US-Zölle belasten Absatz:Daimler Truck: Gewinn um 34 Prozent eingebrochen
Der Gewinn von Daimler Truck ist im vergangenen Jahr um rund ein Drittel zurückgegangen. Die von US-Präsident Trump verhängten Zölle dämpften das Nordamerika-Geschäft erheblich.
Der Gewinn von Daimler Truck ist im vergangenen Jahr um 34 Prozent eingebrochen. Verantwortlich sind vor allem US-Zölle und die schwache Nachfrage in Nordamerika.
12.03.2026 | 0:22 minUS-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika haben das Geschäft des Dax-Konzerns Daimler Truck im vergangenen Jahr stark belastet. Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller brach um 34 Prozent ein.
Das Konzernergebnis sei 2025 im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,1 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.
Der Konzern habe "2025 in einem anspruchsvollen Geschäftsumfeld mit rückläufigen Schlüsselmärkten ein resilientes Konzernergebnis" erzielt, hieß es dennoch laut Mitteilung. Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström erklärte:
Unsere Ergebnisse für 2025 zeigen eine verbesserte operative Performance in einem herausfordernden Geschäftsumfeld.
Karin Rådström, Vorstandsvorsitzende von Daimler Truck
Auch das Geschäft mit Pkw läuft derzeit nicht gut: Mercedes-Benz vermeldet erneut einen starken Gewinneinbruch. Das Konzernergebnis sank im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte - von 10,4 Milliarden auf 5,3 Milliarden Euro.
12.02.2026 | 0:25 minDaimler Truck: Umsatz schrumpft um neun Prozent
Allerdings gingen zentrale Finanzkennzahlen teils deutlich zurück. Der Umsatz fiel um neun Prozent von rund 54,1 Milliarden Euro auf rund 49,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis im Industriegeschäft ging um 20 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro zurück.
Auch der Absatz ging 2025 zurück. Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr 422.510 Lkw und Busse. Das entspricht einem Minus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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19.01.2026 | 10:32 minUS-Zölle drücken Absatzzahlen
In Nordamerika brach der Absatz um 26 Prozent ein. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch rund 142.000 Fahrzeuge. Der Markt schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen.
Für 2026 erwarte der Konzern eine operative Verbesserung durch höhere Stückzahlen und Effizienzsteigerungen, hieß es. Das Unternehmen gab sich zuversichtlich, weil die lange Zeit lahmenden Bestellungen wieder anziehen. Der Auftragseingang stieg vergangenes Jahr um zwei Prozent auf 425.458 Fahrzeuge. Im Schlussquartal zogen sie gar im Jahresvergleich um 13 Prozent an. Auch in Nordamerika registrierte Daimler Truck beim Auftragseingang eine Erholung im vierten Quartal.
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21.03.2025 | 12:48 minSparprogramm "Cost Down Europe": Stellenabbau in Deutschland
Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. Wie viele Beschäftigte das Unternehmen in diesem Zusammenhang bereits verlassen haben, wollte Rådström auf Nachfrage nicht sagen.
Wir setzen unsere Effizienzmaßnahmen schneller um als geplant.
Karin Rådström, Vorstandsvorsitzende von Daimler Truck
2025 habe das Unternehmen bereits Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt, teilte der Dax-Konzern mit. Für 2026 strebe Daimler Truck Gesamt-Nettoeinsparungen von mindestens 250 Millionen Euro an.
Die geplanten neuen US-Zölle treffen in Deutschland besonders die Regionen mit einer großen Auto- und Stahlproduktion. Das sind vor allem Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland.
01.08.2025 | 1:39 minTrotz Gewinneinbruch: Daimler-Truck-Chefin verdient mehr
Rådströms Vergütung stieg im vergangenen Jahr trotz des Gewinneinbruchs, wie aus dem Vergütungsbericht des Konzerns hervorgeht. Demnach erhielt Rådström 2025 eine Gesamtvergütung (inklusive Versorgungsaufwand) von 3,2 Millionen Euro. 2024 hatte sie noch 2,85 Millionen Euro verdient. Das entspricht einem Plus von rund 13 Prozent.
Die Ergebnisbeteiligung für das Geschäftsjahr 2025 fiel hingegen geringer aus als im Vorjahr. Rund 25.000 Beschäftigte in Deutschland erhalten eine Prämie in Höhe von 2.701 Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Ausgezahlt werde sie im April dieses Jahres. Für das Geschäftsjahr 2024 hatte die Prämie noch bei 4.140 Euro gelegen.
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