US-Geschäfte mit Russland:Win-Win durch Diesel-Deal?
Kurz vor den Midterms macht Trump einen Deal – mit Putin. Die USA lockern ihre Sanktionen gegen Russland, damit Moskau große Mengen Diesel liefern kann. Was bedeutet das für den Ukraine-Krieg? – ZDFheute live.
US-Präsident Trump hat nach eigenen Angaben große Diesellieferungen mit Russland vereinbart. Der Deal solle die Preise in den USA senken, erklärte Trump auf Truth Social. Die stark gestiegenen Spritpreise setzen den US-Präsidenten vor den wichtigen Zwischenwahlen unter Druck.
Mehr als 300.000 Tonnen russischer Diesel sollen umgehend für die USA und den Weltmarkt bereitgestellt werden, weitere Millionen Tonnen könnten folgen. Dafür hat Washington die Sanktionen gegen russischen Diesel bis April 2027 vorübergehend gelockert. Damit schwächen die USA den Sanktionsdruck auf Russland, der auch die Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erschweren soll. Präsident Selenskyj verurteilte Trumps Deal auf Telegram als "Investition in den Krieg".
Was bedeutet das Abkommen für den Krieg in der Ukraine? Auf wessen Seite stehen die USA? Und können die Diesellieferungen die Preise tatsächlich senken? Darüber spricht Sara Bildau mit ZDF-Korrespondent Felix Klauser in Moskau und ZDF-Korrespondentin Isabelle Schaefers in Brüssel. Mit dabei ist Klemens Fischer, Professor für internationale Beziehungen und Geopolitik.
... ist Professor für internationale Beziehungen und Geopolitik an der Universität Köln. Er hat jahrzehntelange Erfahrung als Diplomat in der internationalen Politik und war von 1993 bis 2022 für die österreichische EU-Botschaft in Brüssel tätig. Fischer publiziert unter anderem zu europäischem und internationalem Recht, internationalen Beziehungen, Sicherheitspolitik und Lobbying.
Quelle: Austrian Institute for European and Security Policy (AIES)