Edelmetall setzt Höhenflug fort:Teuer wie nie: Goldpreis knackt 5.000-Dollar-Marke
Der Höhenflug des Goldpreises setzt sich fort und springt auf ein Rekordhoch von über 5.000 Dollar. Und der Trend könnte anhalten: Weitere Preissprünge sind nicht ausgeschlossen.
Der Goldpreis ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen. (Symbolbild)
Quelle: dpaDer Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.000 Dollar geknackt. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kletterte an der Metallbörse in London im frühen Handel um bis zu zwei Prozent auf 5.093 US-Dollar (4.296 Euro) und war damit so hoch wie noch nie. Zu den stärksten Treibern zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.
Gold hat sich in den ersten Wochen des Jahres um knapp 18 Prozent verteuert, nachdem der Preis für das Edelmetall im Vorjahr bereits um 65 Prozent gestiegen war. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979. Der Preis ist 2025 um mehr als 2.000 Dollar gestiegen.
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Edelmetalle bleiben weiterhin so gefragt wie nie.
23.01.2026 | 1:04 minWeltpolitische Spannungen treiben Goldpreis
Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konflikte weltweit. Auch 2026 sorgten politische Spannungen für mehr Nachfrage. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres vor allem auf die Lage in Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als "sichere Häfen" in Krisenzeiten. Daneben gibt es Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Die wiederholten Angriffe von Trump auf Fed-Chef Jerome Powell schüren die Angst, dass die mächtige Notenbank künftig nicht mehr unabhängig agieren, sondern politisch gesteuert werden könnte.
Goldreserven sollen unabhängiger vom US-Dollar machen
Zentralbanken weltweit, insbesondere aus Ländern wie China, haben ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren deutlich aufgestockt. Diese Käufe sollen die nationalen Reserven unabhängiger vom US-Dollar machen und gelten als wichtiger Preistreiber.
Noch nie war Gold so viel wert wie zuletzt. Was beim Einstieg in die Gold-Anlage zu beachten ist, erklärt ZDF-Finanzreporterin Sina Mainitz.
22.01.2026 | 1:11 minAuch sinkende Zinsen, wie zuletzt von der US-Notenbank Fed, spielen oft eine Rolle, wenn der Goldpreis steigt. Da Gold weder Zinsen noch Dividenden abwirft, verstärkt die Aussicht auf fallende Zinsen die Nachfrage nach dem Edelmetall. Bei niedrigeren Zinsen werden festverzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich dazu weniger attraktiv.
2026 noch höhere Goldpreise?
Trotz des Höhenflugs halten einige Banken noch höhere Goldpreise für möglich. So hob die US-Investmentbank Goldman Sachs jüngst ihre Prognose für Ende 2026 an von 4.900 auf 5.400 Dollar je Feinunze. Zugleich warnen manche Experten, der Gold-Rekordlauf sei übertrieben.
Ein Teil der deutschen Goldreserven lagert in New York. Angesichts angespannter Beziehungen zu den USA wächst die Debatte: Sollte Deutschland sein Gold zurückholen?
23.01.2026 | 1:46 minDeutschland verfügt nach Angaben der Bundesbank über den weltweit zweitgrößten Goldbestand nach den USA. Der Goldbestand deckt einen großen Teil der deutschen Währungsreserven ab. Rund 37 Prozent des Goldbestands lagern in Tresoren der US-Notenbank Fed in New York.
Ende 2024 hielt die Deutsche Bundesbank nach eigenen Angaben rund 3.352 Tonnen, was schon damals einem Wert von gut 270 Milliarden Euro entsprach. Den privaten Goldbesitz der Menschen in Deutschland bezifferte die Steinbeis-Hochschule Berlin 2024 auf gut 9.000 Tonnen in Form von Barren, Münzen oder Schmuck.
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