Studie von EY: Wegen E-Autos: Gewinne von Autokonzernen schrumpft deutlich

Studie von EY:Wegen E-Autos: Gewinne von Autokonzernen schrumpft deutlich

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Der Gesamtgewinn von führenden Autokonzernen ist um 59 Prozent geschrumpft. Dies läge laut einer Studie am Bau von E-Autos - eine "milliardenschwere Belastung" für die Branche.

Ein E-Auto an der Ladesäule.

Die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa hat sich laut einer Studie deutlich schwächer als prognostiziert entwickelt. (Symbolbild)

Quelle: SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Der Bau von Elektroautos hat sich einer Studie zufolge für viele Autokonzerne weltweit zur "milliardenschweren Belastung" entwickelt. Abschreibungen auf Batteriefabriken, Entwicklungsprojekte und Modellreihen summierten sich bei Unternehmen in Europa und in den USA auf fast 60 Milliarden Euro, wie eine Analyse der Wirtschaftsberatung EY ergab.

Gesamtgewinn der Konzerne um 59 Prozent geschrumpft

Der Gesamtgewinn von 19 führenden Autokonzernen weltweit schrumpfte 2025 demnach um 59 Prozent. Die Liste der 19 profitabelsten Autokonzerne der Welt führten im vergangenen Jahr Suzuki und Toyota an - der Anteil des Gewinns am Umsatz, die Marge, betrug bei ihnen 9,7 beziehungsweise 8,5 Prozent. Es folgten Kia aus Südkorea mit einer Marge von 8,0 Prozent und BMW mit 7,6 Prozent.

Der Umsatz der 19 Unternehmen stieg leicht um 0,6 Prozent - bei den deutschen Autokonzernen allerdings sank er um 4,1 Prozent, wie EY am Sonntag weiter mitteilte.

Das beleuchtete Mercedes Benz Autohaus in München ist zu sehen.

Die Zahl der verkauften Fahrzeuge von Mercedes-Benz geht zurück. Grund dafür ist der Verkauf der Fahrzeuge in China, wo der Absatz um 27 Prozent zurückging.

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Experte sieht "tiefe Krise" bei Autoindustrie

Auch beim Neuwagenabsatz verzeichneten die deutschen Hersteller demnach mit einem Rückgang um zwei Prozent eine schwächere Entwicklung als die Mehrheit der anderen Konzerne.

Die drei chinesischen Hersteller in der Liste - BYD, Geely und Great Wall Motors - konnten dagegen Absatz und Umsatz deutlich ausbauen. Geely war 2025 zudem der einzige Konzern, der seinen Gewinn steigern konnte, wie EY erklärte.

Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise.

Constantin Gall, Wirtschaftsberatung EY

"Viele Konzerne hatten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich entwickelt sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa deutlich schwächer als prognostiziert", erläuterte Constantin Gall von EY.

Neue Autos sind am Hafen von Dalian in der Provinz Liaoning geparkt.

Erstmals exportiert China mehr Autos in die EU als umgekehrt. Laut EY importierte die EU 2025 Fahrzeuge für 22 Milliarden Euro. Die deutschen Ausfuhren nach China sanken auf 16 Milliarden Euro.

20.03.2026 | 0:26 min

Die US-Zollpolitik habe außerdem zu zusätzlichen Milliardenbelastungen geführt. Daher folge nun der Strategieschwenk. Gall betonte, dies bedeute nicht einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität, sondern "eine Korrektur völlig überzogener Annahmen".

Experte sieht keinen Boom bei E-Autos

Weitere Belastungen zeichneten sich ab: Angesichts der aktuellen konjunkturellen und geopolitischen Lage rechnet Gall nicht mit einer spürbaren Belebung der Neuwagennachfrage in Europa im laufenden Jahr.

Die instabile politische Weltlage, steigende Energiepreise und eine höhere Inflation sind Gift für die Autokonjunktur.

Constantin Gall, Wirtschaftsberatung EY

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Die deutschen Autohersteller stecken in der Krise. Marktanteile gehen verloren genauso wie Arbeitsplätze. ZDFheute live analysiert was VW, BMW und Co. für ein Comeback tun können.

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Gall erwartet auch keinen durch hohe Spritpreise verursachten Elektro-Boom: "Der eine oder andere Autokäufer wird sich nun doch eher für das Elektroauto entscheiden - einen echten Boom wird es aber nicht geben."

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Quelle: AFP
Über die Lage der Autobranche berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem in der ZDFheute Xpress im Beitrag "Mercedes-Benz verkauft deutlich weniger Fahrzeuge" am 13. April 2026 um 13:41 Uhr sowie im Mittagsmagazin am 7. April 2026 ab 12 Uhr.

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