Personal der zweiten Amtszeit:Trumps Regierung: Wer schon nicht mehr dabei ist
von Torben Heine
Drei Ministerinnen und ein Sicherheitsberater: Ein Überblick, welche hochrangigen Mitarbeiter die Trump-Regierung schon wieder verlassen haben - und warum.
Lori Chavez-DeRemer (Arbeitsministerin)
US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer tritt am 20. April 2026 nach Vorwürfen des Fehlverhaltens in ihrer Behörde zurück.
Quelle: APUS-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer hat ihren Rücktritt angekündigt. Zum dritten Mal binnen weniger Wochen verlässt damit eine Ministerin das Kabinett von US-Präsident Donald Trump. Ein Überblick über die wichtigsten Personalveränderungen seit Trumps erneutem Amtsantritt im Januar 2025.
US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer hat ihren Rücktritt erklärt. Damit ist sie die dritte Ministerin, die das Trump-Kabinett innerhalb weniger Wochen verlässt.
21.04.2026 | 0:42 minDer Nationale Sicherheitsberater: Michael Waltz
Michael Waltz trifft es als ersten hochrangigen Mitarbeiter in der Trump-Regierung: Der Nationale Sicherheitsberater soll in einer nicht geschützten Chatgruppe über den Messenger "Signal" Details zur Kommunikation des US-Militärs im Jemen geteilt haben.
Zum Verhängnis wird ihm, dass der US-Journalist Jeffrey Goldberg Mitglied der Gruppe ist - wohl aus Versehen: Einem Bericht zufolge hatte Waltz den "The Atlantic"-Chefredakteur unter einem falschen Namen in seinem Telefon abgespeichert und eigentlich eine andere Person zum Chat hinzufügen wollen.
Der US-Sicherheitsberater Mike Waltz muss seinen Posten räumen. Er wird dafür verantwortlich gemacht, dass in einer nicht sicheren Chatgruppe militärische Geheimnisse geteilt worden waren.
01.05.2025 | 1:35 minTrump stärkt Waltz nach Bekanntwerden des Fauxpas' zunächst noch den Rücken, entmachtet ihn letztlich am 1. Mai 2025 aber doch. Außenminister Marco Rubio übernimmt kommissarisch und bis heute die Aufgaben des Nationalen Sicherheitsberaters. Waltz wird mit dem Posten des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen versorgt.
Die Heimatschutzministerin: Kristi Noem
Am 5. März 2026 muss erstmals eine Ministerin ihren Posten räumen: Kristi Noem war unter anderem wegen der rigorosen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE und einer millionenschweren Werbekampagne in Bedrängnis geraten. Trump zieht infolge lauter werdender Rücktrittsforderungen an Noem die Reißleine.
US‑Heimatschutzministerin Kristi Noem wurde von Präsident Trump abberufen. Nachfolger soll Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma werden. ZDF‑Korrespondentin Heike Slansky berichtet.
06.03.2026 | 1:44 minFür die Geschasste schafft der US-Präsident aber einen neuen Posten: Sie wird Sondergesandte einer neuen Sicherheitsinitiative namens "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas). Die Nachfolge als Heimatschutzminister tritt Ende März der republikanische Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma an.
Die Justizministerin: Pam Bondi
Anfang April trifft es dann Justizministerin Pam Bondi. Schon in den Monaten zuvor überschattete der Epstein-Skandal ihre Amtszeit. Auf massiven öffentlichen Druck und auf Beschluss des Kongresses machte das Justizministerium rund drei Millionen Dokumente über den Sexualstraftäter öffentlich zugänglich - wohl zum Unmut des Präsidenten, der eine öffentliche Abstrafung Bondis allerdings vermeidet. Als er die Ministerin schließlich am 2. April 2026 rauswirft, würdigt er sie noch als "großartige amerikanische Patriotin und loyale Freundin".
Nach Heimatschutzministerin Kristi Noem hat US-Präsident Donald Trump auch Justizministerin Pam Bondi entlassen. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ordnet die Entwicklungen ein.
03.04.2026 | 2:31 minEinen offiziellen Grund für die Entlassung nennt Trump nicht, später nennt er Bondi "schwach und ineffizient". Berichten zufolge soll er auch unzufrieden sein, weil Bondi ihm nicht hart genug gegen seine Kritiker vorgegangen sei. So blieb sein Wunsch nach Verfahren gegen die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und den früheren FBI-Chef James Comey unerfüllt.
An die Spitze des Justizministeriums rückt nach Bondis Entlassung ihr bisheriger Stellvertreter Todd Blanche.
Die Arbeitsministerin: Lori Chavez-DeRemer
Der aktuellste Fall ist nun Lori Chavez-DeRemer. Sie stand bereits seit Monaten unter Druck. Medienberichten zufolge werden ihr mögliche Verstöße bei der Nutzung von Haushaltsmitteln vorgeworfen. Außerdem soll sich Chavez-DeRemer im Amt unangemessen verhalten haben. Es gibt Beschwerden über ein problematisches Arbeitsklima, von einem "feindlichen Arbeitsumfeld" mit Vergeltungsmaßnahmen ist etwa in der "New York Times" die Rede.
Am 20. April 2026 gibt Chavez-DeRemer ihren Rücktritt bekannt. Sie werde einen Posten in der Privatwirtschaft übernehmen, teilt sie mit. Wer ihr in der US-Regierung nachfolgt, ist bislang nicht bekannt. Kommissarisch soll zunächst ihr Stellvertreter Keith Sonderling übernehmen.
Mit Material von Reuters, AFP und dpa.
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