Details zu Militäreinsatz veröffentlicht:Mexiko: Wie Drogenboss "El Mencho" gefasst wurde
Das mexikanische Militär hat erste Einblicke dazu gegeben, wie der mächtige mexikanische Drogenboss "El Mencho" gefasst worden ist. Welche Details zum Einsatz nun bekannt wurden.
Die Unruhen in Mexiko wegen der Tötung des Drogenbosses "El Mencho" haben mindestens 70 Todesopfer gefordert. In 20 von 32 Bundesstaaten kam es zu Gewaltausbrüchen.
24.02.2026 | 0:27 minBei dem Militäreinsatz gegen den mächtigsten Drogenboss Mexikos spielen eine Frau, eine Hütte am Waldrand und eine Flucht ins Gebüsch eine wichtige Rolle. Nach der Tötung von Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho" gewährte das Militär bereits am Montag - einen Tag nach dem Schlag - detaillierte Einblicke in sein Vorgehen.
Mit Hilfe von Geheimdienstinformationen der USA und eigener Überwachung war es dem mexikanischen Militär gelungen, den Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) aufzuspüren. An dem Einsatz waren nach Angaben von Präsidentin Claudia Sheinbaum ausschließlich mexikanische Sicherheitskräfte beteiligt.
Der Tod des berüchtigten Kartellchefs "El Mencho" hat eine neue Gewaltspirale ausgelöst. In mehreren Bundesländern brennen Fahrzeuge und Geschäfte. Es gibt mindestens 74 Tote.
23.02.2026 | 2:30 minSchwere Gefechte zwischen Militär und Leibwächtern von "El Mencho"
Bei den Ermittlungen wurde laut Verteidigungsminister Ricardo Trevilla zunächst ein Mann als Vertrauensperson einer Geliebten von "El Mencho" identifiziert. Zwei Tage vor dem Militäreinsatz brachte der Mann die Frau zu dem Drogenboss in einen Hüttenkomplex am Wald nahe Tapalpa im Bundesstaat Jalisco. Die Frau verließ den Ort am nächsten Tag. "El Mencho" blieb in der Hütte.
Als das Militär ihn schließlich festnehmen wollte, leisteten die schwer bewaffneten Leibwächter des Drogenbosses erbitterten Widerstand und es kam zu heftigen Kämpfen. Mit seinem engsten Kreis an Gefolgsleuten floh "El Mencho" schließlich in den Wald.
In Mexiko ist nach dem Tod eines mutmaßlichen Kartellchefs die Gewalt eskaliert. Warum führt der Vorfall zu einem derart massiven Gewaltausbruch? Gewaltforscher Jonas von Hoffmann im Gespräch.
24.02.2026 | 6:13 minEr habe sich im Gebüsch versteckt, sagte Trevilla. Dort sei es wieder zu einer Schießerei gekommen. Ein Militärhubschrauber sei von Schüssen getroffen worden.
Der Tod des berüchtigten Kartellchefs "El Mencho" hat eine Welle der Gewalt ausgelöst. Mindestens 74 Menschen kamen ums Leben. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ordnet ein.
23.02.2026 | 2:15 minMexiko: Viele Soldaten bei Drogenboss-Einsatz getötet
Bei den Gefechten wurden den Angaben zufolge "El Mencho" und zwei seiner Leibwächter schwer verletzt. Ein Helikopter sollte sie in eine Klinik in Jalisco bringen. Auf dem Weg erlag der Drogenboss allerdings seinen Verletzungen. Der Plan wurde daraufhin geändert, wie Trevilla sagte.
Das Militär flog den toten Drogenboss nun nach Morelia im Bundesstaat Michoacán. Dort wartete ein Jagdflugzeug der Luftwaffe, das die Leiche schließlich nach Mexiko-Stadt transportierte.
Das ganze Ausmaß aus der Luft zu sehen war sehr beängstigend und erschreckend, schildert Tourist Simon Georg Herrmann, der die Anfänge der Unruhen vom Flughafen aus erlebte.
23.02.2026 | 6:49 minTrevilla kämpft bei Pressekonferenz mit den Tränen
Angesichts der hohen Zahl der getöteten Soldaten brach General Trevilla bei der Pressekonferenz in Tränen aus. Mindestens 25 Angehörige der Nationalgarde kamen bei Angriffen von Bandenmitgliedern nach der Festnahme des Drogenbosses ums Leben.
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