Kölner Dom: Touristen müssen bald für Eintritt zahlen

Ab der zweiten Jahreshälfte:Touristen müssen für Kölner Dom bald Eintrittsgeld zahlen

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Der Kölner Dom führt ab der zweiten Jahreshälfte ein Eintrittsgeld für Touristen ein. Grund seien die gestiegenen Kosten, teilte das Domkapitel mit.

Im Nebel verschwinden die Türme des Kölner Dom.

Der Kölner Dom soll für die Touristen künftig Eintritt kosten. Damit will das Domkapitel steigende Ausgaben für Pflege, Sicherheit und Betrieb decken. Die Höhe der Gebühr steht noch nicht fest.

05.03.2026 | 0:29 min

Der Kölner Dom wird Touristen in Zukunft Eintritt kosten. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, wie das Domkapitel auf einer Pressekonferenz mitteilte. Die Gebühr soll ab der zweiten Jahreshälfte erhoben werden und gilt für den großen Innenraum des Doms.

Kölner Dom: Gottesdienst soll kostenfrei bleiben

Für Gottesdienstbesucher und Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins bleibt der Dom demnach kostenfrei. Ebenso gratis soll der Zugang zu Opferlichtern und zum stillen Gebet in bestimmten Bereichen bleiben.

Touristen machen Dompropst Guido Assmann zufolge jedoch etwa 99 Prozent der Dom-Besucher aus. Wie hoch die sogenannte "Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher" sein wird und wie Kontrollen ablaufen, wollte das Domkapitel noch nicht mitteilen.

Dom

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Domkapitel machte Verluste

Eine Klausurtagung Anfang der Woche habe sich mit der Entwicklung der Wirtschaftslage des Doms befasst und ergeben, dass die gestiegenen Kosten ohne den Eintritt nicht mehr zu stemmen seien. In den kommenden Wochen soll eine Planungsphase weitere Details klären.

Zuvor war der große Innenraum des Doms stets kostenlos, Eintritt wurde aber bereits für die Schatzkammer oder auch den Aufstieg zur Aussichtsplattform verlangt.

Den Kölner Dom besuchen jährlich rund sechs Millionen Menschen aus der ganzen Welt. Damit ist er Deutschlands bekannteste Kirche. Die Kathedrale gibt seit 2019 jedoch immer wieder mehr Geld aus, als sie einnimmt. Über viele Jahre hätte man das noch mit Rücklagen auffangen können. Domrendant Clemens van de Ven erklärte:

Wir sind in die Situation gekommen, dass die Reserven des Kölner Doms auf absehbare Zeit aufgebraucht sind.

Clemens van de Ven, Domrendant

Weitere Kostensteigerungen etwa für Löhne und aufgrund der Inflation seien absehbar. Die Zuwendungen blieben jedoch gleich.

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Höhe von Eintrittsgeld noch unklar

"Wir müssen unsere eigene Einnahmenseite steigern", sagte Dompropst Assmann. Nun werde ein Konzept für die praktische Umsetzung entwickelt. Auch die Höhe der künftigen Gebühr stehe noch nicht fest.

In Deutschland sind die meisten Kirchen frei zugänglich. Eine Ausnahme bildet zum Beispiel der evangelische Berliner Dom. Allerdings kosten zum Beispiel Turmbesteigungen und Kirchenschatz-Ausstellungen auch hierzulande häufig Eintritt. Im Ausland sind Zugangsgelder für Kirchen üblicher. Die Sagrada Família in Barcelona etwa kostet 26 Euro, der Stephansdom in Wien 29 Euro.

Quelle: dpa, KNA
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 05.03.2026 um 15:33 Uhr.

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