Migranten in Ceuta: 25.000 wieder in Marokko - alles im Liveblog

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Lage in spanischer Exklave:Spanien: 25.000 Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt

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Etwa 60.000 Migranten sind laut Behörden in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Zehntausende sollen bereits nach Marokko zurückgekehrt sein. Alles im Liveticker.

Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, zuletzt heute Xpress am 31.07.2026 ab 13:27 Uhr.
Wichtige Meldungen

Frontex: Noch keine Bitte um Hilfe erhalten

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat angesichts der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta noch keine Bitte um Unterstützung von der Regierung in Madrid erhalten. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. "Frontex kann einen Mitgliedstaat unterstützen, jedoch nur auf dessen Ersuchen hin", teilt die Behörde mit. Man beobachte die Situation laufend. 

Weiter heißt es in der Erklärung, derzeit würden Frontex-Beamte die spanischen Behörden ausschließlich im Seehafen von Ceuta unterstützen. Sie seien nicht an den gemeldeten Vorfällen beteiligt gewesen, die sich im Grenzgebiet von Tarajal ereignet hätten. Dieses liege außerhalb des Einsatzgebiets von Frontex.


Zehntausende Migranten erreichen Ceuta

Innerhalb weniger Tage haben rund 60.000 Migranten aus Marokko die spanische Exklave Ceuta erreicht. Mindestens 34 kamen ums Leben.

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Migrantenandrang in Ceuta: Was sind mögliche Gründe?

Migrantenandrang in Ceuta: Was sind mögliche Gründe?

Zehntausende Menschen aus Marokko erreichen binnen weniger Tage die spanische Exklave Ceuta. Was sind mögliche Gründe für den plötzlichen Andrang von Migranten?

Zum Beitrag

Wadephul: Lage in Ceuta "besorgniserregend"

Spanien muss nach den Worten des deutschen Außenministers Johann Wadephul (CDU) umgehend die vollständige Kontrolle über Ceuta zurückgewinnen - die Situation dort sei "besorgniserregend". Der Schutz der europäischen Außengrenze sei von überragender Bedeutung für die Europäische Union, um illegale Migration in Schach zu halten, erklärt er. 


Wichtige Meldung

Innenminister Dobrindt verlängert Grenzkontrollen

Angesichts Zehntausender Flüchtlinge in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt an der Kontrolle der deutschen Landesgrenzen festhalten. "Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen über den September hinaus verlängern", kündigt der CSU-Politiker an.

Um die bisherigen Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration zu erhalten, müssten "flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen" aufrechterhalten werden. Bis wann die Kontrollen verlängert werden sollen, sagt Dobrindt nicht.

Dänemark: EU soll Ausschluss Spaniens aus Schengenraum in Erwägung ziehen

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat der EU geraten, einen Ausschluss Spaniens aus dem Schengenraum in Betracht zu ziehen. "Es versteht sich von selbst, dass die EU umgehend alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen und alle Optionen prüfen muss, einschließlich einer Aussetzung der Schengen-Zusammenarbeit", teilt Frederiksen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mit. 

"Unkontrollierte Einwanderung stellt eine Bedrohung für Europa und für Dänemark dar", fügt die sozialdemokratische Regierungschefin hinzu, die für ihren harten Kurs in der Ausländerpolitik bekannt ist. 


Wichtige Meldung

Innenministerium: 25.000 Menschen bereits wieder nach Marokko zurückgekehrt

Das spanische Innenministerium erklärt, am Freitag seien bisher rund 25.000 Migranten nach Marokko zurückgeführt worden. Sie seien alle freiwillig zurückgekehrt. Ministerpräsident Sánchez dankte den marokkanischen Behörden für ihre Kooperation dabei.

Österreich erwägt Schließung von Schengen-Grenzen

Österreichs Kanzler Christian Stocker hat angesichts der Lage in Ceuta zu konsequentem Handeln aufgefordert. "Jetzt ist entscheidend, dass Spanien seiner europäischen Verantwortung nachkommt und sicherstellt, dass kein einziger illegaler Migrant auf europäisches Festland gelangt", sagt der Regierungschef von der konservativen ÖVP.  

