Wegen Iran-Konflikt und Fed-Streit:Goldpreis steigt auf neues Rekordhoch
Der Goldpreis erreicht ein neues Allzeithoch. Spannungen im Iran und der Streit um die Unabhängigkeit der US-Notenbank schüren Unsicherheit. Anleger flüchten in Edelmetalle.
Gold ist auf ein Rekordhoch gestiegen: Der Preis für eine Feinunze erreichte mehr als 4.600 US-Dollar. Händler führten den Anstieg vor allem auf die Lage im Iran zurück.
12.01.2026 | 0:27 minDie sich zuspitzende Lage im Iran und zunehmende Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank treiben den Goldpreis auf ein Rekordhoch. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) bis auf fast 4.600 US-Dollar. Danach sank er, lag aber am frühen Morgen mit 4.578 US-Dollar noch immer eineinhalb Prozent im Plus.
Mit dem Anstieg baut Gold sein Kursplus in diesem Jahr auf sechs Prozent aus. Gold war im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.
Bereits Ende Dezember war der Goldpreis auf ein Rekordhoch gestiegen. Was die Hintergründe für den Preisanstieg waren, erklärt ZDF-Wirtschaftsexpertin Sina Mainitz.
22.12.2025 | 1:34 minPreisanstieg durch Situation im Iran und US-Notenbank
Bei Silber war das Jahresplus mit fast 150 Prozent deutlich höher. Am Montag verteuerte sich der Preis für eine Unze Silber um viereinhalb Prozent auf 83,45 Dollar und lag damit nur noch knapp unter dem Rekordhoch von Ende 2025.
Händler führten den Preisanstieg bei den Edelmetallen primär auf die Situation im Iran zurück. Zudem nannten Experten mit Blick auf den Goldpreis auch wachsende Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank als Argument.
Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank eskaliert: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage.
US-Notenbankchef Powell nennt die Ermittlungen des Justizministeriums einen "Vorwand". Politiker beider Parteien üben Kritik, Präsident Trump weist die Verantwortung zurück.
12.01.2026 | 0:54 minEr soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand:
Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.
Jerome Powell, Chef der US-Notenbank FED
Gold und Silber als sichere Anlageoptionen
Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen, in die Anleger Geld bei politischen Unsicherheiten schieben. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
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