Nächster Korb für FIFA-Chef: Auch Asien gegen Infantino-Plan

FIFA-Chef holt sich nächsten Korb:Auch Asien stellt sich gegen Infantino-Plan

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War’s das mit dem Investor-Plan von FIFA-Chef Gianni Infantino? Jedenfalls hat nun auch der asiatische Kontinentalverband erklärt, er werde nicht mitmachen.

Logo der asiatischen Fußball-Konföderation AFC

"Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage geraten dürfen", schreibt die asiatische Fußball-Konföderation AFC.

Quelle: Imago / Timon Schneider / SOPA-Images

Die asiatische Fußball-Konföderation (AFC) hat der UEFA und der CONCACAF bei deren Widerstand gegen den Investorenplan der FIFA ihre Unterstützung zugesagt. Das teilte der Verband mit.

AFC "tief besorgt" wegen FIFA-Plan

Die AFC solidarisierte sich mit UEFA und CONCACAF und äußerte ihre "tiefe Besorgnis" zum Vorhaben der FIFA sowie über "die Entscheidungsprozesse". Der Plan von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, dürfte damit vor dem Aus stehen.

"Dass die Situation so weit eskaliert ist, dass ein Boykott der WM öffentlich diskutiert wird, sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft unseres Sports am Herzen liegt", hieß es in einer Stellungnahme der AFC:

Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage geraten dürfen.

Stellungnahme der asiatischen Fußball-Konföderation (AFC)

FIFA-Präsident Gianni Infantino

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt seinen Plan zur Öffnung der Fußball-WM für Investoren. Es sei ein Angebot, ein "Teil eines Beratungsprozesses". UEFA und DFB sind strikt gegen den Plan.

30.07.2026 | 2:25 min

UEFA kündigt WM-Boykott an

Die AFC sei daher und angesichts "der klaren Positionen von UEFA und CONCACAF sowie der beispiellosen Spaltungen in der Fußballwelt" der Ansicht, dass der FIFA-Plan "nicht den notwendigen breiten Konsens und die erforderliche Einigkeit für ein erfolgreiches Vorgehen" erreichen könne.

Zuvor hatte die UEFA einen Boykott aller FIFA-Turniere bekannt gegeben, sollte das Vorhaben des Weltverbandes weiterverfolgt werden. Auch die CONCACAF stellte sich gegen Infantinos Plan.

Nationalmannschaften:
U-20-Weltmeisterschaft der Frauen (Polen).
05. bis 27. September 2026

U-17-Weltmeisterschaft der Frauen (Marokko).
17. Oktober bis 07. November 2026

U-17-Weltmeisterschaft der Männer (Qatar).
19. November bis 13. Dezember 2026

Frauen-WM 2027 (Brasilien).
UEFA-Qualifikation dazu läuft noch bis Dezember 2026

WM der Männer 2030 (Spanien, Portugal, Marokko sowie Eröffnungsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay).
UEFA-Qualifikation dazu ab Frühjahr 2029

Vereinswettbewerbe:
Klub-Weltmeisterschaft (Club World Cup).
Intercontinental Cup (jährlicher Wettbewerb der Kontinentalmeister).


FIFA gibt Medien Schuld

Die FIFA spricht abermals von "einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess", der von "fehlerhafter Berichterstattung in den Medien" gestört worden sei: "Niemand verkauft den Fußball." Dies würde die FIFA "niemals in Betracht ziehen".

Medienberichten zufolge soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert.

Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. UEFA, CONCACAF und AFC stellen 136 von 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbänden.

Sportökonom Christian Deutscher

Ohne die europäischen Teams sei die WM bloß ein internationales Turnier, sagt Sportökonom Deutscher. Eine konkurrierende Weltmeisterschaft eines anderen Veranstalters sei unwahrscheinlich.

30.07.2026 | 11:17 min

Über das Thema berichtete das ZDF am 30.07.2026 in mehreren Sendungen, unter anderem in der heute-Sendung ab 19:00 Uhr sowie ab 21:40 Uhr im heute journal.

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    FAQ

    Streit um Infantinos Investoren-Deal:Europa droht mit Boykott: Was heißt das nun für die FIFA?

    mit Video2:25

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