Mercedes-Benz: Schlechte Geschäfte in China senken Absatz erneut

Zuwachs in Europa und den USA:Mercedes-Benz: China-Geschäft beschert deutliches Minus

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Mercedes-Benz muss erneut einen Absatz-Rückgang hinnehmen. Hauptgrund sind die sinkenden Exporte nach China, die den Gewinn trotz Erfolg in anderen Regionen maßgeblich senken.

Das beleuchtete Mercedes Benz Autohaus in München ist zu sehen.

Die Zahl der verkauften Fahrzeuge von Mercedes-Benz geht zurück. Grund dafür ist der Verkauf der Fahrzeuge in China, wo der Absatz um 27 Prozent zurückging.

09.04.2026 | 0:38 min

Ein deutliches Minus in China hat bei Mercedes-Benz erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Der Stuttgarter Autobauer verkaufte im ersten Quartal 499.700 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte.

27 Prozent Rückgang in China

Der Pkw-Absatz ging um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge zurück. Hier verhagelten die Geschäfte in China (minus 27 Prozent) die Statistik. In China sei das Marktumfeld weiterhin herausfordernd, erklärte der Dax-Konzern. Auch das Auslaufen einiger Modelle vor anstehenden Generationswechseln dämpften die Verkäufe. "2026 ist für Mercedes-Benz in China ein Übergangsjahr, das maßgeblich durch Wechsel bei mehreren Schlüsselmodellen geprägt wird", hieß es.

Neue Autos sind am Hafen von Dalian in der Provinz Liaoning geparkt.

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Ohne China wäre der Absatz um fünf Prozent gestiegen, hob der Autobauer hervor. In den USA legten die Verkäufe um 20 Prozent auf 81.100 Einheiten zu, obwohl dort die stark erhöhten Importzölle das Geschäft erschweren. Gefragt seien vor allem Spitzenmodelle.

Künftig wird das Unternehmen den Fokus noch stärker auf die Lokalisierung von Produkten sowie auf die Wertschöpfung in dieser Region legen.

Pressemitteilung Mercedes-Benz

In Europa kletterte der Absatz um sieben Prozent auf gut 158.000 Autos. Vor allem die Elektroautos verkauften sich dank neuer Modelle besser, mit 34 Prozent Wachstum im Vergleich zu einem schwachen Vorjahr.

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Iran-Krieg als weitere Belastung

Belastet hat im ersten Quartal der Iran-Krieg, der den wichtigen Markt der Golfstaaten in Mitleidenschaft zieht. Mercedes-Benz hatte in den vergangenen Jahren dort stark in den Vertrieb investiert. Schwächere Nachfrage trug zum Rückgang der Verkäufe außerhalb der drei großen Weltregionen bei.

Die Van-Sparte verzeichnete einen Absatzrückgang von drei Prozent. Im ersten Quartal verkaufte Mercedes 80.300 Fahrzeuge. Impulse erhofft sich Van-Chef Thomas Klein vom neuen Großraumvan VLE für Privatkunden.

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Pkw-Absatz geht seit Jahren zurück

Die Pkw-Verkäufe bei der Marke mit dem Stern gehen schon seit längerem zurück. 2023 stagnierten sie. Im Jahr 2024 betrug das Minus zu 2023 drei Prozent. Im vergangenen Jahr verkaufte Mercedes etwas mehr als 1,8 Millionen Pkw, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.

Mittelfristig soll die Pkw-Sparte wieder einen Absatz von rund zwei Millionen Fahrzeugen erzielen. Wann genau dieses Ziel erreicht werden soll, ließ das Unternehmen anlässlich der Bilanzpressekonferenz vor wenigen Wochen offen. Es sei jedenfalls nicht 2027 zu erwarten, aber vor dem Ende des Jahrzehnts.

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Neue Modelle sollen Wachstum antreiben

Helfen sollen dabei zahlreiche neue Modelle. Die Resonanz der Kundinnen und Kunden auf die neuen Modelle sei hervorragend gewesen, betonte Vertriebs-Vorstand Mathias Geisen: "Mit der zunehmenden Verfügbarkeit unserer neuen Produkte konzentrieren wir uns darauf, das starke Kundeninteresse in den kommenden Monaten in eine positive Absatzdynamik zu überführen."

Getragen werden soll das Wachstum auch von einem Anstieg im Top-End-Segment, zu dem etwa die hochpreisigen S- und G-Klasse-Autos zählen, die hohe Gewinnspannen abwerfen. Für das Einstiegssegment, in dem traditionell mehr Volumen statt Marge erzielt wird, hatte das Unternehmen zudem einen Nachfolger für die auslaufende A-Klasse angekündigt.

Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress im Beitrag "Starker Rückgang bei Pkw-Verkäufen in China" am 09.04.2026 um 13.41 Uhr.

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