Update am Abend: Spaniens Grenze, Gaza-Plan und FIFA-Kritik

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Update am Abend:Krise an Spaniens Grenze, Trumps Gaza-Plan und FIFA-Kritik

von Torben Heine

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Torben Heine


Guten Abend,

die Behörden der zu Spanien gehörenden Stadt Ceuta an der nordafrikanischen Küste sind überfordert: Zehntausende Menschen sind dort von Marokko aus angekommen und haben die EU-Grenze übertreten - die Politik ist alarmiert. Derweil hat der US-Präsident einen Plan für Frieden im Gazastreifen verkündet, der jedoch noch an entscheidenden Fragen scheitern könnte. Und: Die Kritik am Fußballweltverband FIFA wegen dessen Plan, die Weltmeisterschaft in Teilen zu privatisieren, wächst.

Zehntausende Migranten erreichen spanische Exklave

  • Das ist passiert: Rund 60.000 Migranten haben laut Behörden innerhalb eines Tages die spanische Stadt Ceuta an der nordafrikanischen Küste erreicht. Sie seien von Marokko aus über Land und über das Meer dorthin gelangt. Mindestens 34 Menschen starben im Wasser und im Gedränge beim Versuch, den Grenzzaun zu überwinden. Ein Polizeigewerkschafter sprach von einer "schweren humanitären Krise". Mittlerweile seien 25.000 Menschen bereits wieder nach Marokko zurückgekehrt, heißt es vom spanischen Innenministerium. Verfolgen Sie die Lage und weitere Reaktionen hier im Liveblog.
  • Das ist der Hintergrund: Ceuta ist eine spanische Exklave und liegt an der Straße von Gibraltar an der nordafrikanischen Küste. Es handelt sich um eine autonome Stadt mit Sonderrechten, die zur EU gehört. Seit Jahrzehnten hat Ceuta einen Grenzzaun zum benachbarten Marokko, um Einwanderung in die EU zu verhindern.
  • Das sagt der Migrationsforscher Gerald Knaus: Die "außergewöhnliche" Situation habe "nichts mit der spanischen Migrationspolitik zu tun", die sich in den vergangenen drei Jahren nicht verändert habe. "Der Blick muss sich auf Marokko richten", das nicht eingegriffen und diese Situation zugelassen habe. Nun müsse Europa durch "Bilder von schnellen Rückführungen der Menschen zurück nach Marokko" klarmachen: "Wer hier sein Leben riskiert, [...] riskiert es umsonst." Um "das Sterben im Mittelmeer" ohne Menschenrechtsverletzungen zu beenden, brauche es Rückführungsabkommen mit Drittstaaten - auch zur Entlastung der Erstankunftsländer.

Weitere Einordnungen des Migrationsforschers und von Ulf Röller, dem ZDF-Korrespondenten in Brüssel, bekommen Sie bei ZDFheute live.

Mehrere Geflüchtete aus Marokko nach Ceuta.

ZDFheute live, 31.07.2026, ab 14 Uhr

31.07.2026 | 27:52 min

Trump verkündet Gaza-Vereinbarung

  • Das ist passiert: Laut US-Präsident Donald Trump ist ein Abkommen zur Entwaffnung der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen sowie zum schrittweisen Abzug israelischer Truppen aus dem Küstenstreifen ausgehandelt. Von Israel gab es bislang keine Bestätigung, die Hamas bestätigte die Vereinbarung zwar, sieht allerdings Israels Abzug als Vorbedingung. Einen konkreten Zeitplan gibt es offenbar bisher nicht. Trotzdem sickerten von der US-Seite einige Details der möglichen Vereinbarung durch - diese finden Sie hier.
  • Das ist der Hintergrund: Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des abgeriegelten Gazastreifens. Seit Oktober 2025 gilt eine Waffenruhe, die jedoch äußerst brüchig ist. Die Hamas fordert den vollständigen Truppenabzug Israels und die Einstellung gezielter Tötungen. Israel fordert die vollständige Entwaffnung der Hamas und eine Entmilitarisierung des Gebiets als Grundlage "für jeden weiteren politischen Prozess".
  • Das sagt ZDF-Korrespondent Thomas Reichart: Die Menschen im Gazastreifen seien "heute besonders skeptisch". Man habe im Nahen Osten "schon viele Deals erlebt, die groß angekündigt wurden, dann aber auch wieder schnell kollabiert sind". Der größte Streitpunkt: Aus israelischen Sicherheitskreisen sei zu hören, dass Israel die Vereinbarung ablehne, solange sich die Hamas nicht zunächst vollständig entwaffne. Diese Haltung sorge in Washington für Enttäuschung. Die Hamas wiederum habe klargemacht, ihre Waffen nur an Palästinenser abgeben zu wollen und nicht, wie von Israel gefordert, aus dem Gazastreifen herauszubringen.
reichart

