Update am Morgen:Merz' Abwehrschlacht auf dem EU-Gipfel
von Anne Gellinek
Anne Gellinek
Guten Morgen,
es ist wirklich keine Übertreibung: Der heute beginnende EU-Gipfel wird eine Schlacht. Es geht um nichts weniger als um das blanke Überleben der Ukraine, um die Zukunft Europas und immer auch darum, wie viel Macht ein deutscher Bundeskanzler auf der Brüsseler Bühne besitzt.
Top-Thema Nr. 1 dieses Gipfels: der Riesen-EU-Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlägt ein Budget von knapp zwei Billionen Euro vor, da die EU vor großen Aufgaben bei Verteidigung und Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz stehe. Ja, schon, sagen die sogenannten "sparsamen Staaten", darunter Deutschland, die Niederlande, Österreich, Schweden, Dänemark und Finnland. Aber der Haushalt sei komplett falsch gewichtet.
Die "Sparsamen" zahlen schon jetzt mehr in den EU-Haushalt ein, als sie in Form von EU-Geldern zurückkriegen - und müssten dann noch mehr blechen. Friedrich Merz hat diesen Vorschlag - und einen weiteren, minimal gekürzten - bereits vehement abgelehnt. Problem nur: Viele andere EU-Länder finden mehr Geld, besonders die Förderung von Landwirten und ärmeren Regionen, richtig klasse. Frankreich, Italien, Spanien und Polen würden von einem größeren EU-Haushalt profitieren und lehnen Merz' Sparvorschläge deshalb genauso energisch ab. Der Kanzler wird sich gegen die zusätzlichen Billionen stemmen, ob mit Erfolg, wird wohl erst einer der nächsten Gipfel zeigen.
heute journal, 14.10.2026, 21:45 Uhr
14.10.2026 | 5:18 minAuch weil sich, wie so oft, ein anderes drängendes Problem in den Vordergrund schiebt. Thema Nr. 2: die Ukraine. US-Präsident Donald Trump droht, das Land unter den Bus und sich selbst in Putins Arme zu werfen, weil er die US-Zwischenwahlen nicht verlieren will. Dafür ist er offenkundig bereit, die Ukraine zu opfern, der er - fälschlicherweise - die Schuld für die steigenden Energiepreise gibt. Der ukrainische Präsident Selenskyj wird zum Gipfel anreisen und auf verunsicherte Europäer treffen, die sich zum x-ten Mal fragen, wie lange sich die Ukraine ohne US-Unterstützung halten kann. Größter Geldgeber wiederum: Deutschland.
heute journal, 14.10.2026, 21:45 Uhr
14.10.2026 | 2:46 minAuch in der EU, besonders in den Südländern, wird die Frage immer lauter, wie lange die EU die Ukraine noch unterstützen kann und will. Und damit auch, wie groß die Autorität von Friedrich Merz in Europa ist.
Ich wünsche Ihnen einen Tag voller Power
Anne Gellinek, stellvertretende Chefredakteurin
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Verabschiedung der Notfallreform / Alkoholverbot an Bahnhöfen / EU-Gipfel in Brüssel
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Im FIFA-Hauptquartier kommt es heute zum Showdown zwischen Präsident Gianni Infantino und seinen Gegnern aus Fußball-Europa. Erstmals seit dem Eklat um die von Infantino geplante externe WM-Vermarktung sitzen die Kontrahenten bei einem Council-Meeting wieder gemeinsam an einem Tisch. Auf der Tagesordnung steht dabei auch die Aufarbeitung der wieder gestoppten Investoren-Idee.
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Anders als der BVB konnte der VfB Stuttgart sein Spiel gegen Slovan Bratislava gewinnen. Deniz Undav brachte die Schwaben auf die Siegerstraße.
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Die Macht ist etwas, was sich von unzähligen Punkten aus und im Spiel ungleicher und beweglicher Beziehungen vollzieht.
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So wird das Wetter heute
Heute halten sich anfangs vor allem im Süden und in der Mitte einige zähe Nebel- und Hochnebelfelder. Sonst gibt es einen ruhigen Herbst-Mix aus Sonne und Wolken. Es wird sehr mild mit 15 bis 21 Grad.
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Quelle: ZDF
Zusammengestellt von Katia Rathsfeld
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