Update am Morgen:Weltstimme gesucht: Nachfolge für UN-Generalsekretär Guterres
von Peter Kunz
Guten Morgen,
und schon wieder Wahlen vor der Tür. Nicht nur in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird im September gewählt, auch die ganze Welt wählt mal wieder: einen neuen UN-Generalsekretär. Ja, den gibt es noch. Oder bald sogar zum ersten Mal eine Generalsekretärin. Jedenfalls endet die Amtszeit von UN-Generalsekretär António Guterres am 31. Dezember. Und heute findet im UN-Sicherheitsrat die zweite von fünf Probeabstimmungen für seine Nachfolge statt.
Darum geht es bei der Wahl des UN-Generalsekretärs - hier im Video:
ZDF-Morgenmagazin vom 24.07.2026
24.07.2026 | 2:41 minEigentlich wäre turnusmäßig ein(e) Kandidat(in) aus Lateinamerika am Zug, und der Amtierende würde wohl auch gern eine Frau als Nachfolgerin sehen. Aber bei einem Sicherheitsrat, in dem die großen Hofhunde der Weltgesellschaft sitzen, weiß man ja nie. In diesen wilden Zeiten schon gar nicht. Bei der UN-Generalsekretär-Auswahl haben die ständigen Mitglieder Vetorecht. Also können sich Russland, China und die USA gut gegenseitig in die Suppe spucken. Wenn ihnen der höchste UN-Repräsentant überhaupt noch wichtig genug ist.
Früher waren UN-Generalsekretäre wer. Und für diplomatisch waghalsigere Aktionen oder militärisches Eingreifen hat man sich zumindest pro forma die Billigung der Weltgemeinschaft gesichert. Man wollte auf dem diplomatischen Parkett ungern als Paria abgestempelt werden. Seit die über Jahrzehnte mühsam etablierte, regelbasierte Ordnung in der Welt aber einen rasanten Sittenverfall erlebt, ist das manchem mächtigen Staatenlenker einfach egal. Donald Trump hat die amerikanische UN-Finanzierung so zusammengestrichen, dass die Vereinten Nationen tatsächlich in diesem Sommer kurz vor der finanziellen Pleite stehen.
Echte belastbare Macht hatte die Spitze der Vereinten Nationen nie. Aber sie besaß eine wichtige Stimme im internationalen Konzert, solange die UN als globaler Player respektiert waren.
Träumen wir heute doch ein bisschen in den Tag: Von einer starken UN-Generalsekretärin, die den Egotrippern in Washington, Moskau und Peking im Sinne von Weltgemeinschaft wenigstens die Leviten liest. Nach der ersten Probeabstimmung lag die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan vorn. Wer das ist? Vielleicht lernen wir die bisherige Leiterin der UN-Handelskonferenz nach der finalen Abstimmung dann mal richtig kennen.
Einen schönen, weltumarmenden Tag wünscht Ihnen
Peter Kunz, Leiter des ZDF-Landesstudios Niedersachsen
Was im Nahen Osten passiert ist
Europäer nennen Siedlungspläne Israels im Westjordanland inakzeptabel: Deutschland fordert zusammen mit europäischen Partnern Israel auf, seine neuen Siedlungspläne für das Westjordanland zurückzunehmen. Die Siedlungen seien völkerrechtswidrig.
US-Regierung genehmigt Verkauf von Tankflugzeugen an Katar: Das US-Außenministerium teilt mit, es habe grünes Licht für den Verkauf der vier Maschinen des Typs KC-46A an das Golfemirat gegeben. Der Rüstungsdeal im Umfang von 4,5 Milliarden Dollar umfasse weitere militärische Geräte sowie Ausbildungs- und Logistikleistungen.
Pentagon: 757 US-Soldaten im Iran-Krieg verwundet: Mehr als 580 von ihnen gehören nach Angaben des Pentagons zum US-Heer. Unter den Verletzten sind außerdem 86 Angehörige der US-Marine, 64 der US-Luftwaffe und 19 Marineinfanteristen.
Trump droht mit dem "ökonomischen D-Day" - doch was folgt? Trump droht Iran mit neuen Wirtschaftssanktionen. Zum Einlenken brächten sie das Regime in Teheran wohl kaum, meinen Experten - und sehen einen Präsidenten auf Kurssuche.
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Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Selenskyj: Brauchen "Raketen für Patriots": Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach massiven russischen Luftangriffen erneut auf den Mangel an Flugabwehrraketen hingewiesen und an die Partner seines Landes appelliert. "Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen", sagt er in einer abendlichen Videoansprache.
Zwei Tote bei ukrainischem Angriff auf Krim: Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilt der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten.
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Die Ukraine ist weiter schutzlos gegen Russlands ballistische Raketen. Gleichzeitig rüstet Putin an der Grenze mit neuen Drohnen-Abschussrampen auf. Was Kiew jetzt droht, analysiert ZDFheute live:
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Sportlich in den Tag
Los geht's mit dem DFB-Pokal! Heute Abend treffen Hansa Rostock und der VfB Stuttgart (ZDF, 20:45 Uhr) in der ersten Runde aufeinander. Doch der Pokal hat seine eigenen Gesetze. So hat es schon den einen oder anderen Favoritensturz gegeben. Wir schauen mal, wen es diesmal erwischen könnte.
Zuvor schon rollt der Ball in der Frauen-Bundesliga, Union Berlin empfängt im Auftaktspiel den großen Favoriten FC Bayern (18:20 Uhr, live im ZDF). Doch es stellt sich die Frage, wie konkurrenzfähig eigentlich die Liga ist. Wir haben die Lage vor dem Saisonstart analysiert
Nicht nur die Fußballwelt hat diese Woche die Erkrankung von Jamal Musiala beschäftigt. Nach zwei Zusammenbrüchen auf dem Feld hatte der FC-Bayern-Star dies mit "Absencen" begründet. Dabei handelt es sich um eine Form epileptischer Anfälle. Skisprung-Weltmeister Severin Freund spricht im Interview über seine eigene Erkrankung, die Risiken im Leistungssport und den Umgang mit der Diagnose.
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So wird das Wetter heute
Am Freitag gibt es in der Westhälfte Schauer und Gewitter. Im Südosten wird es zum Teil länger und kräftig regnen und gewittern. Es besteht Unwettergefahr! Sonst bleibt es mit etwas Sonne meist trocken. Die Temperatur steigt auf Werte von 17 bis 26 Grad.
Quelle: ZDF
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