Nach Absichtserklärung von Iran und USA :Europäer bereit für Mission in der Straße von Hormus
Nach der Absichtserklärung zwischen den USA und Iran erklären Merz, Macron, Starmer und Meloni ihre Bereitschaft, die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu sichern.
Nach der Absichtserklärung zwischen Iran und USA kündigte Macron Gespräche über die Zukunft der Straße von Hormus bei G7-Gipfel ab Montag an.
Quelle: dpaDeutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sind infolge der Einigung zwischen den USA und Iran "entschlossen", die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen.
Das umfasse auch "eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen", erklärten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Die dringliche Wiederöffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Freiheit der Schifffahrt ist unerlässlich.
Gemeinsame Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien
Die vier Staaten seien "entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, im Einklang mit unseren jeweiligen verfassungsrechtlichen Bestimmungen". Mit der Absichtserklärung öffne sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren.
Unstimmigkeiten in der iranischen Regierung seien selten so offen zu Tage getreten. Nach neuen israelischen Angriffen im Libanon drohe Iran mit Vergeltung, so Phoebe Gaa.
14.06.2026 | 1:21 minEuropäer stellen Lockerung von Sanktionen in Aussicht
Deutschland und andere europäische Partner hatten schon vor der Ankündigung der Einigung mit Iran ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer Unterstützung der sicheren Öffnung der Meerenge von Hormus nach einem Ende aller Kampfhandlungen signalisiert.
Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen, bekräftigten die Staats- und Regierungschefs. Sie mahnten daher auch, es sei entscheidend, nach der Absichtserklärung mit Teheran "die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschließen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen".
Die vier Staaten stellten in Aussicht, später "entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt".
US-Präsident Trump hat die erst wenige Stunden zuvor von ihm selbst angekündigten Militärschläge gegen Iran wieder abgesagt. Grund seien weit fortgeschrittene Verhandlungen.
12.06.2026 | 1:36 minMacron: G7-Staaten beraten zur Straße von Hormus
Macron kündigte zudem für den G7-Gipfel im französischen Evian ab Montag Gespräche über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus angekündigt.
"Ziel wird es sein, die Folgen dieses Abkommens zu beleuchten, die Unterstützung für den Libanon, die dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und selbstverständlich den Abschluss eines Abkommens über das Atom- und das Raketenprogramm in Iran", sagte Macron am Sonntagabend in einer im Onlinedienst Instagram veröffentlichten Videobotschaft.
Die Staats- und Regierungschefs der sieben G7-Mitgliedstaaten starten am Montag in Evian ein dreitägiges Gipfeltreffen. Die Folgen der Einigung im Iran-Krieg sollen Macron zufolge auch am Dienstag in Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zur Sprache kommen.
"Wir werden uns auch die Wege und Mittel ansehen, die Energierouten aus der Region zu diversifizieren, um aus unserer Abhängigkeit herauszukommen", sagte der französische Präsident.
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