Ceuta: Viele Migranten zurück in Marokko - alles im Liveblog

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Nach Andrang in spanischer Exklave:Regierung: Viele Migranten aus Ceuta sind zurück in Marokko

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Zehntausende Migranten sind in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Laut der Regierung sind die meisten von ihnen nach Marokko zurückgekehrt. Alles im Liveticker.

Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem heute in Europa am 31.07.2026 ab 16:00 Uhr sowie das heute journal am 31.07.2026 ab 21:45 Uhr.
Wichtige Meldungen

In eigener Sache

An dieser Stelle beenden wir unseren Liveblog. Wir danken für Ihr Interesse. Alle Neuigkeiten und Entwicklungen zum Thema finden Sie weiterhin auf ZDFheute.


Knaus: Europäische Union sollte "geschlossen auftreten"

Innerhalb weniger Tage haben etwa 60.000 Migranten die spanische Exklave Ceuta erreicht. Was die europäische Politik jetzt tun sollte, erklärt Migrations-Forscher Gerald Knaus.

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Wichtige Meldung

EU berät sich in Krisensitzung

In Ceuta in Nordafrika hat der große Andrang von Migranten zwar nachgelassen – doch die Folgen der Krise sind in Europa längst nicht vorbei. Heute wollen sich Experten der EU-Mitgliedstaaten in einer Krisensitzung über die Entwicklungen austauschen, wie ein Sprecher der irischen Ratspräsidentschaft mitteilte. "Keine einzige Person hat die Grenze zum EU-Festland überschritten", versicherte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner. Nach Angaben des spanischen Außenministers José Manuel Albares sind nahezu alle der mindestens 50.000 irregulär eingereisten Menschen von Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. 

Ceuta: Warum Migranten kommen und was Anwohner denken

Zehntausende Menschen überqueren illegal die Grenze nach Ceuta. Warum die Migranten den gefährlichen Weg auf sich nehmen und was die Anwohner der Exklave denken – ihre Perspektiven.

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31.07.2026 | 3:21 min

EU-Kommissar: "Keine einzige Person" hat Grenze zu EU-Festland überschritten

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner betont nach einem Telefonat mit dem spanischen Außenminister José Manuel Albares, dass kein Migrant aus Ceuta auf den europäischen Kontinent weitergereist sei. "Keine einzige Person hat die Grenze zum EU-Festland überschritten", schreibt Brunner auf X.

Albares habe ihm zudem mitgeteilt, dass nach den anhaltenden Bemühungen "praktisch alle, die nach Ceuta eingereist waren, zurückgekehrt sind". Man bleibe in engem Kontakt und stehe mit Ministern in ganz Europa in Verbindung.

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Weber erhebt Vorwürfe gegen Marokko und Spaniens Regierung

Manfred Weber (CSU), Chef der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, macht im heute journal des ZDF zwei Gründe für den Migrantenandrang auf Ceuta aus. Zum einen habe Marokko aufgrund politischer Differenzen versucht, "mit Migration politischen Druck auszuüben" – das dürfe Europa nicht zulassen.

Zum Anderen habe "die linke spanische Regierung auch einen Pull-Faktor angelegt". Hintergrund ist ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs von Anfang Juli, wonach über das Meer eintreffende Migranten nicht mehr ohne ordnungsgemäßes Verfahren sofort zurückgeschickt werden dürfen. Darin sieht Weber eine "Zulassung von Illegalen". Er verweist auf die Tragweite des Urteils: "Wir reden da von Summen von 1,5 bis 2 Millionen Menschen, die mittlerweile einen Antrag gestellt haben."


Spaniens Außenminister bestätigt Rückkehr von Migranten

Spaniens Außenminister José Manuel Albares bestätigt auf X die Rückkehr der meisten Migranten nach Marokko. Praktisch alle Menschen, die nach Ceuta eingereist seien, seien bereits nach Marokko zurückgekehrt.

