Trotz Wahlschlappen der CDU:Merz will Arbeit fortsetzen - "Reformen müssen kommen"
Kanzler Merz hat sich zu den Wahlprognosen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern geäußert. Er verteidigte die Arbeit der Regierung und betonte: "Deutschland ist reformfähig."
Im Norden sei die CDU zerrieben worden im Zweikampf zwischen SPD und AfD, bilanziert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Rückenwind der Bundespolitik habe gefehlt.
20.09.2026 | 4:38 minBundeskanzler Friedrich Merz hat sich direkt nach den ersten Prognosen für den Ausgang der Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern öffentlich geäußert. In der CDU-Zentrale in Berlin verteidigte er die Arbeit der Regierung und betonte, an dem Reformkurs der schwarz-roten Koalition festhalten zu wollen. "Deutschland ist reformfähig", sagte er.
Merz bedauerte, dass der Ton im Miteinander in der Gesellschaft "rauer und unversöhnlicher" geworden sei. Das Vertrauen in Institutionen sinke und werde von radikalen Parteien an den Rändern weiter untergraben.
Zur Regierungsarbeit unterstrich er: "Die Reformen müssen kommen."
Ich übernehme diese Verantwortung, denn ich möchte dieses Land voranbringen.
Kanzler Friedrich Merz
Merz räumte angesichts der Wahlergebnisse ein, dass man sich in einer schwierigen Situation befinde. Er sei fest davon überzeugt, dass der Erfolg der Reformen "nicht nur unser Zusammenleben verbessert, sondern auch unser Selbstbild und unser Bild in der Welt".
Ich gehe sogar so weit und sage, diese Reformen sind das Mittel gegen das autoritäre Gift, das mit der Faszination des Autoritären immer tiefer in unsere Gesellschaft eindringt.
Kanzler Friedrich Merz
Weiter sagte er: "Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen als Parteivorsitzender der CDU und vor allem als Bundeskanzler unseres Landes."
Es ist ungewöhnlich, dass sich ein Kanzler direkt am Wahlabend äußert.
Kritik an Merz war zuletzt lauter geworden
Merz hatte für den Wahlabend das CDU-Präsidium in die Parteizentrale bestellt. Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen war die Kritik an Merz auch in der CDU immer lauter geworden. Vier Tage vor den Wahlen hatten die acht mächtigen CDU-Ministerpräsidenten dem Kanzler allerdings mit einer gemeinsamen Erklärung Rückendeckung gegeben.
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