"Bedaure Fehler ausdrücklich":Grünen-Chef Banaszak: Ermittlungen wegen Zweitwohnungsteuer
Gegen Grünen-Chef Felix Banaszak ermittelt aktuell die Staatsanwaltschaft. Er habe versehentlich seit 2022 zu wenig Zweitwohnungsteuer gezahlt. Das teilte der Politiker selbst mit.
Gegen Grünen-Chef Banaszak ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft. Banaszak gibt selbst zu, er habe vergessen, bei Umzügen Angaben zu seiner Zweitwohnung beim Finanzamt zu aktualisieren.
03.06.2026 | 0:35 minGegen den Chef der Grünen, Felix Banaszak, ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil er zu wenig Zweitwohnsitzsteuer gezahlt habe. Der Politiker hat nach eigenen Angaben nach mehreren Umzügen innerhalb der Hauptstadt vergessen, seine Angaben zur Zweitwohnung beim Finanzamt in Berlin zu aktualisieren - und damit auch seit 2022 zu wenig Zweitwohnsitzsteuer entrichtet.
Die Berliner Staatsanwaltschaft wollte sich mit Verweis auf das Steuergeheimnis nicht äußern.
Banaszak räumt Fehler ein und sichert Kooperation zu
Banaszak erklärte:
Wer öffentliche Verantwortung trägt, muss die eigenen Angelegenheiten in Ordnung halten. Das habe ich nicht ausreichend getan und bedaure diesen Fehler ausdrücklich.
Felix Banaszak, Vorsitzender der Grünen
Er kooperiere vollumfänglich bei der Klärung, so Banaszak weiter. Er habe "alle erforderlichen Angaben und Unterlagen unverzüglich" über seinen Anwalt nachgereicht.
Der Vorsitzende der Grünen sicherte zu, die ausstehenden Beträge unverzüglich nachzuzahlen, sobald die Nachforderungen festgesetzt seien.
Die sogenannte Zweitwohnungsteuer beträgt nach Angaben des Landes Berlin 15 Prozent der Nettokaltmiete für Besteuerungszeiträume ab dem Jahr 2019. Für Besteuerungszeiträume ab dem Jahr 2025 liege der Satz bei 20 Prozent der Nettokaltmiete.
„Die Senkung der Stromsteuer wäre eine schnell wirksame Maßnahme, von der Unternehmen und Beschäftigte direkt profitieren könnten“, sagt Felix Banaszak (Bündnis 90/Die Grünen) zu möglichen Erleichterungen.
13.05.2026 | 5:59 minBanaszaks Erstwohnsitz befindet sich in Duisburg
Banaszaks Erstwohnsitz liegt nach Parteiangaben in seinem Wahlkreis und Geburtsort Duisburg. Der 36-Jährige gehört seit 2021 dem Bundestag an.
Seit November 2024 teilt er sich den Vorsitz der Grünen mit Franziska Brantner. Nach Parteiangaben erfuhr Banaszak kürzlich von den Ermittlungen gegen ihn.
Für Abgeordnete gilt grundsätzlich Immunität, dies soll die Arbeitsfähigkeit des Parlaments sicherstellen. Für strafrechtliche Ermittlungen gegen Abgeordnete gilt zwar eine generelle Genehmigung, die Bundestagspräsidentin muss aber informiert werden. Eventuelle weitere rechtliche Schritte wie etwa Durchsuchungen müsste das Plenum genehmigen.