US-Einwanderungsbehörde:Mexiko klagt nach tödlichen ICE-Einsätzen in den USA
Mexiko strebt nach 17 Todesfällen mexikanischer Migranten Klagen in den USA an. Erst am Dienstag war ein Mann bei einem ICE-Einsatz in Houston erschossen worden.
Ein ICE-Beamter hat in Houston einen mexikanischen Einwanderer erschossen. Der Mann soll laut Behörden mit seinem Auto auf Beamte losgefahren sein. Das Ministerium hat Ermittlungen eingeleitet.
08.07.2026 | 0:37 minNach dem Tod mehrerer Mexikaner bei Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE will Mexiko rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen in den USA einleiten. Wie Außenminister Roberto Velasco mitteilte, sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump drei mexikanische Migranten bei Abschieberazzien sowie 14 weitere in Migrations-Haftzentren ums Leben gekommen.
Velasco sprach von einer "schmerzhaften Tragödie", auf die man auf Anweisung der Präsidentin Claudia Sheinbaum juristisch vor den Staatsanwaltschaften der betroffenen Bundesstaaten sowie gegenüber dem US-Justizministerium reagieren werde. Neben der Erstattung von strafrechtlichen Anzeigen plant Mexiko, die privaten Unternehmen zivilrechtlich zu verklagen, die die Haftzentren von ICE betreiben. So wolle man zu einem Ende von Menschenrechtsverstößen in diesen Einrichtungen beitragen.
Tödlicher ICE-Einsatz in Houston
Präsidentin Sheinbaum sagte, man habe sich dazu entschieden, auch "außerhalb diplomatischer Kanäle" aktiv zu werden, nachdem der mexikanische Staatsbürger Lorenzo Salgado Araujo in dieser Woche bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde in Houston erschossen worden war. "Dieser Vorfall muss mit äußerster Ernsthaftigkeit untersucht werden", forderte Velasco.
Der US-Kongress hat weitere 70 Milliarden Dollar für die Einwanderungsbehörde ICE freigegeben. US-Präsident Trump kann so seine Vorhaben bei der Einwanderungspolitik fortsetzen.
10.06.2026 | 0:26 minDie Tötung sei "nicht nur traurig und bedauernswert, sondern scheint auch gezielt gewesen zu sein", sagte Sheinbaum. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, weil wir nicht schweigen können", sagte sie mit Blick auf den Tod mexikanischer Staatsbürger, die lediglich "auf ehrliche Weise in den Vereinigten Staaten" gearbeitet hätten.
Familie von Lorenzo Salgado Araujo fordert unabhängige Untersuchung
Salgado Araujo hatte jahrzehntelang in den USA gelebt. Er war mit Arbeitern auf dem Weg zu einer Baustelle, als er erschossen wurde. Laut US-Heimatschutzministerium hätten Agenten Salgado Araujo verfolgt, weil er illegal in den USA gelebt habe. Auf ihn sei geschossen worden, nachdem er Befehlen nicht nachgekommen sei und versucht habe, einen Agenten mit seinem Fahrzeug zu rammen. Dieser habe aus Notwehr geschossen.
Familie, Bürgerrechtsorganisationen und demokratische Politiker verlangen eine unabhängige Untersuchung des Einsatzes.
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23.04.2026 | 1:16 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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