Update am Morgen:Prima Klima war gestern
von Peter Kunz
Guten Morgen,
an einem weiteren heißen Tag auf der inzwischen weit nach oben offenen Temperaturskala. Und hoffen wir mal, dass nach der Hitze dann nicht die nächste Flut kommt. Auch das Jahr 2021 war geprägt von Wetterextremen, von Hitzewellen und Wassermassen. Heute vor fünf Jahren brach nach einem ebenfalls heißen Juni die Flutkatastrophe über das Ahrtal herein. 135 Menschen starben in der Region, die Narben in der Natur und in der Seele der Menschen bleiben (insgesamt forderte das Julihochwasser damals bundesweit über 180 Opfer).
An diesem Dienstag werden auch im ZDF-Programm Geschichten der Familien im Vordergrund stehen, die die Verwandlung eines kleinen Flusses zum reißenden Biest durchleben mussten. Global in den Hintergrund - so fühlt es sich an - rückt aber der Grund für immer mehr extreme Wetter, gegen die wir uns alle wappnen müssen: das veränderte Klima.
Selbst all die, die mit dem Wort Klimawandel nichts anzufangen wissen, sollten sensibel für das Thema sein. Denn Hitzewellen kosten: Brände wie aktuell in Spanien vernichten Kapital, Fluten schwemmen Wohlstand weg, und die zunehmenden Herausforderungen durch Umwelt- und Naturkatastrophen verteuern letztlich unser aller Dasein. Prima Klima ist nicht mehr. Extrem wird normal.
Als Korrespondent in Asien war die Berichterstattung über Fluten in Thailand, Erdrutsche in Indonesien oder tödliche Hitzewellen in Indien jährlich wiederkehrender Alltag. Ich dachte danach, ich käme von den Tropen und Regenzeiten in eine wohltemperierte Zone zurück, wo von der Natur wenig zu befürchten ist. Das wird mehr und mehr zum Irrtum. Auch wir hier müssen unsere Maßstäbe ändern und Resilienz entwickeln. Nicht nur durch vorsichtigere Bauplanung, Klimaanlagen in Krankenhäusern oder Flutschutzanlagen, die wir wieder ernster nehmen. Die Ahrtalflut hat uns gezeigt, wie schnell eine heile Welt auch hier in den Strudel geraten kann.
Einen ungefährdeten Sommertag wünscht Ihnen
Peter Kunz, Leiter des ZDF-Landesstudios Niedersachsen
Was im Nahen Osten passiert ist
USA greifen Iran an - Trump visiert "Pickaxe Mountain" an: Die dritte Nacht in Folge greifen die USA Ziele in Iran an. In einem Interview spricht der US-Präsident davon, bald womöglich auch eine als "Pickaxe Mountain" bekannte iranische Anlage unter der Erde zu attackieren.
Emirate melden Toten bei iranischen Angriffen auf Öltanker: Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. Ein Besatzungsmitglied sei dabei getötet worden, teilt das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi im Onlinedienst X mit. Zudem gebe es acht Verletzte.
Wer kontrolliert die Straße von Hormus? Die USA behaupten, die Straße von Hormus sei offen - Iran behauptet das Gegenteil. Die Ölmärkte hoffen auf ein Ende des Streits. Doch das ist vorerst nicht in Sicht, analysiert Jörg Brase.
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Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Russland greift Kiew wieder mit Raketen an: Russlands Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwierig abzuwehren sind. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen zu hören.
Raketenabwehr-Bündnis für Kiew und Europa: Deutschland, Frankreich und weitere Länder haben gemeinsam mit der Ukraine eine Koalition zur Raketenabwehr geschlossen. Das Bündnis soll Europas Verteidigung insgesamt stärken.
Macron kündigt überraschend Manöver für Ukraine an: Frankreichs Präsident Macron will die "Koalition der Willigen" zu gemeinsamen Manövern mobilisieren. Bundeskanzler Friedrich Merz lässt eine deutsche Beteiligung offen.
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Was heute wichtig ist
heute journal update, 14.07.2026, ab 00 Uhr
14.07.2026 | 0:55 minJahrestag der Ahrtalflut - Merz und Steinmeier vor Ort: Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist nach fünf Jahren immer noch präsent. Den heutigen fünften Jahrestag nehmen viele Städte und Gemeinden als Anlass, um der Verstorbenen zu gedenken. Auch Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werden erwartet.
Merz als Ehrengast bei Militärparade in Paris: Bundeskanzler Merz nimmt heute außerdem in Paris als Ehrengast an der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag auf den Champs-Élysées teil. Für Frankreichs Präsident Macron ist es zum Ende seiner zweiten Amtszeit die zehnte und letzte Parade, die er als Staatschef abnimmt. Mit der in diesem Jahr besonders groß konzipierten Parade will Macron ein Zeichen für die weitere Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine setzen.
Wadephul reist nach Norwegen: Außenminister Johann Wadephul reist vor dem Hintergrund anhaltender hybrider russischer Bedrohungen und einer strategisch immer wichtigeren Arktis-Region nach Norwegen. Heute will der CDU-Politiker gemeinsam mit seinem norwegischen Kollegen Espen Barth Eide in der Stadt Bodø nördlich des Polarkreises das Hauptquartier der norwegischen Streitkräfte besuchen.
Fußball-WM 2026
Das Turnier in Nordamerika biegt auf die Zielgerade, nur noch vier Teams kämpfen um den Titel. Heute Abend eröffnen Frankreich und Spanien das Halbfinale. Während die französischen Superstars bereits glänzen konnten, hat Spaniens Wunderkind Lamine Yamal bisher noch nicht allzu auffällig agiert. Trotzdem kann der Teenager vom FC Barcelona ein entscheidender Faktor werden, findet unser Kollege Maik Rosner in seiner Story über Yamal.
Das ZDF überträgt ab 20:15 Uhr live. Anpfiff ist um 21 Uhr.
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94,5 Liter pro Quadratmeter: Das war die mittlere Regenmenge im Einzugsgebiet der Ahr am 14. Juli 2021. Zum Vergleich: Durchschnittlich fielen im gesamten Monat Juli in diesem Gebiet seit 1990 knapp 70 Liter pro Quadratmeter, also weniger als an diesem einzelnen Tag. Das geht unter anderem aus dem Bericht zur Hochwasserkatastrophe 2021 des Innenministeriums hervor.
Das sollten Sie sich mal anschauen
Die Meerestemperaturen erreichten laut EU-Klimadienst Copernicus im Juni historische Höchstwerte. Das Geomar-Segelboot Malizia erforscht die schwer abschätzbaren Folgen auf wichtige Ökosysteme.
heute in Europa, 13.07.2026, ab 16 Uhr
13.07.2026 | 2:06 minGesagt
Ich hätte die Tabaksteuer noch stärker erhöht.
Karl Lauterbach, SPD
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach begrüßt mögliche Pläne der schwarz-roten Koalition, die Steuern auf Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse stärker zu erhöhen als bisher angedacht. Er wäre allerdings noch ein paar Schritte weitergegangen, sagte er im ZDF-Mittagsmagazin.
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Die Nachrichten im Video
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden
13.07.2026 | 2:02 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Heute bleibt es im Norden bei 24 bis 30 Grad meist sonnig und trocken. Sonst gibt es mehr Wolken und ab dem Mittag sind vor allem im Süden und den Mittelgebirgen teils kräftige Gewitter möglich mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Die Höchstwerte erreichen im Süden 30 bis 35 Grad.
Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie jederzeit auf unserer Übersichtsseite.
Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Annika Heffter.
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