Umstrittene US-Migrationsbehörde:Erneut Mann bei ICE-Einsatz getötet
Bei einem Einsatz der US-Migrationsbehörde ICE sind wohl erneut tödliche Schüsse gefallen, ein Mann starb. Ein Senator fordert Aufklärung.
Nur wenige Tage, nachdem bei einem Einsatz der US-Migrationsbehörde ICE im Bundesstaat Texas ein Mann getötet worden war, hat sich im nordöstlichen Bundesstaat Maine Berichten zufolge ein ähnlicher Vorfall ereignet. In der Stadt Biddeford habe es einen Vorfall gegeben, an dem ICE beteiligt gewesen sei, teilte die lokale Polizeibehörde mit. Sie sei darüber informiert worden und es sei dabei ein Mensch zu Tode gekommen, teilte die Gouverneurin von Maine, Janet Mills, mit.
Der unabhängige Senator Angus King erklärte am Montag unter Berufung auf Heimatschutzminister Markwayne Mullin, ein ICE-Beamter habe das Feuer eröffnet, nachdem der Mann versucht habe, sein Fahrzeug als Waffe gegen die Beamten einzusetzen. Die ICE-Agenten hätten den Mann im Zusammenhang mit einem Abschiebungsverfahren verfolgt. King forderte eine "vollständige, transparente und offene Untersuchung" des Vorgangs.
Vor wenigen Tagen hatte ein ICE-Beamter in Houston einen mexikanischen Einwanderer erschossen. Der Mann soll laut Behörden mit seinem Auto auf Beamte losgefahren sein.
08.07.2026 | 0:37 minBürgerrechtler: Getöteter stammte aus Kolumbien
Lokalen Bürgerrechtsorganisationen zufolge handelt es sich bei dem Getöteten um einen 26 Jahre alten Mann aus Kolumbien, der eine Arbeitserlaubnis in den USA hatte. ICE reagierte auf eine Anfrage der Deutschen Presseagentur zunächst nicht.
Nach dem Vorfall versammelten sich laut der Nachrichtenagentur AP Dutzende Demonstranten in Biddeford. Einige hielten demnach Schilder, die ICE-Einsätze in der Gemeinde und im Bundesstaat verurteilten.
Der US-Kongress hat weitere 70 Milliarden Dollar für die Einwanderungsbehörde ICE freigegeben. US-Präsident Trump kann so seine Vorhaben bei der Immigrationspolitik fortsetzen.
10.06.2026 | 0:26 minICE-Beamter erschoss vor wenigen Tagen Einwanderer
Erst vor wenigen Tagen hatte ein ICE-Beamter im texanischen Houston bei einem Einsatz einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums hatte dieser sich den Anweisungen der Beamten widersetzt, mit seinem Auto ein Einsatzfahrzeug gerammt und anschließend versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu erfassen. Daraufhin habe ein ICE-Beamter geschossen. Nach Angaben des Ministeriums handelte es sich folglich um Notwehr.
Immer wieder tödliche Schüsse bei ICE-Einsätzen
Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. In ähnlichen Fällen hatten zuvor Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen. Im Januar hatten Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen der Beamten hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt.
Verzweifelte Kinder, die sich am T-Shirt des Vaters festklammern: Das diesjährige Weltpressefoto von Carol Guzy zeigt die kompromisslose Migrationspolitik der USA.
23.04.2026 | 1:16 minNach Angaben der Nachrichtenagentur AP war der Zwischenfall in Maine mindestens der neunte Todesfall im Zusammenhang mit Einsätzen von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde seit Beginn des verschärften Vorgehens der US-Regierung gegen illegale Einwanderung.
Wichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Mehr zur ICE-Behörde
US-Migrationspolitik:Trump nominiert neuen Chef der Einwanderungsbehörde ICE
mit Video0:26- FAQ
Viele verpasste Flüge - ICE soll helfen:Warum gerade Chaos an Flughäfen in den USA herrscht
Katharina Schuster, Washington D.C.mit Video2:44 Nach Rauswurf von Kristi Noem:Markwayne Mullin wird neuer US-Heimatschutzminister
mit Video0:24- Analyse
Nach heftiger Kritik:Warum Trump Heimatschutzministerin Noem entlässt
Katharina Schuster, Washington D.C.mit Video0:25