Datenauswertung von US-Institut:Ukraine-Krieg: Größte Gelände-Rückgewinne Kiews seit 2023
Kiews Armee hat in kürzester Zeit offenbar so viel Gelände zurückgewinnen können wie seit Mitte 2023 nicht, so die Analyse eines US-Instituts.
Trotz Kriegsleiden bleiben die Kiewer unbeugsam. “Die Bereitschaft, den Russen Gebiete zu geben, die sie nicht selbst erobert haben, ist sehr niedrig ausgeprägt“, berichtet ZDF-Reporter Henner Hebestreit.
17.02.2026 | 2:49 minDie Armee der Ukraine hat einer Datenauswertung zufolge zwischen Mittwoch und Sonntag 201 Quadratkilometer eigenes Staatsgebiet von der russischen Armee zurückerobert. Seit einer Gegenoffensive im Juni 2023 hätten Kiews Truppen nicht mehr so viel Gebiet in so kurzer Zeit zurückgewonnen, wie aus einer Analyse von Daten des US-Institute for the Study of War (ISW) hervorging. Die jüngst eroberte Fläche entspricht demnach fast den Eroberungen Russlands des gesamten Monats Dezember (244 Quadratkilometer).
Vertreter der Ukraine und Russlands treffen sich zu Friedensverhandlungen im schweizerischen Genf. Nach den Gesprächen in Abu Dhabi stehen mögliche Gebietsabtretungen im Fokus.
17.02.2026 | 0:27 minISW: Kiews Armee könnte Starlink-Blockade nutzen
Die Ukraine nutze wahrscheinlich die Blockierung des Zugangs der russischen Streitkräfte zum Satellitensystem Starlink, erklärte das ISW. Laut russischen Militärbloggern beeinträchtige die Blockade die Kommunikation und die Führung.
Russische Militärbeobachter hatten die Unterbrechung am 5. Februar festgestellt, nachdem der US-Tech-Unternehmer Elon Musk "Maßnahmen" angekündigt hatte, um der Nutzung dieser Technologie durch den Kreml ein Ende zu setzen. Laut Kiew umgingen russische Drohnen mit Hilfe von Starlink elektronische Störsysteme und konnten so ihre Ziele präzise treffen.
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Allein in der Region Saporischschja hätte Russland in 24 Stunden 655 Angriffe ausgeführt.
14.02.2026 | 0:21 minUkraine: Rückeroberungen vor allem östlich von Saporischschja
Ohne die Nutzung von Starlink wurden in der vergangenen Woche laut ISW nur am 9. Februar russische Geländegewinne an der Front verzeichnet. An den übrigen Tagen machte Kiew Boden gut. Die ukrainischen Rückeroberungen konzentrieren sich vor allem auf eine Zone etwa 80 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja, in der die russischen Truppen seit dem Sommer 2025 stark vorgerückt waren.
Mitte Februar kontrollierte Moskau 19,5 Prozent des ukrainischen Territoriums ganz oder teilweise, gegenüber 18,6 Prozent ein Jahr zuvor. Rund sieben Prozent - die Krim und ein Teil des Donbass - standen bereits vor Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 unter russischer Kontrolle.
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