haben, unter Aliaspersonalien an politischen Veranstaltungen in Berlin teilzunehmen, um dort für den Geheimdienst relevante Kontakte aufzubauen.

Das Verfahren der Bundesanwaltschaft geht nach Angaben der Behörde auf Erkenntnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz und des Bundesamts für den Militärischen Abschirmdienst zurück. Polizeilich ermittelt das Bundeskriminalamt (BKA). Es waren auch BKA-Beamte, die W. am Mittwoch festnahmen.

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Quelle: AFP, dpa

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