Widerstand - auch international:"No Kings"-Proteste gegen Trump: "Demokratie ist in Gefahr"
von Fränzi Meyer, Washington, D.C.
"No Kings": Millionen protestieren in den USA gegen Donald Trumps Politik - der Widerstand reicht bis nach Deutschland. Das sind die zentralen Forderungen der Demonstrierenden.
Zum dritten Mal wollen Millionen Menschen unter dem Motto "No Kings" gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump demonstrieren.
28.03.2026 | 1:41 minPlakate mit durchgestrichenen Kronen, Demonstrierende in Verkleidungen als Parodien von US-Präsident Donald Trump und Mitgliedern seiner Regierung - und immer wieder laute Sprechchöre: "No Kings, no Kings", also "keine Könige, keine Könige".
Am Samstag protestierten landesweit Millionen Menschen in den USA gegen die Politik von Trump. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich insgesamt mehr als acht Millionen Menschen an Demonstrationen in allen 50 Bundesstaaten. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
US-Präsident Trump pflegt enge wirtschaftliche Beziehungen in die Golfregion, ebenso wie einige seiner engsten Vertrauten. Doch welche Rolle spielen die Interessen des Trump-Clans im Iran-Krieg?
25.03.2026 | 6:16 minKritik an Machtanspruch und Politik der US-Regierung
Unter dem Motto "No Kings" - also gegen eine Art Alleinherrschaft - werfen die Demonstrierenden der Regierung vor, demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Bürgerrechte und das Wahlrecht zu gefährden. Bei Protesten in Washington, D.C. sagten Teilnehmende gegenüber ZDFheute:
Ich möchte, dass er und seine Administration transparent sind und aufhören zu lügen.
Demonstrant in Washington, D.C.
Unsere Demokratie ist in Gefahr.
Demonstrantin in Washington, D.C.
Ich möchte, dass die Demokratie hier geschützt wird in den USA. Ich bin in Deutschland geboren und kann vergleichen, welche Geschichte wir erfahren haben.
Demonstrant in Washington, D.C.
Dritter großer "No Kings"-Protesttag
Der Samstag war bereits der dritte große "No Kings"-Protesttag. Die Bewegung begann im Juni vergangenen Jahres - ausgelöst durch eine Militärparade zu Trumps Geburtstag, die viele als Machtdemonstration kritisierten. Weitere große Proteste folgten im Oktober - oft mit Fokus auf die US-Migrationspolitik und Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE. Inzwischen ist ein weiteres Thema hinzugekommen: der Krieg im Iran.
Ich möchte nicht, dass wir im Krieg sind. Trump hat gesagt, dass wir nicht in den Krieg gehen. Und jetzt sind wir aktiv in Kriegen, in denen wir nicht sein sollten.
Demonstrantin in Washington, D.C.
Ich fordere, dass Trump den Krieg in Iran stoppt, ich fordere, dass Trump anfängt, sich um die Menschen in den USA zu kümmern.
Demonstrantin in Washington, D.C.
Mit einer Militärparade hat US-Präsident Trump das 250. Jubiläum der US-Armee und seinen 79. Geburtstag gefeiert. Zeitgleich hat sich der bisher größte Protest gegen ihn formiert.
15.06.2025 | 0:21 minBruce Springsteen in Minnesota aufgetreten
Landesweit wurde demonstriert - in Metropolen ebenso wie in kleineren Städten. Laut Organisatoren kamen die Teilnehmenden aus ganz unterschiedlichen Regionen, auch aus konservativen ländlichen Gebieten und Vororten.
Bei einer zentralen Veranstaltung in St. Paul im US-Staat Minnesota trat unter anderem Bruce Springsteen auf. Er unterstützte die Proteste mit seinem neuen Song "Streets of Minneapolis", der sich gegen umstrittene Abschiebe-Razzien richtet.
In den USA wurde in vielen Städten gegen den US-Präsidenten und ICE demonstriert. In Minneapolis trat Rockstar Bruce Springsteen mit seinem Protestsong auf.
31.01.2026 | 1:43 min"No Kings"-Proteste in Deutschland
Auch außerhalb der USA gab es Proteste gegen die US-Regierung, unter anderem in mehreren deutschen Städten. In Berlin warfen Demonstrierende Trump Angriffe auf die Demokratie vor, kritisierten ICE und forderten die Freigabe der Epstein-Akten rund um Jeffrey Epstein. Auch in München und Frankfurt gingen Menschen auf die Straße.
Das Weiße Haus kritisierte den Protesttag: Eine Sprecherin hatte die Veranstaltungen laut Medienberichten vorab als Treffen einer kleinen, von linken Netzwerken unterstützten Gruppe ohne breite Unterstützung in der Bevölkerung bezeichnet.
Am Freitag spielte Bruce Springsteen in Minneapolis ein Benefizkonzert, das die Familien von Pretti und Good unterstützen soll. Sie wurden von ICE- und Grenzschutzbeamten getötet.
31.01.2026 | 0:42 minFränzi Meyer ist Reporterin im ZDF-Studio Washington, D.C.
Mit Material von dpa
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