Nächster Korb für FIFA-Chef: Auch Asien gegen Infantino-Plan

FIFA-Chef holt sich nächsten Korb:Auch Asien stellt sich gegen Infantino-Plan

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War’s das mit dem Investor-Plan von FIFA-Chef Gianni Infantino? Jedenfalls hat nun auch der asiatische Kontinentalverband erklärt, er werde nicht mitmachen.

Logo der asiatischen Fußball-Konföderation AFC

Nach der UEFA haben auch die Kontinentalverbände aus Asien sowie Nord- und Mittelamerika ihren Widerstand gegen Infatinos Investorenplan bekannt gegeben.

31.07.2026 | 1:29 min

Die asiatische Fußball-Konföderation (AFC) hat der UEFA und der CONCACAF bei deren Widerstand gegen den Investorenplan der FIFA ihre Unterstützung zugesagt. Das teilte der Verband mit.

AFC "tief besorgt" wegen FIFA-Plan

Die AFC solidarisierte sich mit UEFA und CONCACAF und äußerte ihre "tiefe Besorgnis" zum Vorhaben der FIFA sowie über "die Entscheidungsprozesse". Der Plan von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, dürfte damit vor dem Aus stehen.

"Dass die Situation so weit eskaliert ist, dass ein Boykott der WM öffentlich diskutiert wird, sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft unseres Sports am Herzen liegt", hieß es in einer Stellungnahme der AFC:

Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage geraten dürfen.

Stellungnahme der asiatischen Fußball-Konföderation (AFC)

Nasser Al-Khelaifi

Nasser Al-Khelaifi gilt bei der FIFA-Wahl 2027 als möglicher Gegenkandidat für Infantino. ZDF-Reporter Kaben hat aber erfahren, dass dieser kein Interesse habe, "auf den FIFA-Thron zu steigen".

31.07.2026 | 3:18 min

UEFA kündigt WM-Boykott an

Die AFC sei daher und angesichts "der klaren Positionen von UEFA und CONCACAF sowie der beispiellosen Spaltungen in der Fußballwelt" der Ansicht, dass der FIFA-Plan "nicht den notwendigen breiten Konsens und die erforderliche Einigkeit für ein erfolgreiches Vorgehen" erreichen könne.

Zuvor hatte die UEFA einen Boykott aller FIFA-Turniere bekannt gegeben, sollte das Vorhaben des Weltverbandes weiterverfolgt werden. Auch die CONCACAF stellte sich gegen Infantinos Plan.

Diese FIFA-Turniere wären von einem Boykott betroffen
Quelle: ZDF

FIFA gibt Medien Schuld

Die FIFA spricht abermals von "einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess", der von "fehlerhafter Berichterstattung in den Medien" gestört worden sei: "Niemand verkauft den Fußball." Dies würde die FIFA "niemals in Betracht ziehen".

Medienberichten zufolge soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert.

Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. UEFA, CONCACAF und AFC stellen 136 von 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbänden.

Über das Thema berichtete das ZDF am 30.07.2026 in mehreren Sendungen, unter anderem in der heute-Sendung ab 19:00 Uhr sowie ab 21:40 Uhr im heute journal.

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