Warum Trumps Diesel-Deal Putin politisch den Rücken stärkt

Diesel-Lieferungen:Warum Trumps Deal Putin politisch den Rücken stärkt

Porträt von Felix Klauser, ZDF-Auslandsstudioleiter Moskau

von Felix Klauser, Moskau

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Mehr Einnahmen, weniger Druck, starkes Signal: Der Diesel-Deal mit Donald Trump spielt dem Kreml in die Hände und ist für Präsident Putin wirtschaftlich und politisch ein Gewinn.

Felix Klauser

Mehrere europäische Unternehmen wurden von Russland unter Zwangsverwaltung gesetzt. Es könnten weitere, ähnliche Maßnahmen folgen, sagt ZDF-Korrespondent Felix Klauser.

08.10.2026 | 5:27 min

Donald Trumps "Diesel-Deal" ist aus Kreml-Sicht ein echter Triumph, den Wladimir Putin aus mehreren Gründen feiern kann: Erstens, weil die Diesel-Exporte dringend benötigte Einnahmen für die angeschlagene russische Staatskasse bedeuten.

Die Größenordnung dürfte zwar an die bisherigen Exporte nicht heranreichen - und die strukturellen Probleme der russischen Wirtschaft bleiben (ebenso wie ein Großteil der Sanktionen) bestehen. Dennoch: Jeder zusätzliche Rubel hilft dem Kreml.

Eine russische Ölraffinerie in Moskau. Davor Trump und Putin.

Kurz vor den Midterms macht Trump einen Deal – mit Putin. Die USA lockern ihre Sanktionen gegen Russland, damit Moskau große Mengen Diesel liefern kann. Was bedeutet das für den Ukraine-Krieg? ZDFheute live.

10.10.2026 | 29:41 min

Erster Deal mit Trump

Zweitens ist die Übereinkunft der beiden Präsidenten der langersehnte, erste große Deal Russlands mit Donald Trump. Darauf hatte Moskau seit Beginn der zweiten Amtszeit Trumps gesetzt.

Die erste große Lockerung von Sanktionen gegen Russland seit Beginn des Krieges kann der Kreml jetzt als Entscheidung mit Signalwirkung verkaufen. Ins Inland, Richtung eigener Bevölkerung und Wirtschaft - aber auch ins Ausland, in Richtung all derer, die ohnehin schon länger fordern, Sanktionen gegen Russland zu lockern.

Donald Trump, Präsident der USA, hält im Rosengarten des Weißen Hauses eine Rede anlässlich einer Veranstaltung zum Schuljahresbeginn.

Russland will nach Angaben von US-Präsident Trump große Mengen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Dies habe er mit Kremlchef Putin vereinbart.

09.10.2026 | 0:27 min

Erhöht der Deal den Druck auf die Ukraine?

Drittens sieht es so aus, als würde Trump mit diesem Deal den Druck auf die Ukraine erhöhen, von Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur abzusehen. Auch das ist offensichtlich ganz im Sinne des Kreml. Die Angriffe haben Russland wirtschaftlich getroffen und halten seit Monaten an - je eher sie aufhören, desto besser für Moskau.

Dass bis zu den Midterms Anfang November kaum eine relevante Menge russischen Diesels den Weltmarkt erreichen dürfte, stört Trump offenbar kaum. Ihm geht es um die Symbolik - und Wladimir Putin hat es einmal mehr geschafft, das für sich zu nutzen.

Felix Klauser ist Leiter des ZDF-Studios in Moskau.

Außenpolitikexperte Klemens Fischer

Der US-Präsident verfolge seine eigene Linie, analysiert Außenpolitikexperte Fischer. Mit dem Diesel-Deal signalisiere Trump, dass er für wirtschaftliche Interessen über Sanktionen hinweggeht.

10.10.2026 | 19:00 min

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, etwa in der ZDFheute live "Win-Win durch Diesel-Deal?" am 10. Oktober 2026 ab 13 Uhr oder in der heute am 10.10.2026 ab 19 Uhr.

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