Iran-USA-Verhandlungen: Treffen in Pakistan weiter offen

Streitpunkt bleibt US-Seeblockade:Gespräche zwischen Iran und USA: Treffen in Pakistan ungewiss

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Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen Iran und den USA ist offen, ob es neue Gespräche geben wird. Spannungen und gegenseitige Vorwürfe erschweren eine Wiederaufnahme.

Polizeibeamte stehen an einem Kontrollpunkt auf einer verbarrikadierten Straße Wache, um die Sicherheit vor der zweiten Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zu gewährleisten, in Islamabad, Pakistan.

Die Waffenruhe zwischen Iran und den USA endet in der Nacht auf Mittwoch. Wegen Unstimmigkeiten über die Straße von Hormus ist unklar, ob die Verhandlungen in Pakistan fortgesetzt werden.

21.04.2026 | 0:23 min

Ob die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Gespräche über den Iran-Krieg in Pakistan zustande kommen, ist weiter unklar. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf weckte in einem Beitrag auf der Plattform X zuletzt neue Zweifel an der Anreise einer Delegation seines Landes. Unter dem Eindruck von Drohungen werde Teheran keine Verhandlungen akzeptieren.

Ghalibaf warf den USA vor, von Iran praktisch eine Kapitulation zu verlangen, allerdings sei man in Teheran darauf vorbereitet, neue Mittel zu nutzen.

In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen.

Mohammed Bagher Ghalibaf, Irans Parlamentspräsident

Schaltgespräch Schindler-Leifert

Das iranische Regime fahre bei den Verhandlungen eine ziemlich aggressive Taktik, so Nahost-Experte Hans-Jakob Schindler. Die Hardliner-Fraktion hätte im Moment die Oberhand.

20.04.2026 | 4:16 min

Ghalibaf bekräftigte zudem, Teheran akzeptiere "keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen". Er hatte die iranische Delegation bei der ersten Gesprächsrunde in Pakistan angeführt.

Noch sind jedoch nach Informationen des Staatsfernsehens keine Vertreter für die Gespräche nach Pakistan geschickt worden. Weder Experten für Vorgespräche noch eine Hauptdelegation seien in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gereist, hieß es in einem Bericht.

US-Delegation offenbar vor Abreise nach Pakistan

Trump sandte zuletzt gemischte Botschaften aus, wie sich der Konflikt weiterentwickeln könnte. Er deutete an, dass er noch immer damit rechne, seine Unterhändler nach Islamabad zu schicken. Trump machte aber zugleich deutlich, dass er es nicht eilig habe, den Krieg zu beenden.

Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance vor einer Abreise Richtung Pakistan. Der lange Flug gäbe den Iranern, die einer zweiten Verhandlungsrunde offiziell noch nicht zugestimmt haben, genügend Zeit, von Teheran selbst eine Delegation zu schicken.

Pressekonferenz mit Vertreter des Iranischen Regimes

Ein iranischer Frachter, der die US-Blockade an der Straße von Hormus durchbrechen wollte, wurde vom US-Militär beschossen. Der Iran sieht das als Verstoß gegen die Waffenruhe.

20.04.2026 | 1:49 min

Zeitpunkt des Waffenruhe-Endes uneindeutig

Eine Verlängerung der Waffenruhe mit Iran bezeichnete der US-Präsident in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg als "höchst unwahrscheinlich". Doch selbst die Frage, wann genau diese ausläuft, war von Unklarheiten umgeben.

Bislang waren Beobachter von einem Auslaufen bei Erreichen der Zwei-Wochen-Frist in der Nacht zum Mittwoch ausgegangen, weil Trump die Feuerpause am 8. April nach Mitternacht (MESZ) verkündet hatte. In dem Interview sprach Trump nun von einem Auslaufen am Mittwochabend nach Washingtoner Ortszeit.

Sollten die USA und Iran keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen. Trump hatte für den Fall erneut mit zerstörerischen Angriffen gedroht. Wegen der verfahrenen Lage insbesondere in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus waren die Ölpreise zuletzt wieder deutlich gestiegen. Auch in den USA ist Tanken so teuer wie seit Jahren nicht - im Wahljahr ein heikles Thema für Trump.

Moderatorin im Schaltgespräch mit ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa

Ob es zu weiteren Verhandlungen zwischen den USA und Iran kommt, ist noch immer nicht klar – Irans Zusage zu den Gesprächen steht nach wie vor aus. Phoebe Gaa berichtet aus Islamabad.

20.04.2026 | 1:10 min

Pakistan ruft zum Dialog auf

Pakistan appellierte an die Iraner, den Dialog fortzusetzen - die Außenminister der beiden Länder telefonierten am Montag den zweiten Tag in Folge. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erhob dabei neue Vorwürfe gegen die USA, schloss neue Gespräche aber nicht explizit aus. "Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses", sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

Irans Außenamtssprecher hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Teheran gesagt, Iran habe noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Ismail Baghai wies darauf hin, dass Pakistans Armeechef Munir vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Teheran einen neuen US-Vorschlag überbracht habe. "Dieser wird derzeit geprüft", sagte der Sprecher. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant.

Quelle: AP, dpa, AFP
Über das Thema berichtet das ZDF fortlaufend, zuletzt heute Xpress am 21.04.2026 ab 09:00 Uhr, das heute journal update am 20.04.2026 um 23:55 und das heute journal um 21:45 Uhr.
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