Update am Morgen:Abzocke an der Ladesäule?
von Ilka Brecht
Guten Morgen,
der Krieg im Nahen Osten treibt die Spritpreise höher und höher. Plötzlich kennt wohl jeder Autofahrer die Straße von Hormus als Nadelöhr für den weltweiten Ölhandel - und so mancher überlegt, ob es sich mit E-Mobilität nicht besser aus der globalen Krise steuern ließe - zumindest günstiger. So weit die Theorie.
Über die explodierenden Spritpreise berichtete "frontal" am 10.03.2026 ab 21 Uhr.
10.03.2026 | 7:00 minTatsächlich war Strom als Treibstoff auch schon vor dem Iran-Krieg günstiger als Benzin, nur kann der Kostenvorteil in der Praxis kippen. Ein Beispiel: Wer ein E-Auto der Kompaktklasse für 29 Cent/kWh zuhause lädt, kommt bei 12.000 gefahrenen Kilometern mit rund 550 Euro im Jahr weg, während ein Benziner - selbst bei derzeit unrealistischen 1,80 Euro/Liter - etwa 1.300 Euro kostet. Bei 70 Cent/kWh an Schnellladesäulen ist das E-Auto dann aber plötzlich teurer als der Verbrenner - und mit dem Strom wird auch reichlich Frust geladen.
Über die steigende Nachfrage nach E-Autos berichtete ZDFheute Xpress am 11.03.2026 um 09:04 Uhr.
11.03.2026 | 0:30 minAn der Abhängigkeit von Lieferungen aus dem Ausland liegt die Preisgestaltung diesmal nicht, denn Strom wird zum allergrößten Teil in Deutschland produziert. Aber es gibt auch eine hausgemachte Marktmacht. "Wir sehen in vielen Regionen zu wenig Wettbewerb", erklärt Tomaso Duso von der Monopolkommission im Interview mit ZDF frontal. Oft beherrschen die Stadtwerke als kommunale Anbieter den Markt - und an den Autobahnen sind die Preise nochmal höher (mehr zum Thema bei "frontal", um 21 Uhr im ZDF).
Und die Politik? Wer wegen hoher Spritpreise jetzt den Umstieg ins E-Auto wagt, dürfte von ihr erwarten, dass sie die Probleme beim Strom schnellstens angeht. Denn anders als beim Iran-Krieg ließe sich das Problem hierzulande lösen.
Herzliche Grüße
Ilka Brecht, Moderatorin und Leiterin des ZDF-Magazins frontal
Was im Iran-Krieg passiert ist
Israelische Jets bombardieren südliche Vororte von Beirut: Das israelische Militär hat in der Nacht zum Dienstag Angriffe auf mehrere Stadtviertel in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Die Armee erklärte, dass sie auf Infrastruktur der von Iran unterstützten Hisbollah abziele. Verletzungen wurden zunächst nicht gemeldet. Das Militär hatte zuvor Evakuierungswarnungen für mehrere Viertel erneuert. Zehntausende Bewohner hatten das Gebiet bereits verlassen. Nach den Angriffen waren in den südlichen Vororten Brände und Rauchwolken zu sehen.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zum Angriff auf Iran. Alle Berichte rund um Iran finden Sie hier.
Was im Ukraine-Krieg passiert ist
Ukraine fügt Russland schwere Verluste zu: Russland hat in der vergangenen Woche seine Angriffe in Donezk verstärkt. Ukrainische Drohnen und Artillerie fügten den Angreifern schwere Verluste zu. Unsere Experten Christian Mölling und András Rácz geben einen Überblick über die Lage.
Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.
Was heute noch wichtig ist
Castor-Transport in NRW / Dänemark wählt neues Parlament / UN-Sicherheitsrat befasst sich mit Westjordanland
24.03.2026 | 0:50 minEU und Australien einigen sich auf Freihandelsabkommen: Das haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Australiens Premierminister Anthony Albanese in der Nacht in Australiens Hauptstadt Canberra verkündet. Der Vertrag geht nun in die juristische Prüfung, bevor Europaparlament und australisches Parlament das Abkommen ratifizieren.