Sollte sich die Lage so entwickeln, "dass wir Druck auf unsere nationalen Grenzen spüren, werden wir alles unternehmen, um diese zu schützen - dazu gehören im Bedarfsfall auch temporäre Schließungen der Schengen-Grenzen", so der Politiker. 


ZDF-Korrespondent: Migrationsthema ein "Schicksalsthema für Europa"

Italiens Ministerpräsidentin Meloni hat den Ausschluss Spaniens aus dem Schengenraum ins Spiel gebracht. Steht Europa angesichts der Lage in Ceuta vor einem Eklat? "Was die Reaktion von Frau Meloni zeigt, ist die wahnsinnige Angst, dass es eine Flüchtlingskrise gibt, wie man das 2015 erlebt hat", erklärt ZDF-Korrespondent Ulf Röller bei ZDFheute live. Das Migrationsthema sei ein "Schicksalsthema für Europa", kein Thema bewege die Regierungschefs so sehr.

Seit dem 12. Juni ist das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) in Kraft. Ziel sind schnellere Asylverfahren, mehr Solidarität zwischen den EU-Ländern und perspektivisch auch Abschiebezentren in Drittstaaten. Die neuen Regeln sollen, so Ulf Röller, die Botschaft senden, "es gibt diese Willkommenskultur in Europa nicht mehr". Es gehe darum zu zeigen, "es macht keinen Sinn mehr, sich auf den Weg zu machen".

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Großbritannien sagt Spanien Unterstützung zu

Der britische Premier Burnham sagt vor Journalisten, die Lage in Ceuta biete "Anlass zur Sorge". Zwar sei die Krise "zuallererst eine Angelegenheit der spanischen Regierung". Seine Regierung sei aber in Kontakt mit den zuständigen Stellen in Spanien, um "Unterstützung anzubieten und die Auswirkungen der Lage zu erfassen".


Migrationsforscher: "Blick muss sich auf Marokko richten"

"Was wir wissen, ist, dass die Zahl der Menschen, die allein in den letzten 24 Stunden nach Ceuta kam, höher ist, als die Zahl, die an irgendeinem Tag während der Flüchtlingskrise 2015 in der Ägäis auf den griechischen Inseln angekommen ist", erklärt Migrationsforscher Gerald Knaus bei ZDFheute live.

Die Lage sei außergewöhnlich. An einem Tag seien aus Marokko mehr Menschen nach Ceuta gekommen, "als im ganzen letzten Jahr an allen Grenzübergängen aus Afrika in Spanien angekommen" seien, so der Experte. 

Die Zahl der irregulären Migranten in Spanien sei in den vergangenen drei Jahren drastisch gesunken. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 seien es 12.000 Menschen gewesen, so Knaus. Die Situation habe nichts mit der spanischen Migrationspolitik zu tun. Der Blick müsse sich auf Marokko richten "und was Marokko hier in den letzten Tagen getan hat, um es zuzulassen, dass so viele Menschen in so kurzer Zeit diese Exklave überrennen".

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Wichtige Meldung

Wo die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta liegt

Ceuta mit ihren rund 84.000 Einwohnern wird vom Mittelmeer und von Marokko eingeschlossen. Die Stadt ist neben Melilla die einzige Landgrenze der EU mit Afrika.

Quelle: ZDF

Von der Leyen: Bilder aus Ceuta "inakzeptabel"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert angesichts des Andrangs auf spanische Nordafrika-Exklave Ceuta ein hartes Vorgehen. "Wir können niemandem erlauben, in unsere Union zu kommen, ohne sich an unsere Regeln zu halten", schreibt die deutsche Politikerin auf der Plattform X.  

"Gefährliche Überfahrten müssen sofort aufhören. Schmuggelnetzwerke müssen zerschlagen werden. Und Rückführungen müssen schnell erfolgen, wie es unsere Regeln erlauben", fordert von der Leyen. "Die Bilder, die aus Ceuta kommen, sind inakzeptabel."


