Kehrtwende bei Treibhausgasen:Trump kippt Vorgabe für den Klimaschutz in den USA
Trump sägt in den USA an einer der wichtigsten Grundlagen für den Klimaschutz: Treibhausgase sollen künftig nicht mehr als gesundheitsschädlich gelten. Nun wackeln viele Maßnahmen.
Trump kippt die EPA-Feststellung von 2009, die Treibhausgase als gesundheitsschädlich einstuft. Die Gase sollen künftig nicht mehr als gesundheitsschädlich gelten.
12.02.2026 | 1:36 minDie US-Umweltbehörde unter der Regierung von Präsident Donald Trump nimmt ihre wissenschaftliche Einschätzung zu den Gefahren von Treibhausgasen zurück. "Wir heben offiziell das sogenannte Endangerment Finding auf", sagte Trump im Weißen Haus.
Beim "Endangerment Finding" handelt es sich um eine wissenschaftliche Feststellung der Umweltbehörde aus der Amtszeit von Trumps demokratischem Vorgänger Barack Obama, wonach Treibhausgase eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen.
Der Chef der Umweltbehörde EPA, Lee Zeldin, hatte bereits im Sommer vergangenen Jahres angekündigt, dass die Gefährdungsfeststellung zurückgenommen werden soll.
Die USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen und Verträgen zurück. Das gab das Weiße Haus bekannt. Grund sei die Unvereinbarkeit mit US-Interessen.
08.01.2026 | 0:20 minUSA: Gesundheit als Grundlage für Klimaschutz
Ursprünglich hatte die EPA 2009 sechs Treibhausgase auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien als Luftverschmutzung und Gefährdung der Gesundheit von Menschen eingestuft. Dies war die Grundlage dafür, dass die Umweltbehörde die Gase laut einem zentralen Luftreinhaltegesetz überhaupt regulieren darf.
Der "Clean Air Act" gibt der EPA die Befugnis, Schadstoffe in der Luft zu regulieren und Qualitätsstandards festzulegen. Das "Endangerment Finding" war damit zentral für viele Maßnahmen zum Klimaschutz in den USA.
Der Treibhauseffekt ermöglicht Leben auf der Erde. Gelangen zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre, entsteht ein gefährlicher Kreislauf und die Temperatur auf der Erde steigt.
12.11.2025 | 1:13 minForscher: Treibhausgase Hauptursache für Klimawandel
Treibhausgase gelten laut Forschung als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels. Seit dem späten 19. Jahrhundert haben die schädlichen Emissionen zu einem deutlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur geführt. Dieser wirkt sich dem Weltklimarat IPCC zufolge in allen Weltregionen aus - etwa durch häufigere und heftigere Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder Dürren.
Zuletzt kündigte Trump an, auch die Klimarahmenkonvention zu verlassen.
Quelle: AFPUm dem entgegenzuwirken, müsste der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schnell und deutlich sinken. Außerdem müssten große Mengen bereits ausgestoßener Gase wieder aus der Atmosphäre entfernt werden. Die Regierung der USA kürzt seit Trumps Amtsantritt allerdings rigoros Mittel für Klimaschutz und Forschung - etwa zum Thema globale Erwärmung.
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