Dänemark wählt neues Parlament: Den Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen droht ein schlechtes Wahlergebnis, sie gilt jedoch weiter als Favoritin für das Spitzenamt. Die Wahl dürfte unter dem Eindruck von Donald Trumps Grönland-Drohungen stehen. Im Wahlkampf dominierten zuletzt jedoch innenpolitische Themen.
Proteste gegen Castor-Transporte durch NRW: Anti-Atomkraft-Initiativen wollen heute gegen die geplanten Castor-Transporte durch Nordrhein-Westfalen protestieren. Sowohl in Ahaus als auch in Jülich sind Dauer-Mahnwachen geplant, bis der Transport stattfindet. Die Daten dazu halten die Behörden aus Sorge vor Anschlägen oder ähnlichen Angriffen geheim.
UN-Sicherheitsrat berät zur Lage im Westjordanland: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tagt zur Lage im Westjordanland und im Gazastreifen. Auf Einladung der USA wird dort unter anderem ein Experte von Trumps "Board of Peace" referieren, deutsche Vertreter werden nicht sprechen.
Ausführlich informiert
US-Präsident Trump verbreitet Hoffnung auf eine Einigung mit Teheran. Der Weg dorthin sei aber weit, meint Nahost-Experte Andreas Reinicke.
Sport
Aicher fährt um Gesamtweltcup: Skirennläuferin Emma Aicher hat sich in der alpinen Weltspitze etabliert - und nun noch die Chance auf den Gewinn des Gesamtweltcups. Los geht es im Slalom um 10:25 Uhr.
Über dieses Thema berichtete das "sportstudio" gestern um 11:16 Uhr.
23.03.2026 | 0:25 minZahl des Tages
Vor 75 Jahren wurde das Auswärtige Amt wiedergegründet. Zur heutigen Jubiläumsveranstaltung in Berlin hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Festrede.
Einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Außenpolitik liefert die neue ZDF-Doku-Reihe "Die Diplomaten". Über ein Jahr lang wurden deutsche Diplomatinnen und Diplomaten rund um den Globus mit der Kamera begleitet. Entstanden ist ein exklusiver Einblick in einen Job, der meist im Verborgenen stattfindet - und dessen Bedeutung in Zeiten globaler Krisen stetig wächst.
"Die Diplomaten - Inside Auswärtiges Amt" ist heute ab 10:00 Uhr im ZDF-Streamingportal abrufbar.
- ZDF-Doku über das Außenministerium: Und Wadephul lästert im Fahrstuhl
Gesagt
Mir hat es noch nie wehgetan, älter zu werden. Aber es wäre toll, wenn das Alter in unserer Gesellschaft als ein bisschen cooler gelten würde.
Ina Müller, Sängerin und Moderatorin
Die Sängerin und Moderatorin Ina Müller fühlt sich seit ihrem 60. Geburtstag wegen ihres Alters diskriminiert und plädierte im Interview mit dem "Playboy" kürzlich für mehr Akzeptanz von älteren Menschen.
Über das Thema Altersdiskriminierung berichtet die 37°-Reportage "Zu jung fürs Abstellgleis" mit der Filmemacherin Corinna Wirth, abrufbar im ZDF-Streamingportal heute ab 08:00 Uhr sowie um 22:15 Uhr im ZDF.
Weitere Schlagzeilen
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Die Nachrichten im Video
Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden
24.03.2026 | 2:03 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
So wird das Wetter heute
Heute scheint im Süden oft die Sonne. In der Mitte und im Norden ist der Himmel stark bewölkt oder bedeckt. An der Grenze zu Dänemark fällt etwas Regen. Über der Nordsee weht ein starker Südwestwind. Die Höchsttemperaturen liegen dort bei 10 Grad, sonst zwischen 12 und 20 Grad.
Quelle: ZDF
Den aktuellen Wetterbericht der ZDF-Meteorologen finden Sie hier im Video.
Zusammengestellt von Torben Heine
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