Datenauswertung von US-Institut:Ukraine soll Dutzende Quadratkilometer zurückerobert haben
Kiews Armee hat in kürzester Zeit offenbar viel Gelände zurückgewinnen können, so die Analyse eines US-Instituts.
In Genf beginnen neue Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine unter US-Vermittlung. Indes erzielen ukrainische Truppen an der Front wieder größere Geländegewinne.
17.02.2026 | 3:26 minDie ukrainische Armee hat laut einer Datenauswertung zwischen Mittwoch und Sonntag vergangener Woche netto 63 Quadratkilometer eigenes Staatsgebiet von der russischen Armee zurückerobert. Wie am Montag aus einer AFP-Analyse von vom US-Institute for the Study of War (ISW) bereitgestellten Daten hervorging, eroberten die ukrainischen Streitkräfte in dem Zeitraum 91 Quadratkilometer von Russland besetztes ukrainisches Gebiet zurück.
Die russischen Streitkräfte eroberten 28 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet. Damit gewann die Ukraine netto 63 Quadratkilometer zurück.
Vertreter der Ukraine und Russlands treffen sich zu Friedensverhandlungen im schweizerischen Genf. Nach den Gesprächen in Abu Dhabi stehen mögliche Gebietsabtretungen im Fokus.
17.02.2026 | 0:27 minISW: Kiews Armee könnte Starlink-Blockade nutzen
Die Ukraine nutze wahrscheinlich die Blockierung des Zugangs der russischen Streitkräfte zum Satellitensystem Starlink, erklärte das ISW. Laut russischen Militärbloggern beeinträchtige die Blockade die Kommunikation und die Führung.
Russische Militärbeobachter hatten die Unterbrechung am 5. Februar festgestellt, nachdem der US-Tech-Unternehmer Elon Musk "Maßnahmen" angekündigt hatte, um der Nutzung dieser Technologie durch den Kreml ein Ende zu setzen. Laut Kiew umgingen russische Drohnen mit Hilfe von Starlink elektronische Störsysteme und konnten so ihre Ziele präzise treffen.
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Allein in der Region Saporischschja hätte Russland in 24 Stunden 655 Angriffe ausgeführt.
14.02.2026 | 0:21 minUkraine: Rückeroberungen vor allem östlich von Saporischschja
Ohne die Nutzung von Starlink wurden in der vergangenen Woche laut ISW nur am 9. Februar russische Geländegewinne an der Front verzeichnet. An den übrigen Tagen machte Kiew Boden gut. Die ukrainischen Rückeroberungen konzentrieren sich vor allem auf eine Zone etwa 80 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja, in der die russischen Truppen seit dem Sommer 2025 stark vorgerückt waren.
Mitte Februar kontrollierte Moskau 19,5 Prozent des ukrainischen Territoriums ganz oder teilweise, gegenüber 18,6 Prozent ein Jahr zuvor. Rund sieben Prozent - die Krim und ein Teil des Donbass - standen bereits vor Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 unter russischer Kontrolle.
Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Fassung dieses Beitrags hieß es unter Berufung auf eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP von vom Institute for the Study of War (ISW) bereitgestellten Daten, dass die Geländegewinne der ukrainischen Arme zwischen dem 11. und 15. Februar 201 Quadratkilometer betrugen. Inzwischen hat AFP ihre Angaben korrigiert: Die Geländegewinne betrugen demnach 91 Quadratkilometer und netto - nach Abzug russischer Gewinne in anderen Gebieten - 63 Quadratkilometer. Bei der vorherigen Berechnung seien Gebiete berücksichtigt worden, die Russland zuvor als erobert gemeldet hatte. Wir haben den Beitrag entsprechend angepasst.
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