Trump nennt Angriffe der Ukraine auf Ölanlagen "Schande"

US-Präsident kritisiert Selenskyj:Trump: Ukrainische Angriffe auf Ölanlagen "Schande"

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US-Präsident Trump kritisiert die Ukraine wegen Angriffen auf russische Ölraffinerien. Das Vorgehen von Staatschef Selenskyj treibe die Ölpreise in die Höhe und sei eine "Schande".

Donald Trump hält eine Rede vor Mitglieder von Berufsverbänden der Polizei und Feuerwehr im Rosengarten des Weißen Hauses

US-Präsident Trump: "Ich finde es schwieriger, mit Selenskyj zu verhandeln als mit Putin." (Archivbild)

Quelle: ddp

US-Präsident Donald Trump hat die von der Ukraine wiederaufgenommenen Angriffe auf russische Ölraffinerien scharf kritisiert. In einem Interview mit dem ultrakonservativen Sender Newsmax nannte er das Vorgehen eine "Schande", da es die weltweiten Energiepreise in die Höhe treibe.

Trump: Selenskyj erweist der Welt keinen guten Dienst

Zuvor hatte die Ukraine eine Anlage des russischen Konzerns Rosneft südöstlich von Moskau attackiert. Trump sagte mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj:

Alles, was er tut, ist, den Weltölpreis in die Höhe zu treiben.

US-Präsident Donald Trump

Es gebe viele Ziele, die man angreifen könne. "Wenn man jedoch auf Dieselraffinerien schießt, in denen, wissen Sie, Diesel hergestellt wird, und wir das brauchen, und die Welt das braucht, dann erweist er der Welt keinen guten Dienst."

ukraine-eu-hilfe-abwehr-

Die Ukraine brauche "mehr Geld, um Munition kaufen zu können", so ZDF-Reporter Dara Hassanzadeh. Russische Drohnen seien schwerer abzufangen, es fehle Abwehrmunition. Die EU berät über Hilfe.

16.10.2026 | 3:09 min

Ukraine reagiert auf anhaltende russische Angriffe

Trump hatte am Sonntag überraschend eine Waffenruhe im Energiesektor zwischen Russland und der Ukraine verkündet. Daraufhin hatte Kiew die Angriffe auf russische Raffinerien ausgesetzt.

Selenskyj zeigte sich jedoch zunehmend frustriert über anhaltende russische Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur und kündigte an, nun auch wieder russische Energieanlagen angreifen zu lassen.

US-Präsident Donald Trump winkt, während er am 10.10.2026 auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington, D.C., USA, zur Residenz geht.

US-Präsident Trump hatte zuletzt auch einen Führungswechsel in der Ukraine gefordert.

11.10.2026 | 0:20 min

US-Präsident: Selenskyj "kein guter Mann für uns zum Verhandeln"

Wie schon mehrfach in der Vergangenheit erneuerte Trump im Interview mit Newsmax seine Kritik an Selenskyj mit Blick auf einen möglichen Friedensschluss. "Er ist kein guter Mann für uns zum Verhandeln", erklärte Trump. "Wenn es ein Abkommen geben sollte, dann nur ohne Selenskyj."

Er will keine Übereinkunft. Er sagt, er möchte eine Übereinkunft, aber er will keine. Nein, ich bin kein großer Fan von Selenskyj.

US-Präsident Donald Trump

Trump sagte, er glaube, dass Selenskyj und der russische Präsident Wladimir Putin ein Ende des Krieges wollten. "Aber ich finde es schwieriger, mit Selenskyj zu verhandeln als mit Putin."

Oberst Reisner vor militärischen Verlaufskarten des Ukraine-Kriegs.

Es sei möglich, dass sich Trump endgültig von der Ukraine abwendet, analysiert Militäranalyst Oberst Reisner. Schon jetzt erhöhe der US-Präsident den Druck auf die Ukraine.

15.10.2026 | 21:13 min

Selenskyj und Trump sind in den vergangenen Jahren immer wieder - auch öffentlich - aneinandergeraten. Der ukrainische Präsident ließ jüngst erkennen, dass er sich von Trump betrogen fühlt, weil dieser mit dem Kreml die Lieferung von Diesel aus Russland vereinbart hatte - statt wie andere Verbündete stärkeren Druck auf Moskau auszuüben. Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stellen, hatte Trump verkündet. Dafür sollten Sanktionen ausgesetzt werden.

"Es ist schade, dass wir einen starken Partner verlieren", sagte Selenskyj dazu im Gespräch mit dem britischen Moderator Piers Morgan.

Das Starlink-Logo auf einer Hauswand.

Für die Ukraine ist es das Rückgrat zur Verteidigung gegen Russland: Starshield. Das Satelliten-System wurde für militärische Operationen und Kommunikation entworfen. Wie die Ukraine Starshield nutzt.

15.10.2026 | 1:05 min

Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland auf USA angewiesen

Die Ukraine ist im Krieg mit Russland auf Hilfe ihrer Verbündeten und insbesondere der USA angewiesen. Dazu zählen Informationen für die Luftabwehr und das Satelliteninternet des US-Unternehmens Starlink, das zum Konzern SpaceX des schwerreichen Technikunternehmers Elon Musk zählt.

Zuletzt hatte Selenskyj ausbleibende Geheimdienstinformationen und Einschränkungen bei der Internetversorgung beklagt, die zum Scheitern von ukrainischen Drohneneinsätzen geführt haben sollen.

Der ukrainische Präsident ist heute in Brüssel, um dort mit den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder über weitere Unterstützung zu beraten.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
Liveblog
Quelle: Reuters, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, darunter ZDFheute live am 15.10.2026 ab 19:30 Uhr und heute Xpress am 11.10.2026 ab 10:00 Uhr.

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