Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks im Nahverkehr auf

Am Freitag und Samstag:Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks im Nahverkehr auf

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Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Streiks im Nahverkehr auf. Am Freitag und Samstag sollen Busse, Trams und U-Bahnen vielerorts stehen. Hintergrund sind aktuelle Tarifverhandlungen.

Die Gewerkschaft Verdi bestreik den VGF-Betriebshof Gutleut

Verdi ruft für Freitag und Samstag bundesweit zu Streiks im Nahverkehr auf.

Quelle: dpa

Der öffentliche Nahverkehr mit Bus und Bahn dürfte in vielen deutschen Kommunen am Freitag und vielerorts auch am Samstag nur eingeschränkt funktionieren. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen am Dienstag zum bundesweiten Streik auf.

Wie die Gewerkschaft mitteilte, sollen die Beschäftigten in fast allen Bundesländern die Arbeit niederlegen. Der Streik soll am Freitag in den frühen Morgenstunden beginnen und je nach Region bis in die Nacht auf Samstag oder Sonntag andauern.

Die wichtigsten Informationen zum Streik im Überblick:

Wer wird bestreikt - und wer nicht?

Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten von Nahverkehrsunternehmen - das sind in der Regel die Betreiber von Bussen, Tram- und U-Bahnen. Von den Warnstreiks nicht betroffen ist die Deutsche Bahn. Regionalzüge, der Fernverkehr und vor allem auch die S-Bahnen sollten am Freitag und Samstag also wie gewohnt fahren.

Noch offen ist laut Verdi, ob in Baden-Württemberg, bei der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein gestreikt wird. Dazu sollen am Dienstag und Donnerstag Entscheidungen getroffen werden. Insgesamt betrifft die Tarifrunde laut Verdi bundesweit etwa 100.000 Beschäftigte.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst - Hamburg

Die Gewerkschaft Verdi rief erst kürzlich zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Betroffen waren unter anderem mehrere Städte in Bayern und Schleswig-Holstein sowie Hamburg.

18.02.2026 | 0:19 min

Mit welchen Auswirkungen ist zu rechnen?

In großen Teilen Deutschlands dürfte der öffentliche Nahverkehr nahezu komplett zum Erliegen kommen - so passierte es jedenfalls am 2. Februar beim ersten bundesweiten ÖPNV-Warnstreik der laufenden Tarifrunde. An einigen Orten wird es voraussichtlich wieder Notfahrpläne geben mit dann entsprechend vollen Fahrzeugen. Kurzum: Fahrten mit Bus und Bahn sind am Freitag und Samstag, sofern sie angeboten werden, eher nicht zu empfehlen.

Der Warnstreik Anfang Februar hatte entsprechend auch Auswirkungen auf den restlichen Verkehr, da viele Menschen zum Beispiel aufs Auto umstiegen. Laut ADAC war bundesweit ein leichter Anstieg bei Länge und Dauer der Staus zu erkennen.

Carsten Behrendt

Anfang Februar legten Streiks den ÖPNV vielerorts lahm. Viele Fahrgäste waren betroffen. "Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich", berichtete ZDF-Korrespondent Carsten Behrendt aus Berlin.

02.02.2026 | 1:35 min

Worum geht es bei den Tarifverhandlungen?

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Wann ist mit einem Ende der Tarifrunde und damit der Warnstreiks zu rechnen?

Das ist im Moment völlig offen. Die Verhandlungen sind regional sehr unterschiedlich - sowohl mit Blick auf die Forderungen, als auch mit Blick auf den Fortschritt der Verhandlungen. Auf der Zielgeraden schienen die Gespräche zuletzt aber nirgends zu sein.

Quelle: dpa
Über den Tarifstreit berichteten mehrere Sendungen, etwa heute Xpress am 11.02.2026 und am 10.02.2026 jeweils ab 9:00 Uhr sowie das gemeinsame Mittagsmagazin von ARD und ZDF am 11.02.2026 ab 12:00 Uhr.
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