Unterzeichnung für Freitag geplant:USA und Iran einigen sich auf Absichtserklärung
Die USA und Iran haben sich auf eine Absichtserklärung geeinigt. Laut Donald Trump gibt es einen "Deal" für die US-Seeblockade und die Straße von Hormus.
US-Präsident Trump hat eine Einigung auf ein Abkommen mit Iran verkündet. Iran bestätigt das, spricht aber nur von einer "Absichtserklärung". (Archivfoto)
Quelle: APDie USA und Iran haben sich auf eine Absichtserklärung zur Beendigung ihres Krieges verständigt. "Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen", schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Herzlichen Glückwunsch an alle! Hiermit genehmige ich die vollständige Freigabe der Straße von Hormus und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der Seeblockade durch die US-Marine an. Schiffe der Welt, startet eure Motoren."
Der stellvertretende iranische Außenminister bestätigte die Einigung, sprach aber lediglich von einer "Absichtserklärung".
Offizielle Unterzeichnung am Freitag
Zuvor hatte auch der Vermittlerstaat Pakistan mitgeteilt, dass ein Abkommen erzielt worden sei. Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif schrieb auf der Plattform X: "Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde." Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll demnach am Freitag in der Schweiz stattfinden.
Zu den Inhalten der Übereinkunft wurden zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. Die Absichtserklärung ist allerdings nur ein Zwischenschritt, wenn auch ein wichtiger - weitere wichtige Vereinbarungen in dem Konflikt zwischen den beiden Ländern, etwa zum Atomstreit, sollen im Detail während weiterer Gespräche ausgehandelt werden.
Unstimmigkeiten in der iranischen Regierung seien selten so offen zu Tage getreten. Nach neuen israelischen Angriffen im Libanon drohe Iran mit Vergeltung, so Phoebe Gaa.
14.06.2026 | 1:21 minIsrael und Hisbollah gefährden Deal mit Angriffen
In den vergangenen Stunden stand der Deal abermals auf der Kippe. Auslöser dafür waren erneute gegenseitige Angriffe im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Einer Hisbollah-Attacke auf den Norden Israels folgte am Sonntagmittag ein Gegenangriff Israels bei Beirut. Trump ermahnte daraufhin Israel und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf.
Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, "insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind", schrieb der Republikaner, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte. Eigentlich sind die USA und Israel enge Verbündete. Beide Länder hatten gemeinsam am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Seit April gilt formal eine Waffenruhe - dennoch kam es mehrfach zu gegenseitigen Angriffen.
Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut die mögliche Einigung auf eine Absichtserklärung mit den USA infrage gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - drohten Israel mit Gegenangriffen. Die israelische Armee teilte am späten Nachmittag mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein.
Es gäbe Signale aus dem Iran, dass man auf einem guten Weg zu einem Friedensdeal sei. Iran würde sich aber über den Zeitpunkt ausschweigen, so Iran-Korrespondentin Phoebe Gaa.
13.06.2026 | 1:13 minAbsichtserklärung als Ausgangspunkt für vertiefte Gespräche
Die Absichtserklärung soll Ausgangspunkt sein für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran. Neben der Öffnung der Straße von Hormus soll die Vereinbarung Berichten zufolge die - fragile und mehrfach gebrochene - Waffenruhe um 60 Tage verlängern und Startpunkt für Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sein.
Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen Iran auch immer wieder damit begründet, dass der Erzfeind des jüdischen Staats nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürften. Ob es in den geplanten Folgeverhandlungen nach der Absichtserklärung tatsächlich zu einer Einigung über das umstrittene iranische Atomprogramm kommt, ist fraglich.
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