Wichtige Meldung

60.000 Migranten erreichen spanische Exklave Ceuta

In den vergangenen Tagen sind rund 60.000 Migranten in Ceuta eingetroffen. Der Präsident der autonomen Stadt, Juan Jesús Vivas, sagt, mindestens 34 Menschen seien bei dem Versuch ums Leben gekommen, das Gebiet zu erreichen. Die Situation sei derzeit absolut untragbar. Die Zahl der neu eingetroffenen Migranten entspricht 70 Prozent der regulären Einwohnerzahl der Stadt.

Sánchez: Andrang in Ceuta ist "Angriff" auf Spanien

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Andrang Zehntausender Migranten auf die Nordafrika-Exklave Ceuta als "Angriff" und "Verletzung der territorialen Integrität Spaniens" bezeichnet.

Bei einem Besuch im Gebiet an der Meerenge von Gibraltar sagt er zudem den knapp 85.000 Einwohnern Ceutas die Unterstützung des ganzen Landes zu: "Ganz Spanien steht an eurer Seite. Wir übernehmen die Verantwortung für diese Situation."


Wichtige Meldung

Merz: Erwarten, dass Marokko Migranten "unverzüglich zurücknimmt"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die spanische Regierung aufgerufen, die Situation in Ceuta schnellstmöglich wieder in den Griff zu bekommen. "Der Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union ist entscheidend für die Bekämpfung illegaler Migration", betont der CDU-Politiker. "Von Marokko erwarten wir, dass sie die illegalen Migranten unverzüglich wieder zurücknehmen", ergänzt der Kanzler. 

Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann warnt vor einem Kontrollverlust an der EU-Außengrenze. "Illegale Migration bedroht uns als Land und Gesellschaft. Es darf keinen Kontrollverlust an den Grenzen geben", sagt sie der Deutschen Presse-Agentur. Das neue europäische Asylsystem GEAS müsse diesem "ersten großen Anwendungsfall" standhalten. 

Finnland will Ausschluss Spaniens aus Schengenraum

Finnland hat sich dem Vorstoß Italiens angeschlossen, Spanien aus dem Schengenraum auszuschließen. Spanien habe "vollkommen dabei versagt, die Außengrenze des Schengenraums vor dem Eindringen zu schützen", erklärt die finnische Innenministerin Mari Rantanen von den finnischen Rechtspopulisten im Onlinedienst X.  

"Länder, die ihren Verpflichtungen zum Schutz der Außengrenzen nicht nachkommen, können nicht Teil von Schengen sein", ergänzt Rantanen, die Mitglied der rechtspopulistischen Partei Die Finnen ist. Italiens rechtsgerichtete Regierungschefin Giorgia Meloni hatte bereits am Donnerstag den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum gefordert. 


Zehntausende Migranten gelangen in spanische Exklave: Militäreinsatz in Ceuta

Zehntausende Menschen erreichen binnen weniger Tage die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta. Mindestens 18 Migranten sterben beim Versuch, die Stadt zu erreichen. Spanien entsendet Soldaten.

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Frankreich verstärkt Grenzkontrollen zu Spanien

Frankreich verschärft seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe er bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverzüglich zu verstärken, teilt Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez mit. 

Außerdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbehörde für Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus Kräften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle.


Rund 49.000 Migranten gelangen in spanische Exklave Ceuta

Binnen 24 Stunden sind nach spanischen Angaben rund 49.000 Migranten in die Exklave Ceuta gelangt. Sie seien von Marokko aus auf dem See- und Landweg in das Gebiet gekommen, teilt das Innenministerium mit.

Ceuta an der nordafrikanischen Küste ist immer wieder Ziel von Migranten, die von Marokko aus die EU erreichen wollen. Nach dem jüngsten Andrang hat die Regierung in Madrid zur Unterstützung der örtlichen Polizei das Militär geschickt.


Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, zuletzt heute Xpress am 31.07.2026 ab 13:27 Uhr.