Abu Dhabi: Erste Runde von Ukraine-Friedensgesprächen in beendet

Russland, Ukraine und USA:Erste Runde von Friedensgesprächen in Abu Dhabi beendet

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Die erste Runde der Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Abu Dhabi ist beendet. Von einem Durchbruch scheinen die Parteien noch entfernt. Morgen geht es weiter.

Delegationen aus der Ukraine, Russland und den USA reisten nach Abu Dhabi, um Gespräche zu führen – einen Tag nachdem der US-Präsident seinen ukrainischen Amtskollegen getroffen hatte.

Vertreter Russlands, der USA und der Ukraine trafen sich heute in Abu Dhabi zu Gesprächen.

23.01.2026 | 1:48 min

Russland und die Ukraine haben die erste Runde ihrer direkten Friedensgespräche seit Langem am späten Abend in Abu Dhabi beendet. "Das Treffen war den Bedingungen für die Beendigung des russischen Krieges und der weiteren Logik des Verhandlungsprozesses gewidmet, mit dem Ziel, einen würdigen und dauerhaften Frieden zu erreichen", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am späten Abend mit.

Details nannte Umjerow nicht. Das Weiße Haus erklärte, die Gespräche seien produktiv gewesen. Die Verhandlungen sollen an diesem Samstag fortgesetzt werden: Laut dem Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate sollten sie noch zwei Tage dauern.

Schaltgespräch Coerper

Die Verhandlungen zwischen USA, Ukraine und Russland drehten sich vor allem um Sicherheitsgarantien und die Zukunft des Donbass, berichtet Russland-Korrespondent Armin Coerper.

23.01.2026 | 1:33 min

USA, Ukraine und Russland an einem Tisch

Der ukrainischen Delegation gehörten laut Umjerow auch Präsidialkanzleichef Kyrylo Budanow, der Fraktionsvorsitzende der Präsidentenpartei im Parlament, David Arachamija, sowie Vize-Außenminister Serhij Kyslyzja an.

Von Seiten der USA waren unter anderem der Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der fürs Heer zuständige Staatssekretär Daniel Driscoll dabei. Die russische Verhandlungsdelegation wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, angeführt.

Ein vom Präsidialgericht der VAE veröffentlichtes Foto zeigt den Präsidenten der VAE, Mohamed bin Zayed Al Nahyan (2. von rechts), bei einem Treffen mit Jared Kushner (links), Igor Kostyukov, Chef der Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte (2. von links), und Rustem Umerov, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine (rechts), während der von den VAE ausgerichteten trilateralen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und der Ukraine im Al Shati Palast in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, am 23. Januar 2026.

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate empfängt Vertreter der Ukraine und von Russland in Abu Dhabi.

Quelle: UAE Presidential Court

An diesem Samstag werden nach seiner Darstellung von ukrainischer Seite Generalstabschef Andrij Hnatow und der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes, Generalleutnant Wadym Skibizkyj, bei den Verhandlungen hinzustoßen. "Wir sind bereit, je nach Verlauf des Dialogs in verschiedenen Formaten zu arbeiten", sagte Umjerow.

Russisches Grenzgebiet

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23.01.2026 | 2:31 min

Selenskyj: Zu früh für Schlussfolgerungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, seine Delegation berichte ihm nahezu stündlich über den Stand der Dinge. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen über den Inhalt der Verhandlungen zu ziehen. "Wir werden sehen, wie die Gespräche morgen verlaufen und was die Ergebnisse sein werden", sagte er.

Es geht nicht nur um den Wunsch der Ukraine, diesen Krieg zu beenden und volle Sicherheit zu erlangen - es geht auch darum, dass Russland irgendwie einen ähnlichen Wunsch entwickelt.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Stromausfälle: Wettlauf gegen den Blackout

Techniker der ukrainischen Stromversorger kommen mit Reparaturen nach russischen Angriffen auf Infrastruktur kaum noch hinterher. Der Dauereinsatz bei Eiseskälte hinterläßt Spuren.

23.01.2026 | 2:33 min

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Russland beharre auf einem Rückzug der ukrainischen Truppen aus dem gesamten Donbass, den Russland völkerrechtswidrig annektiert, aber nur teilweise erobert hat. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, es sei auch um mögliche Pufferzonen und Kontrollmaßnahmen gegangen.

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Quelle: dpa, AP
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 23.01.2026 ab 19:00 Uhr.

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