Wirtschaftsverbände und Großkonzerne fordern Reformen

Bundesregierung soll agieren:Wirtschaftsverbände und Großkonzerne fordern Reformen

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Unternehmen in Deutschland stünden unter "erheblichen Druck", schreiben Wirtschaftsverbände und Großkonzerne an die Bundesregierung. Der Ruf nach Reformen wird lauter.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

Seit Jahren steht der Wirtschaftsstandort Deutschland unter Druck. Die schwarz-rote Koalition hatte Reformen und Aufschwung angekündigt. Was ist noch davon geblieben?

19.04.2026 | 1:57 min

Wirtschaftsverbände und Großkonzerne wie BMW und Siemens haben die Bundesregierung in einem gemeinsamen Schreiben zu schnellen Reformen aufgefordert. "Schleunigst und ohne irgendwelche Abstriche" müssten angekündigte oder im Koalitionsvertrag festgehaltene Reformvorhaben umgesetzt werden, heißt es in dem Schreiben von Verbänden und Unternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg, aus dem die Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben) zitiert.

Wegen hoher Energiekosten und sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stünden Unternehmen in Deutschland unter "erheblichen Druck", heißt es in dem Schreiben.

Gerade in dieser Lage entscheidet die konkrete Ausgestaltung sozial- und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen darüber, ob Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, Arbeitsplätze halten und Investitionen an unseren Standorten tätigen können.

Schreiben von Verbänden und Unternehmen aus Bayern und Baden-Württemberg

Mit der Reform der Einkommenssteuer will die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft stärken.

Die schwarz-rote Koalition hat ihre Reformpläne vorgestellt. An den Plänen gibt es teils heftige Kritik – etwa aus der Linken und von Verbänden.

02.07.2026 | 2:32 min

Schreiben an Merz, Bas und Reiche adressiert

Zu den Unterzeichnern gehören den Angaben zufolge unter anderem die Konzerne Audi, BMW, ZF, Mercedes-Benz, Porsche, Siemens und Eberspächer. Auch die Verbandsspitzen der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber sowie ihres baden-württembergischen Pendants Südwestmetall haben sich angeschlossen.

Empfänger des Schreibens sind neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) sowie die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien.

Reichen die Reformpläne aus? Die Meinungen gehen weit auseinander. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann berichtet.

Mit dem Reformpaket will die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft stärken. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann mit einer Einordnung.

02.07.2026 | 1:08 min

Kritik der Unterzeichner

In dem Brief wird unter anderem gefordert, die Beitragsbelastung in der Sozialversicherung nachhaltig zu reduzieren. Diese liege mit über 42 Prozent derzeit auf einem Höchststand. Es sei "inakzeptabel, dass die Beitragsbelastung für Teile der Wirtschaft und der Versicherten trotz stabiler Beitragssätze steigt, weil die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben werden", kritisieren die Unterzeichner.

Spitzengespraech der Deutschen Wirtschaft / Internationale Handwerksmesse IHM 2026 in Muenchen

Die deutsche Wirtschaft hat die Bundesregierung zu mehr Mut bei Reformen aufgefordert. Die Spitzenverbände warnen: Nach Jahren ohne Wachstum stehe der Standort vor einem Kipppunkt.

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Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 21.08.2026 ab 5:30 Uhr.

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