Update am Abend:Trauriger Jahrestag in Kiew und eine wichtige China-Reise
von Carsten Hauptmeier
Guten Abend,
auch vier Jahre nach dem Überfall Russlands ist ein Ende des Ukraine-Kriegs nicht in Sicht. Am Jahrestag des Kriegsbeginns sichern die EU-Spitzen und auch Deutschland Unterstützung zu, doch in Kiew herrscht wenig Hoffnung. Einfluss auf Russland könnte China nehmen, wo Kanzler Merz am Mittwoch erwartet wird. In Deutschland ruhen viele Hoffnungen der Katholiken seit heute auf dem Hildesheimer Bischof Wilmer, dem neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz.
Vier Jahre Ukraine-Krieg: Appelle und große Sorgen in Kiew
- Das ist passiert: Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben die Spitzen der Europäischen Union dem Land weitere Unterstützung zugesichert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa nahmen in Kiew an einer Gedenkzeremonie teil. Bundeskanzler Friedrich Merz beschwor den Zusammenhalt Europas.
- Das ist der Hintergrund: Am 24. Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine. Zehntausende Menschen wurden seither getötet, Millionen flohen. Unter Vermittlung der USA laufen zwar Verhandlungen, ein Ende des Krieges ist aber nicht in Sicht.
- Das sagt ZDF-Sonderkorrespondentin Katrin Eigendorf: "Ich erlebe die Bevölkerung am Limit", berichtet Eigendorf aus Kiew. Die Hoffnung auf ein Ende des Krieges in diesem Jahr sei bei den Menschen am "Nullpunkt". Die Blockade eines Darlehens der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro durch Ungarn bezeichnete sie als "Drama" für die Ukraine. Es sei die wichtigste Finanzhilfe für die nächsten Jahre.
ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf berichtete in der Sendung "Volle Kanne" aus Kiew.
24.02.2026 | 6:36 minKanzler Merz reist nach China
- Das steht an: Bundeskanzler Merz bricht zu seiner ersten China-Reise auf. Am Mittwoch wird er in Peking Staatspräsident Xi Jinping treffen. Es geht um wirtschaftliche Zusammenarbeit, aber vermutlich auch um den Ukraine-Krieg.
- Das ist der Hintergrund: Wirtschaftlich wird unter anderem der Handelsstreit um Seltene Erden wichtig sein. Merz wird auch von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, schließlich ist China der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Politisch dürfte der Ukraine-Krieg ein wichtiges Thema sein. China gilt als wichtigster Verbündeter Russlands.
- Das schreibt Diana Zimmermann, Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios: Merz werde so gut vorbereitet sein, "wie wohl noch auf keiner seiner Auslandsreisen". Nichts solle dem Zufall überlassen werden. "Die Herausforderungen sind groß, die Lage ist komplex."
Über das Thema berichtete ZDFheute am 24.02.2026
24.02.2026 | 6:40 min
Deutsche Bischofskonferenz hat einen neuen Vorsitzenden
- Das ist passiert: Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Die katholischen Bischöfe bestimmten den 64-Jährigen bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Würzburg zum Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.
- Das ist der Hintergrund: Wilmer gilt zwischen Konservativen und Reformern als Vermittler, der auf Beteiligung und Dialog setzt. Er zählt auch zu den Unterstützern des innerkirchlichen Reformprozesses, dem sogenannten Synodalen Weg.
- Das sind erste Reaktionen: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) würdigte die Wahl von Wilmer als positives Zeichen für innerkirchliche Zusammenarbeit und Veränderungen. Die Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, sprach im ZDF von einem Signal, "dass der Weg der Reformen miteinander weitergehen kann".
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Mittagsmagazin von ARD und ZDF.
24.02.2026 | 2:09 minSchlagzeilen
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24.02.2026 | 8:46 min
Sportlich in den Abend
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Ratgeber: Wie gefährlich sind Zysten in der Niere?
Zystennieren sind häufig Ursache für Nierenversagen. Die Zysten wachsen oft über Jahre unbemerkt und zerstören das Organ. Betroffenen bleibt dann nur Dialyse oder Transplantation.
Über dieses Thema berichtete die Sendung "Volle Kanne" am 24.02.2026.
24.02.2026 | 5:09 minStreaming-Tipp für den Abend
Am vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine gibt die Doku-Serie "Putins Agenten" Einblicke ins Innere der russischen Geheimdienste. Ex-Agenten berichten exklusiv aus einer bedrohlichen Welt. Sehen Sie die erste Folge "Der Offizier":
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