US-Einwanderungsbehörde:USA: ICE-Beamter erschießt Mann in Houston
Erneut endet ein ICE-Einsatz tödlich: In Houston in den USA hat ein Beamter der Einwanderungsbehörde einen Mann erschossen. Die Behörde spricht von Notwehr.
Ein ICE-Beamter hat in Houston einen mexikanischen Einwanderer erschossen. Der Mann soll laut Behörden mit seinem Auto auf Beamte losgefahren sein. Das Ministerium hat Ermittlungen eingeleitet.
08.07.2026 | 0:37 minEin Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat bei einem Einsatz in Houston in den USA einen Mann erschossen. Der Mann soll zuvor versucht haben, sich während einer Festnahmeaktion am Dienstag mit seinem Fahrzeug der Festnahme zu entziehen, teilte die Behörde mit.
ICE: Beamter hat in Notwehr geschossen
Das US-Heimatschutzministerium erklärte, der Mann - demnach ein mexikanischer Staatsbürger - habe Anweisungen zum Anhalten ignoriert und versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu rammen. Daraufhin habe der Beamte in Notwehr geschossen. Der Mann starb den Angaben zufolge in einem Krankenhaus.
Nach Angaben des Ministeriums, dem die Einwanderungsbehörde ICE untersteht, war der Mann ins Visier der Behörden geraten, weil er sich ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land aufgehalten habe. Sein Fahrzeug sei zudem mit einem ICE-Fahrzeug zusammengestoßen.
Der US-Kongress hat weitere 70 Milliarden Dollar für die Einwanderungsbehörde ICE freigegeben. US-Präsident Trump kann so seine Vorhaben bei der Einwanderungspolitik fortsetzen.
10.06.2026 | 0:26 minICE-Beamter erschießt Mann: Fotos und Videos des Vorfalls
Die Angaben zu dem Vorfall lassen sich nicht unabhängig überprüfen. In ähnlichen Fällen zuvor hatten Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen. Wie der Sender NBC News berichtete, nahmen mehrere Zeugen Foto- und Videoaufnahmen von dem Vorfall auf.
In Houston, der größten Stadt des US-Bundesstaates Texas, kommt es seit dem vergangenen Jahr vermehrt zu Einsätzen der Einwanderungsbehörden, die auch auf öffentlichen Widerstand stießen.
Der Stadtrat hatte zunächst eine Regelung beschlossen, die die Zusammenarbeit mit ICE einschränken sollte, nahm diese Entscheidung jedoch zurück, nachdem der republikanische Gouverneur Greg Abbott mit der Kürzung von mehr als 100 Millionen Dollar an staatlichen Mitteln für die öffentliche Sicherheit gedroht hatte.
Im Januar hatten Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen der Beamten hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt.
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