US-Migrationspolitik:Trump nominiert neuen Chef der Einwanderungsbehörde ICE
US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Leiter der umstrittenen Migrationsbehörde ICE nominiert. Die Behörde steht wegen ihrer Methoden unter Druck.
Der US-Kongress hat weitere 70 Milliarden Dollar für die Einwanderungsbehörde ICE freigegeben. US-Präsident Trump kann so seine Vorhaben bei der Immigrationspolitik fortsetzen.
10.06.2026 | 0:26 minDie für ihre umstrittenen Abschieberazzien bekannte US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) soll einen neuen Leiter bekommen. US-Präsident Donald Trump nominierte für den Direktorenposten Lance Schroyer, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Trump forderte den Senat auf, der Personalie zuzustimmen.
Schroyer sei ein früherer Polizist aus dem Bundesstaat Oklahoma und ehemaliger Marineinfanterist mit "jahrzehntelanger Erfahrung bei der Inhaftierung der schlimmsten Kriminellen", so Trump. Laut dem TV-Sender CNN ist er in den USA kaum bekannt.
Verzweifelte Kinder, die sich am T-Shirt des Vaters festklammern: Das diesjährige Weltpressefoto von Carol Guzy zeigt die kompromisslose Migrationspolitik der USA.
23.04.2026 | 1:16 minICE: US-Heimatschutzminister lobt designierten Chef
Schroyer ist derzeit Berater von Heimatschutzminister Markwayne Mullin. Dieser begrüßte die Nominierung. Schroyer werde eine zentrale Rolle dabei spielen, Trump zu helfen, "irreguläre Einwanderer ins Visier zu nehmen, festzunehmen und abzuschieben", schrieb der Minister im Onlinedienst X.
Mullins X-Post
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Schroyer soll Todd Lyons nachfolgen, den Trump im März 2025 kommissarisch an die Spitze der ICE berufen hatte. Lyons verließ den Posten im Mai 2026, wenige Wochen nach der Entlassung der früheren Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Beamte der amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE werden in Minneapolis künftig Bodycams tragen. Die Entscheidung gilt als Reaktion auf die tödlichen Schüsse bei vergangenen Protesten.
03.02.2026 | 0:21 minTödliche Schüsse von ICE-Beamten auf US-Bürger
Die ICE-Behörde wurde zum Symbol der aggressiven Migrationspolitik von Trumps zweiter Amtszeit, die im Januar 2025 begonnen hatte. Die Behörde verantwortete umstrittene Razzien gegen Migranten in demokratisch regierten Städten. Die Beamten waren dabei zum Teil vermummt. Das Vorgehen hatte in den USA eine große Protestwelle ausgelöst.
Der Gegenwind für Trump wurde stärker, als im Januar in Minneapolis zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten verschiedener Behörden bei solchen Einsätzen starben.
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