Zugleich betont Albares, eine Weiterreise aufs spanische Festland sei nicht unkontrolliert möglich: Von Ceuta und Melilla aus komme niemand aufs Festland, "ohne sich an einer Polizeikontrollstelle auszuweisen". Die Integrität des Schengen-Raums sei "absolut gewährleistet".

Deutlich weist der Außenminister die Debatte um einen möglichen Ausschluss Spaniens zurück: "Genug mit dieser absichtlichen Verwirrung."

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Wichtige Meldung

Madrid: Fast alle Migranten nach Marokko zurückgekehrt

Die meisten der seit Donnerstag in die spanische Exklave Ceuta gekommenen Migranten sind nach Angaben der Regierung wieder nach Marokko zurückgekehrt.

Das Innenministerium in Madrid bezifferte die Zahl der über die Grenze gekommenen Migranten am Freitag auf etwa 50.000. Davon seien bis zum Abend 48.300 freiwillig wieder nach Marokko zurückgekehrt. Hunderte weitere seien noch auf dem Rückweg. Die Regionalregierung von Ceuta sprach von etwa 60.000 angekommenen Migranten - das entspricht 70 Prozent der regulären Einwohnerschaft.

Medien: Migranten wollen spanische Exklave Melilla erreichen

Nach dem massenhaften Grenzübertritt in Ceuta versuchen Migranten aus Marokko auch in die zweite spanische Exklave Melilla zu gelangen. Örtliche Medien und Menschenrechtsgruppen berichteten am Freitag, in der marokkanischen Grenzstadt Bni Nsar habe es Zusammenstöße zwischen der Polizei und Migranten gegeben.


Kann Spanien aus dem Schengen-Raum ausgeschlossen werden?

Die spanische Exklave Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Dennoch fordern einige EU-Länder, Spanien aus dem grenzkontrollfreien Raum auszuschließen. Fragen und Antworten.

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Meloni: "Auswirkungen auf unser Land" verhindern

Nach der angekündigten Aussetzung der Freizügigkeit mit Spanien erläutert Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Hintergründe des Schritts. Es handele sich um eine "außerordentliche Maßnahme", die zum Schutz der nationalen Sicherheit und "zur Verhinderung möglicher Auswirkungen auf unser Land" ergriffen worden sei.

Die Kontrollen sollen nur so lange in Kraft bleiben "wie es erforderlich ist" – dabei achte man besonders darauf, etwaige Folgen für den Sommertourismus so gering wie möglich zu halten, so Meloni.

Zugleich zeigt sich Italien zur Unterstützung bereit: Man stehe hinter jeder europäischen Initiative, um den spanischen Institutionen zu helfen, "die volle Kontrolle über die Außengrenzen der Union wiederherzustellen".

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Wichtige Meldung

Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien aus

Italien hat nach dem Grenzübertritt Zehntausender Migranten in die Exklave Ceuta das Schengen-Abkommen mit Spanien ausgesetzt. Grenzkontrollen für den Luft- und Seeverkehr würden wieder eingeführt, teilt das Innenministerium. Dies laufe auf eine Schließung der Grenze hinaus. Experten sagten dagegen, es handle sich lediglich um eine Wiederaufnahme der Grenzkontrollen.

Zuvor hatte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gedroht, das Schengen-Abkommen über offene Grenzen gegenüber Spanien auszusetzen. Damit wolle sie die Grenzen und die Sicherheit der italienischen Bürger schützen, erklärte sie. Italien hat allerdings keine Landgrenze zu Spanien.

Macron sichert Spanien Solidarität zu

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron äußert sich zur Lage in Ceuta, wo binnen weniger Tage rund 60.000 Migranten aus Marokko eintreffen. Auf X schreibt er, er stehe im Kontakt mit der spanischen Regierung, um "unsere Solidarität auszudrücken und jede notwendige Unterstützung anzubieten, auch durch Frontex".

Zugleich betont Macron, Ceuta gehöre nicht zum Raum der Freizügigkeit: Personen von dort profitierten nicht von der Reisefreiheit in den übrigen Schengen-Raum. Bereits am Vortag habe er den Innenminister angewiesen, die Kontrollen an der Grenze zu Spanien bei Bedarf zu verstärken – mit vier mobilen Einsatzeinheiten sowie Flugzeugen und Drohnen.