ZDF-Mittagsmagazin, 31.07.2026, ab 12 Uhr

31.07.2026 | 3:24 min

Kritik am FIFA-Investorenplan wächst

  • Das ist passiert: Die FIFA hält am Plan, ihre Turniere zum Teil zu privatisieren, fest. Der Fußball-Weltverband fühlt sich missverstanden, die Proteste seien das Ergebnis "fehlerhafter Medienberichte". Wie zuvor bereits die UEFA und die CONCACAF hat nun allerdings auch der asiatische Kontinentalverband AFC erklärt, er werde bei dem Plan von FIFA-Chef Gianni Infantino nicht mitmachen. Dessen enger Vertrauter Carlos Cordeiro ist nun sogar aus Protest zurückgetreten.
  • Das ist der Hintergrund: Durch die massive Kritik steht der Plan der FIFA vor dem Aus. Dieser sieht vor, Teile der WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert.
  • Das sagt ZDF-Reporter Nils Kaben: 137 von insgesamt 211 FIFA-Mitgliedsverbänden hätten sich nun gegen den Plan positioniert. "Damit dürfte diese Idee vom Tisch sein", so Kaben deutlich. Die Entscheidung der UEFA, sich geschlossen gegen die FIFA zu positionieren, sei "historisch" und stärke die Rolle des Kontinentalverbandes im Weltfußball erheblich. Ob die Luft nun auch für Infantino persönlich als FIFA-Chef dünn wird, bleibe allerdings abzuwarten.
FIFA-Präsident Gianni Infantino vor dem Finale der Fußball-WM 2026.

ZDF-Mittagsmagazin, 31.07.2026, ab 12 Uhr

31.07.2026 | 1:36 min

Grafik des Tages

Politbarometer-Grafik, die zeigt, wie die personellen Veränderungen der Bundesregierung wahrgenommen werden.

Quelle: ZDF

Dass die Arbeit der Bundesregierung durch die personellen Veränderungen eher besser wird, glauben lediglich 17 Prozent der Befragten im neuen ZDF-Politbarometer. 13 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus, die meisten (61 Prozent) erwarten keine großen Auswirkungen. Diese Einschätzung teilen alle Parteianhängergruppen mehrheitlich.

Ratgeber: Wann sich Photovoltaik-Anlagen lohnen

Ab morgen gibt es weniger Geld für Solarstrom aus neuen, privat genutzten Photovoltaik-Anlagen: Die Einspeisevergütung sinkt um ein Prozent. Wann sich PV-Anlagen dennoch lohnen, erfahren Sie hier.

Mann begutachtet PV-Anlage am Balkon

Volle Kanne, 30.07.2026, ab 09:05 Uhr

30.07.2026 | 0:44 min

Mehr vom sportlichen Tag

Radsport: Die Französin Pauline Ferrand-Prévôt gewann 2025 die Tour de France Femmes. Für die morgen beginnende neue Auflage hat sie sich akribisch vorbereitet, auch in Bezug auf ihr Gewicht. Das erzählt sie im ZDFheute-Interview.

Schlagzeilen

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4.000 Tonnen Stahl, 108 Meter lang: In Hamburg soll eine neue Eisenbahnquerung durch das Schanzenviertel bewegt werden. Nur 500 Meter - doch beim Transport müssen viele Faktoren exakt zusammenpassen:

Ein Teil der Eisenbahnbrücke wird durch ein Wohnviertel in Hamburg transportiert.

heute in Deutschland, 31.07.2026, ab 14 Uhr

31.07.2026 | 1:44 min

Ein Lichtblick

Er wächst ohne Schutz und Perspektive auf, landet als Jugendlicher im Gefängnis - und findet dort zur Kunst. Heute verarbeitet Blessing Ngobeni Gewalt und Selbstermächtigung in international gefeierten Werken.

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ZDF-Mittagsmagazin, 31.07.2026, ab 12 Uhr

31.07.2026 | 3:39 min

Auf die Ohren

"heute journal - der Podcast": Die Deutsche Bahn steht vor allem für Verspätungen, Zugausfälle und viel Ärger. Die neue Podcast-Folge beschäftigt sich mit der Frage: Warum bekommt Deutschland seinen Bahnverkehr und das Schienennetz seit Jahren nicht in den Griff?

heute journal - der Podcast mit Helene Reiner und Christian Sievers

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"Militär und Macht": Russischer Online-Händler "Wildberries", Schiffe im Kaspischen Meer: Warum die Ukraine jetzt neue Ziele angreift und welche Wirkung das hat, analysieren wir in der neuen Folge mit dem Militärexperten Nico Lange.

Streaming-Tipps für den Abend

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"Back Up - Auf Streife mit der Ex: Ein Hai in Geldnot": Detective Mihi Renata (Roimata Fox) und Police Constable Deb Brighton (Morgana O'Reilly) tragen Polizeiuniform, stehen im Freien und schauen sich an.

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31.07.2026 | 48:59 min

"Backstage: heute journal": Wie arbeiten die bekannten heute-journal-Gesichter unter Hochdruck? Eindrücke aus Redaktion, Studio und Außenproduktionen zeigen den Weg zur fertigen Sendung. (30 Min.)

Drei Personen (Dunja Hayali, Christian Sievers und Marietta Slomka) stehen in der grünen Kulisse eines Nachrichtenstudios. Im Hintergrund Kameras, Bildschirme, ein Pult.

Wie arbeiten die bekannten heute-journal-Gesichter unter Hochdruck? Eindrücke aus Redaktion, Studio und Außenproduktionen zeigen den Weg zur fertigen Sendung.

30.07.2026 | 29:57 min

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