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Wichtige Meldung

Mittlerweile mindestens 57 Tote in Ceuta

Die Zahl der Toten beim massenhaften Grenzübertritt von Migranten in Ceuta wird von den Behörden nach oben korrigiert: Demnach sind mindestens 57 Menschen zu Tode gekommen.

Röller: Behörden in Marokko "haben wohl weggeguckt"

"Wenn man hier in Brüssel fragt, wer eigentlich Schuld ist, bekommt man hinter der vorgehaltenen Hand eine sehr eindeutige Antwort: Marokko", erklärt ZDF-Korrespondent Ulf Röller zur Frage nach den Verantwortlichen für den Migrationsandrang auf Ceuta.

Dass sich 60.000 Menschen unbemerkt von marokkanischen Sicherheitsbehörden auf den Weg machen könnten, glaube dort niemand, so Röller. "Sie haben wohl weggeguckt, und da sind viele hier in Brüssel sehr sehr sauer." 

Die Erwartung an Marokko sei nun klar: Das Land müsse die Menschen zurücknehmen, sagt Röller. Dass Länder wie Spanien und Italien nun zu Grenzkontrollen zurückkehren wollen, zeige, "wie groß die Panik ist".

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31.07.2026 | 1:15 min

EU-Kommissar: Grenzkontrollen "weiter in Kraft"

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner betont, es gebe keine Weiterreisen von nach Ceuta geflüchteten Migranten auf den europäischen Kontinent. Gemäß dem Schengener Grenzkodex gelten Sonderregeln für die spanischen Städte Ceuta und Melilla, die auf dem afrikanischen Kontinent liegen. "Grenzkontrollen von Personen, die Ceuta und Melilla verlassen, bleiben in Kraft", postet Brunner auf X.

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Zahl der Toten steigt auf mindestens 41

Bei dem massenhaften Grenzübertritt von Migranten sind mindestens 41 Menschen zu Tode gekommen. Einige seien ertrunken, andere bei einer Massenpanik ums Leben gekommen, so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Guardia Civil, Rachid Sbihi. 


Medien: Bereits 37.500 Menschen nach Marokko zurückgekehrt

37.500 Menschen, die irregulär in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gekommen sind, haben das Gebiet wieder Richtung Marokko verlassen. Das berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf das Innenministerium in Madrid. Die Angaben bilden den Stand von 15:30 Uhr ab.


SPD-Politiker: Sorge um "Signalwirkung"

Auch aus der SPD kommen Reaktionen auf die Lage in Ceuta. Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, warnt vor den langfristigen Folgen: "Die Sorge ist nicht in erster Linie, dass die jetzt in Ceuta angekommenen Menschen unmittelbar nach Deutschland weiterziehen."

Entscheidend sei etwas anderes: "Die eigentliche Herausforderung ist die Signalwirkung: Wenn Schleuser den Eindruck vermitteln können, dass eine Route Erfolg verspricht, steigt das Risiko weiterer Migrationsbewegungen."


Wichtige Meldung

Sánchez: Schleuser für Migrantenandrang verantwortlich

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnet den Massenübertritt Zehntausender Migranten über die Grenze nach Ceuta als das Werk von Schleusern. Menschenschmuggler hätten zahlreiche junge Menschen getäuscht und viele von ihnen in den Tod geführt, sagte Sánchez vor Ort.

Die Behörden in Madrid und Ceuta haben den Massenandrang mit einer Entscheidung des spanischen Obersten Gerichtshofs in Verbindung gebracht, wonach Migranten, die über das Meer eintreffen, nicht ohne Verfahren zurückgeschickt werden dürfen. Sánchez sagte: "Es scheint, dass sich diese Auslegung des Urteils des Obersten Gerichtshofs in den vergangenen Stunden wie ein Lauffeuer über die Netzwerke von Menschenhändlerorganisationen verbreitet hat und den massiven Ansturm ausgelöst hat."

Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters
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